Unsere Niedersachsen-Karte zeigt, wie sich die Potenziale verteilen

Erneuerbare Energien schaffen Wertschöpfung vor Ort – auch in Niedersachsen

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist für Niedersachsen nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Windenergie und Photovoltaik schaffen zugleich Wertschöpfung, Beschäftigung und zusätzliche finanzielle Spielräume für Landkreise, Städte und Gemeinden. 

Die Studie „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ des Berlin-Instituts, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung und des Instituts der deutschen Wirtschaft untersucht die wirtschaftlichen Effekte von Windenergie sowie Dach- und Freiflächen-Photovoltaik. Wertschöpfung kann vor Ort zum Beispiel durch Steuereinnahmen, Pacht- und Nutzungsentgelte, Aufträge für die Installation und Wartung von Anlagen sowie durch regionale Beteiligungen an Energieprojekten entstehen. Für Niedersachsen weist die Studie im Jahr 2023 ein regional verbleibendes Wertschöpfungspotenzial von mindestens rund 518 Millionen Euro aus. Davon entfallen etwa 316 Millionen Euro auf Windenergie, rund 197 Millionen Euro auf Photovoltaik-Dachanlagen und etwa 4 Millionen Euro auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen.  

Unsere beiden Karten zeigen, wie sich diese Potenziale auf die niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte verteilen. Zunächst für das Jahr 2023 und anschließend für das mögliche Niveau im Jahr 2033. 

 

 

Deutlicher Zuwachs bis 2033 

Der Vergleich der Karten macht deutlich: In den meisten niedersächsischen Landkreisen steigt die regionale Wertschöpfung aus Erneuerbaren bis 2033 erheblich an. Der weitere Ausbau von Windenergie und Photovoltaik kann damit zu zusätzlichen Einnahmen für Kommunen, neuen Aufträgen für regionale Unternehmen und weiteren Beschäftigungseffekten führen. 

Bundesweit wird für 2033 mehr als doppelt so viel direkte Wertschöpfung durch erneuerbare Energien erwartet wie im Jahr 2023. Auch für Niedersachsen unterstreicht die Entwicklung, dass erneuerbare Energien künftig ein noch wichtigerer Faktor für regionale Entwicklung und kommunale Handlungsfähigkeit werden können. 

Was bleibt vor Ort? 

Die Wertschöpfung entsteht über verschiedene Kanäle. Dazu gehören: 

  • Gewerbesteuereinnahmen der Standortkommunen. 
  • Pacht- und Wegenutzungsentgelte. 
  • Aufträge für regionale Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. 
  • Einnahmen aus Betrieb, Wartung und Installation von Anlagen. 
  • Gewinne regional ansässiger Eigentümer:innen. 
  • Beteiligungen von Kommunen und Bürger:innen an Energieprojekten. 

Für die niedersächsischen Kommunen stellt sich deshalb nicht nur die Frage, wo erneuerbare Energien ausgebaut werden können. Ebenso wichtig ist, wie die damit verbundenen wirtschaftlichen Effekte vor Ort gesichert und verteilt werden. 

Kommunale Flächen, transparente Beteiligungsmodelle, regionale Wertschöpfungsketten und eine frühzeitige Einbindung der Bürger:innen können dazu beitragen, dass mehr Einnahmen in den Regionen verbleiben. 

In diesem Kontext schafft das NWindPVBetG in Niedersachsen bereits einen gesetzlichen Rahmen für die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergie- und Photovoltaikanlagen: Vorhabenträger werden durch das Gesetz dazu verpflichtet, insgesamt 0,2 ct pro kWh für die tatsächlich eingespeiste Strommenge an die Kommune zu zahlen. Mehr zu dem Gesetz gibt es hier.  

Die Studie und die Karte zeigen damit: Niedersachsen profitiert bereits heute in erheblichem Umfang von der Energiewende und in den meisten Kommunen kann die regionale Wertschöpfung in den kommenden Jahren nochmals deutlich wachsen. 

 

Weitere Informationen:

  • Quelle: Sixtus et al. (2025): Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien. Berlin: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. 
  • Unser neues Verbundprojekt „BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Energien in Kommunen“, unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise dabei, den Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik voranzubringen und die Akzeptanz für Erneuerbare Energien vor Ort zu stärken. Mehr dazu

 

Kontakt

Kai Wittke

0170 783 580 0
kai.wittke [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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