Viele Kommunen stehen beim Ausbau erneuerbarer Energien vor komplexen Herausforderungen, etwa durch begrenzte personelle Ressourcen, hohe fachliche Anforderungen oder Konflikte vor Ort. Genau hier setzt BEEKOMM an: Durch frühzeitige Information, geeignete Beteiligungsformate und individuelle Unterstützung sollen Prozesse beschleunigt, die Akzeptanz für Energiewendeprojekte gestärkt und Vorhaben der Windenergie sowie Freiflächen-Photovoltaik effizienter umgesetzt werden.
Bundesweiter Verbund als zentrales Element
Eine Besonderheit von BEEKOMM ist die enge Zusammenarbeit mehrerer Landesenergieagenturen und vergleichbarer Einrichtungen in einem bundesweiten Verbund. Erstmals bündeln Partner aus mehreren Bundesländern gezielt ihre Erfahrungen zum Ausbau erneuerbarer Energien in Kommunen und entwickeln diese gemeinsam weiter. So entsteht ein praxisnaher Austausch über Ländergrenzen hinweg, von dem Kommunen direkt profitieren.
Mit dem Projektstart in Niedersachsen nehmen auch sieben weitere Bundesländer die Arbeit im Verbund auf. Ziel ist es, bewährte Ansätze zu identifizieren, weiterzuentwickeln und breit verfügbar zu machen.
KEAN bringt wertvolle Erfahrung aus Niedersachsen ein
Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) bringt als Verbundpartner ihre langjährige Erfahrung in den Bereichen erneuerbare Energien, kommunaler Klimaschutz und Akzeptanz in das bundesweite Vorhaben ein. Gleichzeitig bietet BEEKOMM die Möglichkeit, bestehende Ansätze gemeinsam mit den Partnern weiterzuentwickeln und neue Impulse für die Praxis zu setzen.
„Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur eine Frage von Know-How und Flächenverfügbarkeit, sondern auch von Vertrauen, Beteiligung und guter kommunaler Praxis. In BEEKOMM wollen wir zeigen, wie Land und Kommunen noch wirksamer zusammenarbeiten können, um genau diese Grundpfeiler zu stärken. Das Projekt bündelt Erfahrungen aus mehreren Bundesländern und macht sie für Kommunen nutzbar”, sagt Lothar Nolte, Geschäftsführer der KEAN.
„BEEKOMM ist eine gute Gelegenheit, unsere Erfahrungen mit den kommunalen Akteuren in Niedersachsen mit den Perspektiven der anderen Verbundpartner zu verbinden“, ergänzt Kai Wittke, Projektleitung bei der KEAN. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam gute Impulse für den Ausbau erneuerbarer Energien auf den Weg zu bringen.“
Niedersachsen als erfahrener Praxispartner
Als führendes Windenergieland bringt Niedersachsen wertvolle Erfahrungen in das Projekt ein. Viele Kommunen verfügen bereits über umfangreiche Praxis im Ausbau erneuerbarer Energien, gleichzeitig ist die Akzeptanz für entsprechende Vorhaben vergleichsweise hoch. Mit Instrumenten wie dem niedersächsischen Beteiligungsgesetz zur finanziellen Beteiligung von Kommunen und Bürger:innen bestehen zudem bereits Ansätze, um die lokale Wertschöpfung zu stärken und die Akzeptanz weiter zu fördern.
Die KEAN weist lange Erfahrung bei der Unterstützung und Qualifizierung kommunaler Akteur:innen auf – beispielsweise durch Beratungsangebote, der Einordnung rechtlicher und fachlicher Fragen oder Schulungen im Bereich Klimaschutz und Erneuerbare Energien. Diese Kompetenzen fließen in die gemeinsame Arbeit des Verbunds ein und tragen dazu bei, erfolgreiche Ansätze auch in anderen Regionen nutzbar zu machen.