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KEAN Jahresbericht 20^4

9 DerAnfangistgemachtEnergetischeGebäudeoptimierung Als die Klimaschutz- und Energieagentur    Niedersachsen im April 2014 ihre Arbeit aufge- nommen hat, waren diese groben Kennzahlen die ersten Orientierungsgrößen für mögliche Kommu- nikations- bzw. Beratungsmaßnahmen. Orientie- rungsgrößen deshalb, weil sie sich ausschließlich auf die Sanierung der Gebäudehülle bezogen. Sie berücksichtigen nicht, inwieweit die Verbesse- rung der Wärmeeffizienz und der diesbezüglichen CO2-Bilanz durch andere Maßnahmen umgesetzt oder ergänzt wurde, wie z.B. durch die Optimie- rung oder den Austausch der Heizungsanlage, den Austausch der Fenster, oder durch eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien. Da die üblichen Sanierungszyklen bei der Gebäu- dehülle rund 30 bis 40 Jahre betragen, gilt es daher zweierlei zu berücksichtigen: Zum einen muss die aktuelle Aufmerksamkeit für das Thema energe- tische Gebäudeoptimierung genutzt werden, um möglichst viele Hauseigentümer über die Vorteile einer umfassenden Gebäudesanierung zu infor- mieren. Dabei sollte auch mit Fakten der zum Teil negativen Berichterstattung in den Medien zu Wärmedämmverbundsystemen an Außenwänden begegnet werden. Zum anderen müssen auch die Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Wärme­ effizienz beworben werden, damit auch außerhalb eines möglichen Sanierungszyklus Maßnahmen zur energetischen Gebäudeoptimierung durchge- führt werden. Vor diesem Hintergrund hat sich die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen die folgenden strategischen Aufgaben gestellt: › Analyse der vorhandenen Angebote zur Energieberatung › Identifizieren des Beratungsbedarfs unter inhaltlichen wie auch räumlichen Aspekten › Stärkung der bestehenden lokalen Beratungs- strukturen › Aufbau neuer qualifizierter Beratungsstrukturen und -angebote › Strategische Kooperationen zur Unterstützung dieser Maßnahmen Nach einer Bestandsaufnahme der bestehenden regionalen Angebote wurden die Lücken und der Handlungsbedarf zur Verbesserung des Beratungs- angebots identifiziert. Ziel ist es, den ratsuchenden Hauseigentümern ein transparentes, unabhängiges und möglichst ortsnahes Angebot für Energiebera- tungen zu machen. Energetische Gebäudeoptimierung – mehr Wohnqualität und weniger Energiekosten 70 Prozent der rund zwei Millionen Privathäuser in Niedersachsen haben keine ausreichende Wärmedämmung. Die Sanierungsrate wird im Bundesdurchschnitt auf lediglich ein Prozent pro Jahr geschätzt – eine insgesamt sehr niedrige Rate, die auch auf Niedersachsen zutreffen dürfte.

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