Upcycling - Projekttag „Alles Müll!?“ für Grundschüler:innen

Schon im frühen Alter entwickeln Kinder ein Bewusstsein dafür, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit unserer Umwelt ist. Um dies zu fördern, machten sich die Klimaschutzpat:innen der Samtgemeinde Edemissen gemeinsam mit den Schüler:innen der dritten und vierten Klassen der Grundschule Plockhorst mit viel Neugier und Begeisterung auf Entdeckungsreise: In spannenden Übungen, kleinen Experimenten und einer erlebnisreichen Exkursion lernten sie, warum Mülltrennung so wichtig ist und wie Abfälle richtig entsorgt werden.

Idee und Ziel 

Das Projekt verfolgt das Ziel, Grundschüler:innen im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ein Bewusstsein für den Umgang mit Müll zu vermitteln. Die Kinder sollen dabei verstehen können, wie unterschiedlich lange verschiedene Materialien – wie Papier, Glas, Metall oder Kunststoff – zur Zersetzung benötigen und welche Folgen Alltagsentscheidungen für Umwelt und Gesundheit haben. Während der Projekttage wurde versucht, die Kinder frühzeitig für Umweltschutz zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie wichtig ein bewusster, ökologischer und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen ist und sie somit einen langfristigen Beitrag leisten können.   

Kosten und Förderungen 

Die Gesamtkosten der Projekttage lagen bei 520 Euro (inklusive Kosten für den Bus), wovon 470 Euro durch "Klimafreund" vom Regionalverband Großraum Braunschweig gefördert wurden.  

Bewusstsein für den Umgang mit Müll

Verlauf des Projekts 

Im Juni 2025 fand an der Grundschule Plockhorst für die Klassen 3 und 4 ein Projekttag zum Thema „Müll und seine Zersetzung“ statt. Zwei Klimaschutzpat:innen begleiteten die Schüler:innen während der gesamten Einheit. Zu Beginn wurde ein Müllsack geleert und der Inhalt von den Kindern nach verschiedenen Kategorien gemeinsam sortiert. Dabei konnten sie sich konkret mit der Menge und Zusammensetzung von Abfällen auseinandersetzen. 

Seit 2024 haben die Klimaschutzpat:innen vier Eimer im Außenbereich aufgestellt – gefüllt mit Papier, Metall, Plastik und Glas. Diese waren über längere Zeit der Witterung ausgesetzt, sodass die Kinder den Zustand der Materialien daraufhin untersuchen konnten. Im Gespräch wurde dabei insbesondere die unterschiedliche Zersetzungsdauer der Stoffe thematisiert. Ein besonderer Fokus lag auf Kunststoff: Die Kinder erfuhren, wie viel Plastik ein Mensch durchschnittlich aufnimmt und setzten sich anschaulich damit auseinander, indem sie die entsprechende Menge in der Größe einer Kreditkarte auf einer Küchenwaage abwogen. 

Eine Woche später unternahmen die Klassen eine Exkursion zum Abfallentsorgungszentrum (AEZ), um sich die Weiterverarbeitung und Entsorgung des Mülls anzuschauen. 

Für das Projekt wurden insgesamt fünf Abende in die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung investiert. Bereits Monate im Voraus begann zudem das Sammeln und Spülen von Gläsern, die für eine anschließende Upcycling-Aktion benötigt wurden. 

Feedback und Ausblick in die Zukunft 

Die Schule war sehr dankbar, dass die Projekttage extern geplant und vorbereitet wurden, wodurch den Lehrkräften der Arbeitsalltag erleichtert, Arbeit abgenommen und sie entlastet werden konnten. Noch ist in Klärung, ob die Durchführung finanziell jährlich für Grundschulen möglich ist. Ein Hindernis war die Kostenübernahme in Höhe von 500 Euro für den Bus. 

Tipps zum Nachmachen  

Um nachträgliche Arbeit und Probleme zu vermeiden, raten die Klimaschutzpat:innen, vorab die Finanzierung bzw. die Förderung des Busses für den Transport der Kinder zu klären.  

 

Kontakt, weiter Informationen, Links  

Name der Kommune: Samtgemeinde Edemissen 

Klimaschutzpat:innen: Alexander Iwasinski, Jan Edler, Anne Lindwedel 

E-Mail: klikks-wep-ag@posteo.de 

Internetseite: https://wep-ag.de/klimaschutzpaten 

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