Maßnahmen
- PVInstallation von Photovoltaikanlagen auf Dach und an Fassaden, die rund 1,5 GWh Strom erzeugen und hierdurch einen Großteil des Gebäudeenergiebedarfs decken. Die Dachbegrünung (75 Prozent der Dachfläche) verbessert die PV-Effizienz durch natürliche Kühlung von unten, sorgt für eine zusätzliche Dämmung des Gebäudes und puffert Schlagregen ab.
- Energieeffiziente Kälte- und Wärmetechnik: Temperaturgesteuerte Kälteerzeugung mit freier Kühlung und Wärmerückgewinnung aus unvermeidbarer Abwärme der Produktion und gebäudetechnischen Anlagen sowie Beheizung über Niedertemperatursysteme mit zwei Wärmepumpen. Wärmepumpen und Kältemaschinen mit natürlichem Kältemittel Propan.
- Wassermanagement: Das Regenwasser wird gesammelt, aufbereitet und genutzt. Es kommt als Prozess-, Kühl- und Brauchwasser zum Einsatz. Auf diese Weise können geschätzt jährlich etwa 12.000 Kubikmeter Trinkwasser eingespart werden
- Intelligente Produktionsprozesse: Bedarfsorientierte Prozesse und automatisierte Abläufe minimieren Energieverluste
- Abschluss von PPAs mit verschiedenen regionalen Windkraftanlagen
Nach einer intensiven Planungsphase begann der Bau im Rahmen einer umfassenden Werksstrukturplanung für das gesamte Firmengelände. Geschäftsführer Norbert Nobbe hebt den Einsatz des Bauprojektteams, das diesen Erfolg mit Leidenschaft und Kompetenz möglich gemacht habe, hervor. Er erklärt: „In den innovativen Energieeffizienz-Systemen unserer neuen Halle wird auch unsere Herangehensweise sichtbar. Schon in der Konzeptphase haben wir Bestehendes hinterfragt, neue Wege eingeschlagen und Standards auf ein höheres Niveau gehoben. Ressourcenschonung und Klimaschutz sind in allen Bereichen unseres Unternehmens zentrale Aspekte unserer Klimastrategie. Dies galt auch für diesen Hallenneubau.“
Die offizielle Einweihung der Produktionshalle fand am 20. Juni 2025 statt. Zukünftige Schritte beinhalten die Installation von Stromspeichern zur weiteren Eigenstromversorgung und die Integration zusätzlicher Optimierungen in bestehenden Hallen. Die bisherigen Gebäude werden im Sinne eines Nachnutzungskonzepts umgestaltet, um Flächen effizient und zukunftsfähig zu nutzen.
Tipps zum Nachmachen
- Ganzheitlich denken: Nachhaltigkeit beginnt in der Planung – Energie, Wasser, Materialfluss und Nutzungskonzepte sollten früh integriert werden!
- Synergien nutzen wie beispielsweise: Kombination von PV-Anlage und Gründach steigert die Effizienz und verringert Betriebskosten, Produktion erzeugt Wärme, Gebäude benötigt Wärme
- Regionale Partnerschaften: Kooperationen mit lokalen Energieerzeugern (z. B. über PPAs) erhöhen die Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit)
- Datenbasierte Steuerung: Automatisierte und sensorbasierte Prozesse senken den Energie- und Ressourcenverbrauch nachhaltig
- Zertifizierung anstreben: DGNB-Standards geben wertvolle Orientierung für nachhaltige Industriegebäude
Kontakt:
Pöppelmann GmbH & Co. KG Kunststoffwerk-Werkzeugbau
Ruth Honkomp-Willenbring
Unternehmenskommunikation
Bakumer Straße 73
49393 Lohne
Germany
Tel: +49 4442 982-1343
RuthHonkompWillenbring@poeppelmann.com
www.poeppelmann.com
Weitere Informationen/Links:
Bericht Eröffnung Halle 43:
Die neue Pöppelmann-Halle ist ein klares Bekenntnis zum Standort Lohne - OM online
Preisverleihung Deutsche Energie-Agentur:
https://www.om-online.de/wirtschaft/die-neue-poeppelmann-halle-ist-ein-klares-bekenntnis-zum-standort-lohne-761310Pöppelmann Newsbeitrag
Preisträgerfilm DENA:
Energy Efficiency Award 2025/Kateg. „Think big“/Pöppelmann GmbH & Co. KG
Information Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB)
Pöppelmann Neubau Halle 43 | DGNB