BMWi-Wettbewerb: Fördereffizienz im Fokus

© Aleksey Stemmer

15.07.2019: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hatte im April diesen Jahres ein Förderinstrument für Energieeffizienz in Unternehmen aufgelegt, das mehrere Neuerungen mit sich bringt. Eine zentrale Änderung: Es handelt sich um einen „Wettbewerb Energieeffizienz“ ist, das heißt, es erhalten jene Unternehmen den Zuschlag, die mit ihren geplanten Maßnahmen die höchste „Fördereffizienz“ erreichen. Diese bemisst sich aus der veranschlagten CO2-Einsparung und der eingesetzten Fördersumme. Die nun zweite Wettbewerbsrunde läuft vom 01. Juli 2019 bis max. 30. September 2019.

Mit dem Wettbewerb Energieeffizienz ist ein Förderinstrument geschaffen worden, mit dem investive Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Unternehmen sowie zur Bereitstellung von Prozesswärme aus erneuerbaren Energien gefördert werden. Die Förderung ist branchen- und technologieoffen, d.h. es können sich Unternehmen aller Rechtsformen und Größen, einschließlich kommunaler Betriebe, mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie Contractoren um die Förderung bewerben.

 

Förderfähige Maßnahmen sind zum Beispiel:

·         Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien

·         Energetische Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen und Prozessen

·         Maßnahmen zur Steigerung der Strom- oder Wärmeeffizienz

·         Verstromung von Abwärme oder außerbetriebliche Abwärmenutzung

·         Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien

·         Erwerb und Installation von Sensorik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

 

Es können eine oder mehrere Maßnahmen in einem Förderprojekt beantragt werden. Dabei kann veraltete Technik erneuert, eine Anlage vorzeitig ersetzt oder um neue energieeffiziente Komponenten ergänzt werden. Entscheidend für das Ranking und damit sie Chance auf eine Förderung ist die Fördereffizienz: Diese setzt die beantragte Fördersumme ins Verhältnis zur erwarteten CO2-Einsparung ("Förder-Euro" pro erreichter CO2-Einsparung pro Jahr). Je höher die Einsparung oder je geringer die beantragte Förderung ist, desto besser ist die Fördereffizienz und damit die Chance, zu den geförderten Projekten einer Wettbewerbsrunde zu gehören.

 

Wettbewerbskriterien und Förderkonditionen

·         Energiekostenbezogene Amortisationszeit ohne Förderung: mindestens vier Jahre

·         Nutzungsdauer: Jede geförderte und in Betrieb genommene Anlage bzw. Technologie ist über die beim Wettbewerb Energieeffizienz angerechnete Nutzungsdauer (mindestens drei Jahre) zweckbestimmt weiter zu betreiben

·         Die Laufzeit der Projekte beträgt maximal drei Jahre. Das Projekt ist auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland umzusetzen.

·         Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung in Form einer Anteilsfinanzierung. Es gilt eine maximale Förderquote von 50 Prozent der effizienzbezogenen Kosten (Investitionsmehrkosten, Nebenkosten und Kosten für die Erstellung oder Bestätigung des geforderten Einsparkonzepts).

·         Die maximale Fördersumme beträgt fünf Mio. Euro pro Investitionsvorhaben.

 

Die aktuelle Wettbewerbsrunde läuft vom 01. Juli 2019 bis max. 30. September 2019. Alle Anträge, die zu einem Wettbewerbsstichtag (Bewerbungsschluss) vollständig und in bewilligungsreifer Qualität vorliegen, werden zur jeweiligen Wettbewerbsrunde zugelassen und entsprechend ihrer Fördereffizienz in ein Ranking eingeordnet.

Gefördert werden absteigend nach dem Ranking alle Projekte, bis das jeweils pro Runde zur Verfügung stehende Budget (in dieser Runde: 7.000.000 Euro) erschöpft ist. Wird das in einer Wettbewerbsrunde zur Verfügung stehende Budget vor dem Stichtag um 50 Prozent überzeichnet, so wird die Runde vorzeitig beendet. Es lohnt sich daher, Anträge zu Anfang einer Wettbewerbsrunde zu stellen.

 

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