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Stichwort: CO2-Bepreisung

Die Diskussion um das Thema CO2-Bepreisung hat im Herbst 2018 eine neue Dynamik erhalten. Unterstützt von den augenscheinlichen Auswirkungen des besonderes trockenen Sommers 2018 sowie der Tatsache, dass die deutschen Klimaziele 2020 bei weitem nicht erreicht werden, formuliert eine wachsende Gruppe unterschiedlicher Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt, dass CO2 ein Preisschild erhalten müsse. 

Sicher, die Einführung neuer Steuern oder Abgaben ist in der Regel nicht sehr populär, aber auch bei den eher kritischen Stimmen scheint sich die Einsicht durchzusetzen, dass der Klimaschutz ohne klare Preissignale nicht auskommt.

Wesentlich wird in der Diskussion die Ausgestaltung sein: Kann es gelingen, eine nationale und für die Bürger dennoch möglichst kostenneutrale Lösung zu finden, oder bedarf es eines europäischen Ansatzes, beim dem der Emissionshandel auf weitere Sektoren ausgedehnt werden sollte.

Wir haben mal einige Stimmen, Analysen und Meinungen zum Thema CO2 Bepreisung gesammelt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

CO2-Bepreisung könnte sinnvoll sein

28.09.2018: In seinem Sonderbericht " Koordination und Steuerung zur Umsetzung der Energiewende durch das BMWi" kritisiert der Bundesrechnungshof u.a. die Vielzahl komplizierter Gesetze und Verordnungen, welche die Energiewende derzeit regeln. Vielmehr sollte die Bundesregierung einen rechtlichen Rahmen und ökonomische Anreize zu umweltverträglichem Verhalten setzen. In Betracht käme dafür z. B. eine allgemeine CO2-Bepreisung. Dadurch könnten verschiedene derzeit zu zahlende Umlagen und Steuern entfallen und auch das bisherige Regelungsdickicht könnte erheblich gelichtet werden. Mehr erfahren

 

©KEAN

 

Sprit, Heizöl und Gas teurer machen, damit Strom billiger und Klimaschutz bezahlbar wird

19.11.2018: Die Agora Energiewende schlägt eine aufkommens-neutrale Reform der Energiesteuern entlang von CO2-Preisen vor. Klimafreundliche Gebäude und Elektromobilität sollen mit mehreren Milliarden im Jahr gefördert werden, ein Fonds soll Härtefälle abfedern.

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©BDI

BDI: "Klimapfade für Deutschland"

Januar 2018: Bereits Anfang 2018 hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat eine umfassende Studie zur Energiewende 2050 vorgelegt. Eine Handlungsempfehlung war u.a. die Einführung einer CO2-Bepreisung (Seite 12/13):

"Um Verbraucher zu einem Wechsel auf niedrig-emittierende Technologien in den Nicht-ETS-Sektoren zu motivieren, sollten entsprechend klare und  kalkulierbare  Preissignale  gesendet  werden.  Dazu könnten z.B.Steuern oder unmittelbare THG-Bepreisungen ebenso wie mengenbasierte Systeme zählen."

Mehr erfahren: BDI Handlungsempfehlungen zur Studie "Klimapfade für Deutschland" (pdf 1 MB)

 

 

 

 

Globale Unternehmen fordern CO2-Mindestpreis

27.11.2018: Als Ergänzung zum EU-Emissionshandelssystem (EU EHS) schlägt eine Gruppe von Unternehmen die Einführung eines europäischen oder regionalen CO₂-Mindestpreises im Energiesektor sowie die Festlegung einer CO₂-Bepreisung für die Transport- und Gebäudesektoren vor. Eine entsprechende ausführliche Studie zeigt, dass ein robusterer Weg zur Dekarbonisierung des Energiesektors möglich ist, wenn sich mehrere Länder zusammenschließen.

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©Leuphana

Höhere Energiepreise schaffen Anreize für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

November 2018: Prof. Dr. Thomas Schomerus von der Leuphansa Universität Lüneburg beschäftigt sich mit der Frage, wie die Energiewende besser gelingen kann. Die stärkere Einbindung der erneuerbaren Energien spielt eine zentrale Rolle. Dafür  müssten fossile Energieträger und deren CO2-Ausstoß eine ehrlicheren Preis erhalten. Die KEAN sprach mit ihm über den Themenkomplex.

 

 

©Olivier

 

Klimaplan für Deutschland und Europa: Ökonomen schlagen CO2-Preisreform vor

03.12.2018: Die UN-Umweltagentur hat sich im November 2018 für eine internationale grüne Steuer-Reform stark gemacht – jetzt haben Ökonomen direkt vor dem Start des Klimagipfels im polnischen Kattowitz ein neues Konzept für eine CO2-Preisrefom in Deutschland und Europa vorgelegt.

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UBA-Gutachten: CO2-Bepreisung als Teil einer Reform der Erneuerbaren-Finanzierung

August 2018: Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Finanzierung der Förderung erneuerbarer Energien zu reformieren und gerechter zu machen. Danach soll künftig auch der Verbrauch von Öl, Kohle, Gas, Diesel und Benzin in Abhängigkeit ihrer CO2-Emissionen besteuert werden.

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Umweltministerkonferenz der Länder fordert CO2-Bepreisung

09.11.2018: Die Umweltminister der Länder fordern die Bundes-regierung erneut auf, einen Vorschlag für eine CO2-Bepreisung vorzulegen, die in allen Sektoren (Stromerzeugung, Wärme und Mobilität) wirksam ist und verfassungs- und europarechtskonform umgesetzt werden kann.

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©dena

Geschäftsführer der dena fordert CO2-Steuer

24.11.2018: In einem Interview mit dem Handelsblatt fordert Andreas Kuhlmann eine Energiesteuerreform mit einem starken Fokus auf CO2-Reduktion. „Die Besteuerung von CO2 sollte langsam aber verlässlich aufwachsend sein und im Gegenzug müssen andere Abgaben und Umlagen im Energiebereich abgebaut werden“, sagt er.

Zum Interview mit dem Handelsblatt

 

 

 


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TV-Beitrag

Der Report aus München hat am 04.12.2018 einen Beitrag zu den Herausforderungen der Energiewende ausgestrahlt.

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