Dezentral und erneuerbar: Hauseigentümer sehen Solarenergie als ihren Beitrag zur Energiewende

© Dawin Meckel

27.06.2019: Das Interesse an einer Solaranlage zur Wärme- und Stromerzeugung steigt in Niedersachsen weiter stark an. Abzulesen ist dies an den aktuell hohen Anmeldezahlen für eine Solarberatung.  Von April bis Juni ließen sich in Niedersachsen mehr als 1500 Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer für einen Solar-Check registrieren.  Diese unabhängige Beratung wird gemeinsam von der Klimaschutz-und Energieagentur Niedersachsen, der Verbraucherzentrale und regionalen Partnern angeboten. 

Dabei wird vor Ort geprüft, ob und wie Solarenergie im eigenen Wohnhaus zum Einsatz kommen kann. Das Interesse für die Beratung begründen die Hauseigentümer vielfach mit dem Wunsch einen Beitrag zur Energiewende zu leisten und den Strom- und Wärmebedarf im Haus zu einem guten Teil mit einer erneuerbaren Energie zu decken. Als Vorteil wird erkannt, dass mit solarer Wärme und Solarstrom die Energie dort gewonnen wird, wo sie auch verbraucht wird, nämlich im eigenen Haus.

„Solarenergie hat den großen Vorteil, dass sie dezentrale Energieversorgung ermöglicht“, erläutert Barbara Mussack von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen. Auf fast allen Dächern könnten Solarkollektoren für Wärme und Solarmodule für die Stromerzeugung platziert werden. Der Eigenverbrauch stehe auch beim Strom im Vordergrund. Der überschüssige Strom könne eingespeist werden und bringe keine Probleme für die Stromnetze. „Netzbetreiber wie die EWE Netz bestätigen, dass sie auch in Zeiten von viel Sonnenschein und damit hohen Einspeisungen gut zurechtkommen.“ Ein Ausbau der Verteilnetze sei nicht erforderlich, technische Lösungen wie regelbare Ortsnetztransformatoren bereits eingeführt.

Neben den Solarwärmeanlagen sind in Niedersachsen bereits rund 4000 Megawatt (MW) Solarstrom installiert. 2018 wurden 208 MW neu installiert. „Dieser positive Trend wird sich nach unserer Einschätzung weiter verstärken“, erläutert Barbara Mussack,

Eine gute Basis für eine Entscheidung ist das Beratungsangebot Solar-Check. Am 30. Juni enden die Beratungskampagnen in den teilnehmenden Regionen. Nach den Sommerferien startet die zweite Beratungsrunde. Einen Überblick über die teilnehmenden Regionen und die Telefonnummern für die Anmeldung finden Sie hier.