Neues Forschungsprojekt soll den Betrieb von Heiztechnik in Mehrfamilienhäusern verbessern

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01.06.2018: Auf den Gebäudebereich entfallen rund 35 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs. Um diesen Verbrauch zu verringern ist neben Verbesserungen an der Gebäudehülle der effiziente Betrieb von Heizanlagen ein entscheidender Faktor. Mehr als 50 Prozent der Wohnungen Deutschlands befinden sich in Mehrfamilienhäusern. In diesen wird die Heizwärme meist zentral zur Verfügung gestellt. Hier setzt ein neues Forschungsprojekt (FeBOp) an, in dem das Institut für Solarenergieforschung, der enercity-Fonds proKlima, Corona Solar und die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen zusammenarbeiten.

In Kooperation mit Unternehmen der Wohnungswirtschaft wird eine Methode zur permanenten und automatisierten Analyse des Endenergieverbrauchs für Wärme in Heizzentralen von Mehrfamilienhäusern entwickelt und in der Praxis erprobt. Ziel ist es, ein Messsystem zu erhalten, mit dessen Hilfe die Wohnungsunternehmen und die für sie tätigen Dienstleister und Handwerker die Effizienz der Heizungssysteme selbst bewerten, Einsparmaßnahmen wirksam umsetzen und den Betrieb optimieren können.

Die geplante Methode basiert auf einer kostengünstigen, einfach zu installierenden Messtechnik in den einzelnen Gebäuden sowie einem zentralen Monitoringsystem. Dazu wird in rund 50 Mehrfamilienhäusern ein Messsystem installiert. Mit Hilfe der erfassten Daten werden Analysemethoden entwickelt, die auf Basis von Ist-Soll-Vergleichen die Effizienzkennzahlen des Anlagenbetriebes bestimmen.

Die Erkenntnisse werden offen kommuniziert, um die Energieeinsparung in Gebäuden durch eine fundierte Darstellung wirksamer und kosteneffizienter Maßnahmen zu unterstützen. Wir werden Sie daher zukünftig über neue Erkenntnisse und Entwicklungen des Projekts informieren.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner bei der KEAN:

Gerhard Krenz

0511 89 70 39-22

gerhard.krenz [at] klimaschutz-niedersachsen.de