Klimaschutzmanagerinnen und –manager mit starkem Netzwerk in Niedersachsen

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16.01.2020: Am 13. und 14. Januar 2020 trafen sich fast 80 niedersächsische Klimaschutzmanagerinnen und –manager (KSM) zu ihrem jährlichen Erfahrungsaustausch. Im Laufe der Jahre hat sich ein starkes KSM-Netzwerk entwickelt, das von der KEAN initiiert und weiterhin begleitet wird. Und die Dynamik hält an, obwohl die Bundesförderung für viele KSM der ersten Stunde inzwischen ausgelaufen ist. Immerhin rund ein Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Treffens haben ihre Arbeit erst im Jahr 2019 aufgenommen und waren neu in dem Kreis.

Für die Kommunen sind die Themen Klimawandel und Klimaschutz sehr aktuell, da sich die Klimawandelfolgen zunehmend und in vielfältiger Weise auf das Leben in den Kommunen auswirken. Hitzeperioden, Überschwemmungen, Ernteausfälle, die angestrebte Klimaneutralität bis 2050, der Ausbau Erneuerbarer Energien oder auch das Ende der fossilen Brennstoffe, all diese Aspekte betreffen die Daseinsvorsorge, für die die Kommunen zuständig sind. Auch aus der Bevölkerung wird der Wunsch nach verstärkten Klimaschutzbemühungen verstärkt an die Kommunen herangetragen, wie die Anträge auf die Ausrufung von Klimanotständen zeigen.

Themen des diesjährigen Erfahrungsaustausches waren u.a. bauliche Standards in Neubaugebieten, die über die EnEV hinausgehen. Der Vortrag des Architekten Burkhard Schulze-Darup machte deutlich, dass hohe energetische Baustandards (KfW 40 und Passivhaus) auch kurzfristig wirtschaftlich günstiger dastehen als Gebäude, die gerade den EnEV Standard  einhalten. Aus erster Hand stellten Frau Dr. Wittan und Herr Barkowsky vom Projektträger Jülich noch einmal die Möglichkeiten für die Beantragung von Fördermitteln aus der Kommunalrichtlinie vor. 

Für angeregte Diskussionen sorgte der Beitrag von Dr. Henning Austmann zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die den Klimawandel und den Biodiversitätsverlust befördern und den notwendigen Konsequenzen, die sich für die Gesellschaft aus diesen Entwicklungen ergeben. Die kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -manager nutzten das Treffen auch um ihre Klimaschutzprojekte vorzustellen und ihre Erfahrungen darüber auszutauschen.

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