Ergebnisse aus den Erstberatungen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement in Kommunen

09.08.2019: In der Zeit von September 2018  bis März 2019 erhielten zehn niedersächsische Kommunalverwaltungen eine kostenfreie Erstberatung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement. Ziel war es, die Verkehrsmittelwahl der Beschäftigten hin zu umweltfreundlicheren Alternativen mit Unterstützung des Arbeitgebers zu erleichtern. Die Erstberatungen waren ein Teilprojekt eines DBU Projektes, das gemeinsam mit der U.A.N. und der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wurde. Die KEAN hat die Ergebnisse der Beratungen und aus dem Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Kommunen zusammengefasst und ausgewertet.

Die Kommunen sind für das Handlungsfeld „Mobilität“ zentrale Akteure, da sie die entscheidende Planungsinstanz für die Ausgestaltung von Straßen und Wegen innerhalb der Kommune sind und sie gestalten das Angebot des ÖPNV maßgeblich mit. Weiterhin sind sie selber Arbeitgeber, die einen eigenen Fuhrpark bedienen und deren Beschäftigte über Dienstreisen und Wege zur Arbeit das Verkehrsgeschehen vor Ort mit prägen. Denn fast 80 Prozent des Berufsverkehrs erfolgt nach Zahlen des Umweltbundesamtes mit dem PKW.

Mit der Erstberatung zum betrieblichen Mobilitätsmanagement sollten beispielhaft Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie diese Wege nachhaltiger gestaltet werden können. 

Ergebnisse                                        

Insgesamt kann festgestellt werden, dass es in den beteiligten Kommunen bereits eine Sensibilität für das Thema  „Nachhaltige Mobilität“ gab. Das zeigt sich in der Beschaffung von Elektrofahrzeugen für die Verwaltung und die Teilnahme an der Aktion Stadtradeln. Schließlich beweist schon die Teilnahme an der Erstberatung „betriebliches Mobilitätsmanagement“, dass die Kommunen an der Thematik interessiert sind.

Der Erfahrungsaustausch unter den teilnehmenden Kommunen zeigte allerdings, dass es in den Verwaltungen kein Personal für diese Thematik gibt und dass daher auch niedrigschwellige Maßnahmen wie z.B. die Priorisierung der Parkplatzvergabe oder auch die Einführung eines Begrüßungspaketes mit Hinweis auf den ÖPNV und Radwege nicht direkt umgesetzt werden.

Die Erfahrungen aus dem Projekt zeigen deutlich: Es braucht weitere Unterstützungsangebote und Informationen von Land und Bund für die Einführung einer klimafreundlichen Mobilität in den Kommunen Niedersachsens.

Die wichtigsten Ergebnisse der zehn Erstberatungen und des Erfahrungsaustausches werden im Ergebnisbericht (PDF) dargestellt.