Nachlese Fachveranstaltung "Kommunalen Klimaschutz finanzieren: Mit wenig Geld viel erreichen" mit feierlichem Auftakt zum Wettbewerb „Klima kommunal 2018“

© Stefan Koch

Am 23.10.2017 wurde im Landesmuseum Hannover der Frage nachgegangen, wie eine Kommune auch mit wenig Geld möglichst viel zum Klimaschutz beitragen kann. Im Anschluss wurde der Wettbewerb Klima kommunal 2018 feierlich eröffnet.

Neben den klassischen Förderprogrammen aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative und des Landes Niedersachsen ging es bei der Veranstaltung um weitere Finanzierungsinstrumente für den kommunalen Klimaschutz. Aus verschiedenen niedersächsischen Kommunen wurden Möglichkeiten und praktische Erfahrungen vorgestellt.

Überblick und Beispiele aus niedersächsischen Kommunen

Die Masterplanmanagerin der Stadt Osnabrück, Birgit Rademacher, stellte die Finanzierungsinstrumente ihrer Kommune für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen vor und gab so einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung, die im Anschluss durch Beispiele aus verschiedenen niedersächsischen Kommunen näher erläutert wurden:

Dr. Marco Trips, Präsident des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds, stellte die Erfahrungen der Stadt Sehnde mit dem Energiespar-Contracting für kommunale Liegenschaften vor und wägte die Vor- und Nachteile ab. Horst Roch, Masterplanmanager des Landkreises Schaumburg stellte dar, wie wertvoll die Einbindung von ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis ist. So können trotz kleinen Budgets vielfältige Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Stadtrat Markus Moßmann aus der Hansestadt Lüneburg erläuterte wie die Beschaffungsrichtlinie der Stadt die Anschaffung von Elektrofahrzeugen ermöglicht und was dabei zu beachten ist. Oliver Waltenrath vom Landkreis Harburg zeigte auf, wie mit Energiesparmodellen für Schulen, die eine Beteiligung der Schulen an den eingesparten Kosten vorsehen, mit vergleichsweise geringen Mitteln Einspareffekte durch Verhaltensänderungen erzielt werden können.

Förderprogramme und neue Antragshilfe für Kommunen

Die Diskussion über die Förderprogramme von Bund und Land wurde sehr lebhaft geführt. Insbesondere kamen Schwierigkeiten bei den Antragsverfahren zur Sprache. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bietet für niedersächsische Kommunen daher das Angebot einer Antragshilfe für Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), konkret für die Programme „Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte“, „Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“ und „Kurze Wege für den Klimaschutz“. Dieses Angebot wurde bei der Veranstaltung erstmals von Anke Kicker vorgestellt.

Details zu den hier erwähnten Beiträgen können Sie den Vortragspräsentationen im grauen Kasten rechts entnehmen.

Wettbewerb Klima kommunal 2018 eröffnet

Im Kreis der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus niedersächsischen Kommunen wurde im Anschluss an den fachlichen Austausch die fünfte Runde des Wettbewerbs "Klima kommunal" feierlich eröffnet. Dr. Christian Jacobs aus dem Niedersächsischen Umweltministerium betonte im Rückblick auf die vergangenen vier Wettbewerbsrunden, dass sich seither in Sachen Verpflichtung für den Klimaschutz schon viel getan habe. Nun gebe es mit der niedersächsischen Klimaschutzstrategie ein gemeinsam erarbeitetes Ziel, auf das hingearbeitet werde. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, Landrat Bernhard Reuter, erläuterte die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Wettbewerbs und rief die Kommunen zur zahlreichen Teilnahme auf: nicht nur die „Stammkunden“, sondern auch die „Neulinge“.
Mehr zum Wettbewerb erfahren Sie hier.

Veranstaltungsimpressionen

Fotos: Stefan Koch