Langfristig entwickelt sich AquaDuctus damit zu einem zentralen Baustein eines europäischen Wasserstoffverbundnetzes. Als Teil des European Hydrogen Backbone wird das Projekt zur Vernetzung von Erzeugungs- und Verbrauchszentren in Europa beitragen und die Integration der Nordseeanrainerstaaten vorantreiben. Parallel wurden auch international Fortschritte erzielt: In den Niederlanden konnte mit dem Projekt PosHYdon kürzlich erstmals die Offshore-Wasserstoffproduktion erfolgreich demonstriert werden.
Das technische Konzept von AquaDuctus setzt auf eine kombinierte Erzeugung sowie den Transport von Strom und Wasserstoff. Studien zeigen, dass solche kombinierten Anschlusslösungen kosteneffizienter sind als reine Stromtransportlösungen und gleichzeitig nur geringfügig höhere Kosten verursachen als reine Wasserstoffpipelines. Gleichzeitig erhöhen sie die Flexibilität und eröffnen zusätzliche Erlöspotenziale.
AquaDuctus ist als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) eingestuft und wird durch den Bund sowie das Land Niedersachsen gefördert. Auch bei der Planung wurden wichtige Fortschritte erzielt: Untersuchungen belegen, dass die geplante Tunnelbauweise mit einer Trassenführung über Norderney die geringsten Auswirkungen auf den Nationalpark Wattenmeer sowie auf die Schifffahrt erwarten lässt. Vor diesem Hintergrund wurde auf eine Raumverträglichkeitsprüfung verzichtet.
Mit dem Start der Baugrunduntersuchungen wird nun ein entscheidender Schritt in Richtung Realisierung dieses Schlüsselprojekts für die Energiewende und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Niedersachsen und Europa gemacht.