Die Jade-Weser-Region bietet dafür günstige Voraussetzungen. Dazu zählen insbesondere der Zugang zu On- und Offshore-Windenergie, ein leistungsfähiger Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven, vorhandene Kavernenspeicher sowie bestehende Energieinfrastruktur. Auf dieser Grundlage entsteht ein vernetztes System aus Importterminals für Wasserstoff und dessen Derivate (über Schiffe und Pipelines), Elektrolyseanlagen, Ammoniak-Crackern, Speichern und Anlagen zur Rückverstromung.
Für mehr als 30 Projekte liegen bereits konkrete Konzepte vor. Die technischen Lösungen sind verfügbar und grundsätzlich besteht Investitionsbereitschaft. Allerdings fehlt es derzeit noch an tragfähigen Geschäftsmodellen, um Teile der erforderlichen Investitionen abzusichern. Insbesondere die bislang geringe Nachfrage und die noch hohen Produktionskosten bremsen den Markthochlauf von Wasserstoff – sowohl in Wilhelmshaven als auch bundesweit.
Mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 besteht daher weiterhin Handlungsbedarf. Entscheidend für die Umsetzung der Projekte sind verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen, gezielte Investitionsanreize sowie ein beschleunigter Ausbau der Netzinfrastruktur.