Abstandsreglungen zu Brandschutzwänden

Erleichterung für Dachabstände von PV-Anlagen in Sicht

Nach dem Beschluss der Bauministerkonferenz vom September 2022 können PV-Anlagen schon bald näher an das Nachbardach heranrücken. Demnach soll der Mindestabstand zur Brandschutzwand künftig nur noch 50 cm betragen, auch für konventionelle Glas-Folien-Module. Das ist vor allem für Reihen- und Doppelhäuser von Vorteil, die wegen der geltenden niedersächsischen Vorschriften bislang in der Regel 1,25 Meter Abstand halten müssen. Allerdings bedarf es noch einer Reihe von Schritten bis die Regelung in niedersächsisches Recht umgesetzt ist.

Nach Auskunft des niedersächsischen Bauministeriums ist es im Vorgriff auf die künftige Vereinfachung aber schon jetzt möglich, beim örtlichen Bauamt die Zustimmung zum verringerten Abstand einzuholen und die Anlage entsprechend zu installieren.

Bislang dürfen gemäß der Allgemeinen Niedersächsischen Durchführungsverordnung zur Niedersächsischen Bauordnung nur PV-Anlagen, deren Außenseiten und Unterkonstruktionen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen mit 50 cm Abstand gebaut werden. Darunter fallen nur die Glas-Glas-Module, die deutlich teurer in der Anschaffung sind. Die gängigen Glas-Folien-Module müssen nach aktueller Regelung 1,25 Meter von der Brandschutzwand zum Nachbarn entfernt bleiben.

Mit der geplanten Neuregelung wird ermöglicht, die Dachflächen von Reihen- und Doppelhäusern besser auszunutzen.

Kontakt

Barbara Mussack

0511 897039 14
barbara.mussack [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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