Das EEG ist eine Erfolgsgeschichte – davon ist Prof. Dr. Thomas Schomerus überzeugt. Seit seiner Einführung hat es entscheidend dazu beigetragen, erneuerbare Energien im deutschen Stromsystem zu etablieren: Heute stammen bereits mehr als 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Doch gerade dieser Erfolg stellt das EEG vor neue Herausforderungen. Denn das Stromsystem hat sich grundlegend verändert: Wind- und Solarenergie sind keine Nischentechnologien mehr, sondern prägen zunehmend die Stromversorgung. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Netze, Flexibilität und die Vermarktung des erneuerbaren Stroms.
Was also muss ein Förderinstrument leisten, wenn erneuerbare Energien längst im Zentrum des Stromsystems stehen?
Im Interview blickt Prof. Schomerus zunächst zurück auf die Entstehung des EEG und erläutert, welches Problem das Gesetz ursprünglich lösen sollte. Er spricht über die vier Grundprinzipien des EEG, die Bedeutung der Bürgerenergie und die Rolle des Gesetzes beim Ausbau der erneuerbaren Energien.
Anschließend geht es um die Kritik am bisherigen Fördersystem: Wie haben sich die hohen Einspeisevergütungen ausgewirkt? Wer hat sie finanziert? Und welchen Anteil hat das EEG tatsächlich an den heute hohen Strompreisen?
Im Mittelpunkt steht schließlich die Frage, wie das EEG an die neue Realität des Energiesystems angepasst werden kann. Schomerus erläutert mögliche neue Instrumente legt dar, wie sich die Förderung stärker am Markt und an den vorhandenen Netzkapazitäten orientieren könnte.
Auch den aktuellen Kabinettsentwurf zur Weiterentwicklung des EEG nimmt er unter die Lupe und benennt Punkte, die er für sinnvoll hält, ebenso wie offene Fragen und mögliche Risiken.
Das vollständige Interview mit Prof. Dr. Thomas Schomerus gibt es hier als Audiobeitrag.