Etwa ein Fünftel der energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland gehen auf das Konto des Verkehrssektors. Ein Großteil davon stammt aus dem motorisierten Individualverkehr. Für eine erfolgreiche Mobilitätswende müssen umweltfreundliche Alternativen wie der öffentliche Personennahverkehr und der Radverkehr stärker ausgebaut werden. Das Fahrradmobilitätskonzept Niedersachsen schlägt in diesem Zusammenhang knapp 50 Maßnahmen vor, wie der Radverkehr in Niedersachsen gestärkt werden kann. Dazu zählt beispielsweise der verstärkte Ausbau von Radwegen sowie Investitionen in Abstellplätze und fahrradfreundliche Ampeln, aber auch die Förderung von Kommunen beim Wettbewerb STADTRADELN oder die Förderung der Anschaffung von Lastenrädern.
Eine sichere und attraktive Fahrrad-Infrastruktur ist entscheidend dafür, dass mehr Menschen vom motorisierten Individualverkehr auf das klimafreundliche Fahrrad umsteigen. Beim Auf- und Ausbau übernehmen die Kommunen eine wichtige Rolle – hierbei sollen sie vom Bund und vom Land Niedersachsen durch verbesserte Förderungen unterstützt werden:
Der Bund unterstützt die Länder und die Kommunen u. a. mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land", für das in Niedersachsen ca. 65 Mio. Euro bis 2023 zur Verfügung stehen. Die entsprechende Förderrichtlinie wird aktuell erarbeitet. Eine FAQ-Liste steht bereits auf der Seite der NBank bereit.
Darüber hinaus will das Land künftig alle kommunalen Radverkehrsmaßnahmen nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) einheitlich mit bis zu 75 Prozent vom Land fördern. Bislang lag der Fördersatz in Abhängigkeit vom Steueraufkommen der Kommune zwischen bis zu 60 und bis zu 75 Prozent.