Hydraulische Einbindung als entscheidender Faktor
In den Auswertungen wurden verschiedene Betriebsweisen analysiert und dabei zwischen einem Takt und 15 820 Takte der Wärmepumpen innerhalb eines Jahres ermittelt. Dabei zeigte sich, dass die Takthäufigkeit der Wärmepumpen in der untersuchten Stichprobe nicht mit der Überdimensionierung korreliert. Vielmehr wurden die hydraulische Einbindung der Wärmepumpe (und des Pufferspeichers) und die Regelung des Heizungssystems als entscheidende Faktoren für die Taktzahlen ermittelt.
In der Praxis werden derzeit eine große Zahl unterschiedlicher Hydraulikschemata und Regelungsstrategien eingesetzt. Ein Fokus der Leitlinien für Wärmepumpen im Gebäudebestand der Wärmepumpen-Initiative Niedersachsen ist es daher, möglichst einfache und robuste Lösungen für die Einbindung von Wärmepumpen vorzustellen. Ansatzpunkte sind hierbei die getrennte Betrachtung von Trinkwassererwärmung und Raumheizung in der Planung, die Dezentralisierung der Trinkwassererwärmung sowie die Nutzung parallel eingebundener Pufferspeicher für die Raumheizung. Detaillierte Empfehlungen für die Systemeinbindungen finden sich zudem im Hydraulikleitfaden des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP).
In Summe sind robuste und einfache Hydraulikschemata der Schlüssel zu einem effizienten (und damit wirtschaftlichen) und langlebigen Betrieb von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden.
Mehr zur Wärmepumpen-Initiative Niedersachsen
Die Wärmepumpen-Initiative Niedersachsen (WIN) fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Fachwissen zu verbreiten. Sie arbeitet an der Entwicklung und Analyse von Wärmepumpen-Technologien sowie an der Überwindung praktischer Hemmnisse. Durch gezielten Wissenstransfer unterstützt WIN Handwerk, Energieberater, Planer und Anwender. Mehr erfahren