Auswertung für die niedersächsischen Landkreise

Heizwärmebedarf in Niedersachsen

Zum Frühjahr wird häufig auf den Heizenergieverbrauch der vergangenen Heizperiode geblickt. Schwankungen im Verbrauch sind dabei nicht immer auf Effizienz-Maßnahmen, das Heizverhalten oder einen Wechsel der Anlagentechnik zurückzuführen, sondern schlicht auf unterschiedlich kalte oder milde Winter und entsprechend höhere oder niedrigere Heizwärmebedarfe. Ohne Berücksichtigung der Außentemperatur während der Heizperiode lassen sich Einsparungen oder Mehrverbräuche daher kaum belastbar bewerten. 

Im Rahmen unserer Auswertung haben wir für jedes Jahr die Durchschnittstemperatur im jeweiligen Landkreis während der Heizsaison (1. September bis 30. April) ermittelt. Die Auswertung basiert auf Daten des Deutschen Wetterdienstes. Aus diesen Daten wurde zusätzlich eine regionale Referenztemperatur in der Heizperiode (durchschnittliche Außentemperatur während der Heizperiode in den Jahren 1990–2020) gebildet.

Über den Vergleich mit der Referenztemperatur lässt sich für jeden Landkreis abschätzen, wie stark sich der Heizwärmebedarf relativ verändert hat, basierend auf den Außentemperaturen der letzten Jahre (Referenz = 100 %). Das macht unmittelbar sichtbar, ob Veränderungen des Heizwärmebedarfs auf ein anderes Nutzungsverhalten bzw. auf Veränderungen bei der Heizungstechnik oder schlicht auf die Außentemperaturen zurückzuführen sind (wärmere oder kältere Winter)

 

Nutzen der Aufstellung
Die Methode stellt außentemperaturbedingte Veränderungen des Heizwärmebedarfes dar und entkoppelt so wetterbedingte Effekte vom tatsächlichen Verbrauchsverhalten und von Anlageneinflüssen: Der Vergleich zwischen Heizwärmebedarf und Heizenergieverbrauch zeigt, ob ein veränderter Heizenergieverbrauch auf einen besonders hohen oder niedrigen Heizwärmebedarf des Jahres oder auf Maßnahmen wie einen Wärmeerzeugerwechsel zurückzuführen sind. Die Prozentangaben sind leicht interpretierbar und eignen sich gut für Monitoring, Plausibilitätsprüfungen und kommunizierbare Berichte.

 

 

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