Um den Rechner praxisnah weiterzuentwickeln, wurde ein Feedback-Workshop mit Vertreter:innen von Energieagenturen und Kommunen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass insbesondere die Bewertung der Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer von großem Interesse ist. Der Excel-basierte Wärmepumpenrechner unterstützt dies, indem er Investitions- und Betriebskosten sowie die daraus resultierenden Gesamtkosten über den Betrachtungszeitraum darstellt.
Wie wichtig dieser Blick auf die Gesamtkosten ist, verdeutlicht das Beispiel eines kommunalen Gebäudes: Aufgrund der hohen Investitionskosten für eine Wärmepumpe wurde zunächst der Einbau eines Gaskessels befürwortet. Bei Berücksichtigung der Betriebskosten zeigt sich jedoch: Bereits nach rund sechs Jahren summieren sich diese derart auf, dass sich der Einbau einer investitionsintensiveren Wärmepumpe selbst unter vergleichsweise ungünstigen Betriebsbedingungen lohnt. Und auch bei anderen kommunalen Gebäuden zeigt sich immer wieder, dass verminderte Betriebskosten die Mehrinvestitionen in eine Wärmepumpe nach etwa 10 Jahren ausgleichen.
Bei einem Kindergarten zeigt der Rechner erhebliche Einsparpotenziale: Die jährlichen Energiekosten können durch den Einsatz einer Wärmepumpe um etwa 50 Prozent reduziert werden. Gerade bei kommunalen Gebäuden mit langen Nutzungszeiträumen wird deutlich, dass eine reine Betrachtung der Investitionskosten häufig zu kurz greift.
Der Wärmepumpenrechner befindet sich weiterhin in der Entwicklung. Schon jetzt zeigt sich jedoch sein großer Nutzen für die Beratung und die fundierte Entscheidungsfindung bei der Wahl zukünftiger Heizsysteme.
Die Fertigstellung des Excel-Rechners ist zu den Wochen der Wärme im September 2026 vorgesehen.