Um diese Hürde abzubauen, entwickelt die KEAN derzeit einen Wärmepumpen-Rechner. Das Tool richtet sich sowohl an Gebäudeeigentümer:innen als auch an Energieagenturen, Energieberater:innen, Handwerksbetriebe und Planungsbüros für ihre Beratungspraxis. Mit wenigen Eingaben ermöglicht es eine erste Bewertung verschiedener Heizsysteme für ein konkretes Gebäude. Die erforderlichen Daten sind in den meisten Fällen ohne größeren Aufwand verfügbar.
Der Rechner vergleicht Wärmepumpen mit unterschiedlichen Alternativen. Dazu zählen fossile Heizkessel, nachhaltige Wärmeerzeuger wie Pelletheizungen und Fernwärme sowie bivalente Systeme mit Wärmepumpe und Heizstab oder Wärmepumpe in Kombination mit einem bestehenden Heizkessel.
Betrachtet werden sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte. Neben Effizienz und CO₂-Emissionen fließen auch Investitions- und Energiekosten (Nutzereingaben) in die Bewertung ein. Nutzer:innen können dafür optimalerweise individuelle Angebotspreise sowie Preise für Strom, Gas, Öl, Pellets oder Fernwärme hinterlegen.
So entsteht eine Ersteinschätzung, wann sich die investiven Mehrkosten für ein Wärmepumpensystem gegenüber einem (fossilen) Vergleichssystem durch geringere Betriebskosten refinanzieren können - und ob eine vertiefende Fachplanung sinnvoll ist.
Gleichzeitig unterstützt das Tool Beratende und Planende dabei, Erstgespräche effizienter und zielgerichteter zu führen. Die Berechnungen schaffen eine gemeinsame Grundlage für die weitere Beratung.
Der Excel-basierte Rechner befindet sich derzeit in der Testphase. Leser:innen unseres Newsletters, die sich beruflich mit dem Thema befassen, sind herzlich eingeladen, den Rechner zu testen. Mit Ihrem Feedback helfen Sie dabei, die Praxistauglichkeit und Nutzbarkeit des Werkzeugs weiter zu verbessern.
Wer Interesse hat, das Tool zu testen, kann sich unter waermepumpe@klimaschutz-niedersachsen.de melden.