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Solarenergie in Kommunen

"Schaumburger Modell" bringt PV-Anlagen auf Schuldächer

Der Landkreis Schaumburg will den Ausbau von Solaranlagen auf Schuldächern vorantreiben und hat in den vergangenen Jahren ein interessantes Modell entwickelt: Das „Schaumburger Modell". Ziel ist es, Schulen in finanzschwachen Kommunen mit Solarstromanlagen auszustatten, die den grünen Strom direkt vor Ort nutzen und dadurch ihre Kosten senken.

Schuldächer sind zumeist großflächig und eignen sich gut für die Nutzung von Photovoltaik (PV). Der Bau von PV-Anlagen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Schule und auch finanziell besonders vorteilhaft. Denn im Gegensatz zu Privathaushalten, die in der Regel eine Eigenverbrauchsquote von ca. 30 Prozent erreichen, kann diese bei schulischen PV-Anlagen Eigenverbrauchsquoten bis zu 95 Prozent betragen. Grund hierfür ist, dass in den Schulen der Solar-strom tagsüber genutzt wird – also zu der Zeit, in der er erzeugt wird. Im Sommer muss entsprechend kaum Strom aus dem Netz teuer „zugekauft" werden.

Es gibt also viele gute Gründe, Photovoltaikanlagen auf Schuldächern zu installieren. Doch um die Anlagen auf die Schuldächer zu bringen, sind zunächst Investitionen nötig, die gerade von finanzschwachen Kommunen häufig nicht zu bewerkstelligen sind.

Die Schulen im Landkreis Schaumburg erhalten über Investoren PV-Anlagen. Diese finanzieren und installieren die Anlagen. Der dort produzierte Strom wird jedoch nicht ins öffentliche Netz eingespeist, sondern soweit wie möglich direkt von den Schulen genutzt.

Weitere Informationen zum „Schaumburger Modell

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