Verbundprojekt BEEKOMM startet

Unterstützung für Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien

Wie lassen sich Windenergie- und Freiflächen-Photovoltaikprojekte in Kommunen schneller und besser umsetzen? Und wie gelingt es, die Akzeptanz vor Ort zu stärken? Die KEAN ist Partner in einem neuen Verbundprojekt, das genau hier ansetzt: BEEKOMM – Beschleunigung des Ausbaus von erneuerbaren Energien in Kommunen, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). 

BEEKOMM unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise ganz konkret dabei, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen – mit praxisnahen Angeboten rund um Beteiligung, Kommunikation und Qualifizierung. Ziel ist es, kommunale Akteur:innen frühzeitig zu stärken und Prozesse vor Ort zu erleichtern. 

Unterstützung, die in der Praxis ankommt 

Viele Kommunen stehen beim Ausbau erneuerbarer Energien vor ähnlichen Herausforderungen: begrenzte personelle Ressourcen, komplexe fachliche Anforderungen oder auch Konflikte vor Ort. BEEKOMM setzt genau hier an. 

Im Projekt werden unter anderem: 

  • passende Dialog- und Beteiligungsformate entwickelt,  
  • Schulungs- und Qualifizierungsangebote bereitgestellt,  
  • und Kommunen direkt bei konkreten Vorhaben unterstützt.  

So sollen Planungs- und Umsetzungsprozesse partizipativer gestaltet und gleichzeitig beschleunigt werden. 

Bundesweiter Austausch – mit Blick auf die kommunale Praxis 

Ein besonderer Mehrwert von BEEKOMM liegt im bundesweiten Verbund: Mehrere Landesenergieagenturen und vergleichbare Einrichtungen arbeiten erstmals gezielt zusammen, um ihre Erfahrungen im Ausbau der erneuerbaren Energien zu bündeln und weiterzuentwickeln. Neben der KEAN sind sieben weitere Landesenergieagenturen beteiligt: 

  • die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA-BW), 
  • die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH (LEA Hessen), 
  • die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA MV), 
  • NRW.Energy4Climate GmbH, 
  • die saarländische IZES gGmbH, 
  • die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH sowie 
  • die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA). 

Für Kommunen bedeutet das: Sie profitieren nicht nur von regionaler Unterstützung, sondern auch von erprobten Ansätzen aus anderen Bundesländern. Ziel ist es, gute Lösungen schneller in die Breite zu bringen. 

KEAN bringt Erfahrung aus Niedersachsen ein 

Die KEAN bringt ihre langjährige Erfahrung in der Begleitung von Kommunen in das Projekt ein – von der fachlichen Einordnung über Beratungsangebote bis hin zur Unterstützung bei Kommunikation und Beteiligung. 

„Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur eine Frage von Know-How und Flächenverfügbarkeit, sondern auch von Vertrauen, Beteiligung und guter kommunaler Praxis. In BEEKOMM wollen wir zeigen, wie Land und Kommunen noch wirksamer zusammenarbeiten können, um genau diese Grundpfeiler zu stärken. Das Projekt bündelt Erfahrungen aus mehreren Bundesländern und macht sie für Kommunen nutzbar“, sagt Lothar Nolte, Geschäftsführer der KEAN. 

Projektleitung: Erfahrung aus der kommunalen Praxis 

Das Projekt steht unter der Leitung von Kai Wittke. Er bringt umfassende Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit Kommunen in Niedersachsen mit und war unter anderem im Verbundprojekt „Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen – KlikKs “ tätig. 

„BEEKOMM ist eine gute Gelegenheit, unsere Erfahrungen mit den kommunalen Akteuren in Niedersachsen mit den Perspektiven der anderen Verbundpartner zu verbinden“, so Kai Wittke. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam gute Impulse für den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen.“ 

Niedersachsen als erfahrener Praxispartner 

Als führendes Windenergieland bringt Niedersachsen bereits viel Erfahrung in den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Viele Kommunen haben entsprechende Projekte umgesetzt, gleichzeitig ist die Akzeptanz vergleichsweise hoch. 

Diese Erfahrungen, etwa bei der Beteiligung von Kommunen und Bürger:innen oder bei der praktischen Umsetzung vor Ort, fließen in die Arbeit des Verbunds ein und helfen dabei, Lösungen auch in anderen Regionen nutzbar zu machen. 

Projekthintergrund 

BEEKOMM läuft von Mai 2026 bis April 2030 und wird mit rund 13,4 Millionen Euro im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Neben dem bundesweiten Austausch setzt das Projekt auf einen modularen Schulungsbaukasten und regionale Ansprechpartner:innen, die Kommunen direkt unterstützen. 

Kontakt

Kai Wittke

0170 783 580 0
kai.wittke [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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