DLR gibt Handlungsempfehlungen
Die Zahlen zeigen, dass im Verkehrssektor in Niedersachsen noch einiges zu tun ist. Doch mit welchen Maßnahmen kann die Verkehrswende konkret umgesetzt werden? Das DLR hat in diesem Zusammenhang die bestehenden Hemmnisse und Herausforderungen analysiert, die heute die Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte und die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor erschweren.
Um diese Hemmnisse abzubauen und eine neue Mobilitätskultur zu etablieren, braucht es laut Gutachten einen ganzheitlichen Ansatz, der sektorenübergreifend alle relevanten Gruppen aus dem Verkehrs- und Energiesektor einbezieht:
Bevorzugung des Pkw abbauen
Anstelle von steuerlichen Privilegien für Dienstwagen können Konzepte wie die Bereitstellung von Mobilitätsbudgets im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements zur Entstehung nachhaltigen Verhaltens beitragen. Mit der neuen Impulsberatung „Betriebliches Mobilitätsmanagement" bietet die KEAN für niedersächsische Unternehmen ein Angebot, das bei der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte unterstützt.
Umstieg zur E-Mobilität
Für den Umstieg zur E-Mobilität sollte die Ladeinfrastruktur im privaten und öffentlichen Bereich stärker ausgebaut und die Fahrzeuganschaffung gefördert werden (aktuelle Förderprogramme finden Sie hier).
Um die nachhaltige Zusammensetzung der Pkw-Flotte zu beschleunigen, kann zudem die CO2-Bepreisung ein wirksames Instrument sein. Hierfür sei jedoch laut DLR ein höheres Preisniveau nötig, als es aktuell vorliegt.
Ausbau der Erneuerbaren
Um die Klimaziele im Mobilitätssektor zu erreichen, ist ein verstärkter Ausbau der Erneuerbaren nötig. Um den Verkehr vollständig mit nachhaltige Antriebstechnologien auszustatten, seien deutlich höhere Zubauraten nötig, um den nötigen erneuerbaren Strom zu produzieren.
Ausbau des ÖPNV
Um die Rolle des ÖPNV zu stärken, sollte laut DLR in den Städten das Angebot in Spitzenlastzeiten erweitert werden. In ländlichen Bereichen müsse die Taktfrequenz ganztätig ausgebaut werden und kostengünstige Anbindungen in Innenstädte geschaffen werden, um das ÖPNV-Angebot gegenüber dem MIV attraktiver zu gestalten.
Ausbau der Fahrradinfrastruktur
Um den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf das Fahrrad zu fördern, müssen Kommunen eine sichere und attraktive Infrastruktur für Radfahrende vorhalten. Das KEAN Angebot „Impulsberatung Fahrrad-Mobilität" bietet Kommunen dabei Unterstützung und hilft bei den ersten Planungsschritten.
Fazit
Durch ÖPNV-Förderung, den Ausbau der Fahrradinfrastruktur, die Förderung alternativer Mobilitätskonzepte, den Mut zum Umbau von Strukturen und zur Neuverteilung des Straßenraums kann die Verkehrswende gelingen. Unterschiedliche infrastrukturelle Voraussetzungen zwischen dem ländlichen und dem urbanen Raum sind nach wie vor groß und bei der Ausgestaltung von Maßnahmen zu berücksichtigen. Es mangelt jedoch nicht an Ideen und Konzepten, sondern vor allem an deren konsequenter Umsetzung.
Die KEAN setzt hier mit ihren Beratungsangeboten an, um die relevanten Akteure der Verkehrswende dabei zu unterstützen, die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für eine nachhaltige Mobilität zu schaffen.
Zum Fachgutachten „Neue Wege"