Die Vorträge in Aurich übermittelten grundlegende Inhalte der Kommunalen Wärmeplanung und sorgten für einen detaillierten Überblick des komplexen Themas.
Elisa Bodenstab, Klimaschutzmanagerin Landkreis Wittmund und Ingo de Vries, Klimamanagement Landkreis Aurich, begrüßten die Teilnehmer der Veranstaltung und gaben einen Einblick in den Ablauf der Veranstaltung.
Im Anschluss referierte Dr. Enke Frank aus dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz in ihrem Vortrag zur Verankerung der Kommunale Wärmeplanung im Niedersächsischen Klimagesetz. Sie betonte, dass das im Bundestag beschlossene Bundes-Wärmeplanungsgesetz keine Auswirkungen auf niedersächsische Kommunen hat. Das Niedersächsischen Klimagesetz stellt die einzige bestehende gesetzliche Grundlage in Niedersachsen dar, an der es sich zu orientieren gilt.
Patrick Nestler von der KEAN erläuterte in seinem Vortrag Inhalte und Umsetzungsansätze zur Kommunalen Wärmeplanung. „Die Kommunale Wärmeplanung stellt die Voraussetzung für das zielgerichtete Vorgehen in den Kommunen dar. Schon heute sind alle dafür notwendigen Technologien und Ansätze für die erfolgreiche Umsetzung der kommunalen Wärmewende, welche sich durch einen Mix aus Effizienzmaßnahmen und der Nutzung nachhaltiger Wärme zusammensetzt, vorhanden“, so Nestler.
Online zugeschaltet stellte Eike Bronn von der KEAN die zahlreichen Unterstützungsangebote der KEAN für Kommunen vor. "Wir bieten Kommunen zahlreiche Hilfestellungen an u. a. unsere Niedersächsische Wärmebedarfskarte, welche gebäudescharfe Informationen zum Wärmebedarf für Raumwärme und Warmwasser der niedersächsischen Wohn- und Nichtwohngebäude im Bestand (Stand 2022) unter Berücksichtigung hierfür relevanter Parameter beinhaltet oder unsere digitale Fragestunde, in der wir gezielt Antworten auf Fragen der Kommunen in einem Online-Format geben", so Bronn.
Im World-Café tauschten sich die Teilnehmer rege über die Themen Initiierung einer Wärmeplanung, Prozessgestaltung und Verankerung in der Verwaltung, Wärmenetze und Umsetzung, Wärmeplanung in Bestandsquartieren, Kommunikation und Öffentlichkeitsbeteiligung aus.