Angebot bis zum 30.06.2020

Impulsberatung Fahrrad-Mobilität für Kommunen

Auf kommunaler Ebene ist die Verlagerung von motorisiertem Individualverkehr auf den Radverkehr eine konkrete Möglichkeit, um die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu senken und gleichzeitig die Lebensqualität vor Ort entscheidend zu verbessern. Voraussetzung hierfür ist eine sichere und attraktive Infrastruktur für alle Radfahrenden. Die Impulsberatung unterstützt Kommunen bei den ersten Planungsschritten.

Jahrzehntelang war das Auto Maß der Verkehrs- und Stadtbauplanung. Daher sind Planungsämter, die jetzt das Fahrrad ins Zentrum ihrer Arbeit rücken, mit großen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere:

  • Der Umgang mit neuen Regelungen der StVO, wie Anforderungen an Schutzstreifen oder die Ausweisung von Fahrradstraßen. Die Sicherheit der Radfahrenden hat hier oberste Priorität. So gilt es, die Infrastrukturplanung auch aus der Perspektive von Kindern zu begutachten, damit Kinder sich frühzeitig an das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Alltag gewöhnen können.
  • Der Radverkehr hat sich gewandelt. So sind in den letzten Jahren Lastenräder, Pedelcs und E-Bikes hinzugekommen. Hierfür braucht es neue Lösungen, unter anderem für Abstellmöglichkeiten, die unterschiedliche Größen und Anforderungen an Diebstahl-Sicherheit und Lademöglichkeiten einbeziehen.
  • Mehr Fahrräder, die mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs sind, bedeuten zwangsläufig, dass der Platzbedarf für den Radverkehr steigt. Hierdurch entsteht Konkurrenz zu anderen Verkehrsteilnehmern.

Für die Realisierung zeitgemäßer Radverkehrsinfrastruktur fehlen in Niedersachsens Kommunen im Hauptstraßennetz durchweg Flächen für Radverkehrsanlagen, sie sind in sanierungsbedürftigem Zustand oder entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Und gerade kleinere und mittlere Kommunen befinden sich im Vergleich zu Großstädten und Ballungsräumen bei der Radverkehrsförderung in der Rolle der „Aufholenden". Spezifische Radverkehrskonzepte liegen nur selten vor. Diesen Kommunen kann die Beratung einen Impuls geben, um den Weg zur fahrradfreundlichen Kommune erfolgreich zu beschreiten.

Die kostenlose Impulsberatung "Fahrrad-Mobilität für Kommunen"

Die Impulsberatung "Fahrrad-Mobilität" bietet niedersächsischen Kommunen die Möglichkeit, einfach und unkompliziert Expertenwissen für Radverkehrsplanung für eine akute Fragestellung zur Förderung des Radverkehrs zu erhalten. 10 kostenlose Beratungen können vergeben werden.

Beispielhafte Beratungsfragen:

  • Welche unterschiedlichen Führungsformen kommen für den Radverkehr im Bereich des Schulzentrums in Frage – und welche empfiehlt das Verkehrsplanungsbüro?
  • Welche Empfehlungen gibt es für die Abwicklung des Radverkehrs am Knotenpunkt vor dem Busbahnhof?
  • Wo können die Kinder, die aus der Blumensiedlung kommen, am sichersten die Hauptstraße queren? Welche Empfehlungen haben hier die ExpertInnen?

In Abstimmung mit der Kommune beauftragt die KEAN eine anerkannte Fachkraft für Verkehrs-, bzw. Mobilitätsplanung. Nach einem Vorgespräch folgt ein etwa zweistündiger Vor-Ort-Termin mit Begehung des Planungsareals. Hierbei werden die Rahmenbedingungen begutachtet und Lösungsvorschläge besprochen.

Abschließend wird ein Bericht erstellt zu umsetzbaren Maßnahmen und Förderprogrammen, die für die Umsetzung der Maßnahmen in Anspruch genommen werden können. Der Bericht zur Impulsberatung kann dann in einem politischen Gremium (z. B. Bauausschuss oder Rat) präsentiert werden und zur Lösungsfindung beitragen.

So einfach geht's

1. Die Kommune teilt der KEAN ihr Interesse an einer „Impulsberatung Fahrrad-Mobilität" bis spätestens 30. Juni 2020 mit. Hierfür ist die ausgefüllte Interessensbekundung (docx) per E-Mail zu senden an anke.kicker@klimaschutz-niedersachsen.de. Der Eingang wird schriftlich bestätigt.

2. Die KEAN wählt aus den vorliegenden Interessensbekundungen unter Berücksichtigung der regionalen Verteilung, Repräsentanz unterschiedlicher Größen und Aufgabenstellungen bis zu 10 niedersächsische Kommunen aus. Ein Rechtsanspruch auf Förderung einer Impulsberatung Fahrrad-Mobilität besteht nicht.

3. Nach Rücksprache und Zustimmung durch die Kommune vergibt die KEAN einen Auftrag an ein ausgewähltes Büro für Verkehrsplanung, bzw. Mobilitätsberatung. Das Büro setzt sich mit der Kommune in Verbindung, führt ein Vorgespräch und den Vor-Ort-Beratungstermin gemeinsam mit Verantwortlichen in der Kommune durch. Die Durchführung der Beratungen ist im 3. Quartal 2020 geplant.

4. Nach Abschluss der Beratung und Übergabe des Berichtes an die Kommune erfolgt die Rechnungsstellung mit Vorlage einer Kopie des Beratungsberichtes an die KEAN.

5. Im Rahmen der Qualitätssicherung bitten wir die Kommune im Anschluss um eine Bewertung der Beratung.

Fragen? Wir helfen gerne weiter

Kontakt

Anke Kicker

0511 89 70 39-28
anke.kicker [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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