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Stromspeicher-Monitoring 2018

Jede zweite PV-Anlage mit Batteriespeicher installiert – Systempreise sinken rasant 

08/2018: Das KFW-Programm Erneuerbare Energien „Speicher“ (275) fördert Investitionen in stationäre Batteriespeicher für die Speicherung von Strom aus Photovoltaikanlagen. Das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen hat für das mittelgebende Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm evaluiert und damit auch Einblicke in die Markt- und Technologieentwicklung von Solarstromspeichern in Deutschland gewinnen können.

Laut dem im Juli 2018 veröffentlichten Monitoringbericht wurde im Jahr 2017 bereits etwa jede zweite PV-Anlage unter 30 kWp zusammen mit einem Batteriespeicher installiert. Insgesamt waren Ende 2017 rund 85.000 dezentrale Solarstromspeicher mit einer kumulierten nutzbaren Batteriekapazität von etwa 600 MWh an die deutschen Niederspannungsnetze angeschlossen. Damit hat das Förderprogramm seine Aufgabe als  Marktanreizprogramm erfüllt: Während zu Beginn noch mehr als jedes zweite Speichersystem eine Förderung in Anspruch nahm, steht der Markt heute auf eigenen Beinen. Lediglich jeder fünfte neue Heimspeicher wurde 2017 noch durch die KfW-Bank gefördert. Die Förderung erfolgt durch zinsgünstige Kredite der KfW-Bank sowie durch Tilgungszuschüsse von derzeit 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten durch die KfW, wobei die Tilgungszuschüsse seit Einführung des Programms regelmäßig gesenkt wurden. Gleichzeitig sinken die Endkundenpreise von Solarstromspeichern rasant. Lithium-Ionen-Speichersystempreise sind seit Mitte 2013 um über 50 Prozent gefallen. Die durchschnittlichen Endverbraucherpreise lagen Ende 2017 bei rund 1.300 €/kWh (inklusive Leistungselektronik und Mehrwertsteuer). Größere Batteriespeichersysteme waren sogar bereits für weniger als 800 €/kWh erhältlich.

Sinkende Systempreise machen auch die Erzeugung und Nutzung von Solarstrom für Privathaushalte und Unternehmen immer interessanter. Das zeigt die Entwicklung der Installationszahlen von PV-Anlagen in Deutschland und Niedersachsen. Nach mehreren Jahren mit rückläufiger Marktentwicklung wurde 2017 eine Trendwende erreicht.

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