Zukunftsweisend sanieren

Frühzeitige Sanierungsplanung sichert optimale Nutzung der Fördermittel und beste Effizienz

Wer sein Wohnhaus mit KfW-Einzelmaßnahmen umfassend sanieren möchte, ist gut beraten, die einzelnen Schritte im Vorfeld detailliert zu planen, das haben unsere Berechnungen an einem Beispielgebäude gezeigt. So kann mit wenig Mehraufwand im Endergebnis eine bessere Energieeffizienz erreicht werden, die mit entsprechend höheren Fördersätzen im Gebäudesanierungsprogramm der KfW unterstützt wird.

Wir haben für ein Einfamilienhaus aus dem Jahr 1963 mit Hilfe des Bauphysikprogramms „EnEV Wärme & Dampf" von Rowa-Soft einmal durchgerechnet, welchen Standard man mit einer umfassenden Sanierung mit Einzelmaßnahmen nach dem technischen Merkblatt der KfW erreichen würde. Bei dem Gebäude handelt sich um ein Einfamilienhaus auf drei Ebenen mit teilbeheiztem Kellergeschoss, Erd- und Dachgeschoss und einer beheizten Wohnfläche von rund 175 m2 gem. EnEV. Mit den Maßnahmen nach Merkblatt würde am Ende der Sanierung ein KfW-Effizienzhausstandard 55 knapp verfehlt. In dem hier berechneten Fall, würde aber schon eine 4cm dickere Dämmung des Daches und eine 2cm dickere Dämmung der Außenwände reichen, um den deutlich besser geförderten KfW-Effizienzhausstandard 55 zu erreichen. Das ist der Standard, den der Gebäudebestand im Jahr 2050 nach „Energieeffizienzstrategie Gebäude" der Bundesregierung im Durchschnitt aufweisen muss, wenn ein annähernd klimaneutraler Bestand erreicht werden soll. Die energieeffiziente Sanierung durch Einzelmaßnahmen wird aktuell mit einem Fördersatz von 20 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt, eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55 mit 40 Prozent. Wird eine Förderung nach KfW-Effizienzhausstandard beantragt, müssen die Maßnahmen innerhalb von maximal 36 Monaten durchgeführt werden. Eine Übersicht über die Fördersätze der KfW finden Sie hier.

Das zeigt, dass eine vorherige Planung der kompletten Sanierung, beispielsweise über einen vom BAFA geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), unbedingt zu empfehlen ist. Im iSFP sollte die zeitliche Abfolge der Sanierungsschritte genau festgelegt werden. Ist der Zeitraum größer als die maximal für die Förderung zum KfW-Effizienzhaus zulässigen 36 Monate, so sollte zunächst mit den kleineren Maßnahmen und einer Förderung als „Einzelmaßnahmen" begonnen werden. Der letzte Schritt, mit dem dann der Effizienzhausstandard 55 erreicht wird, sollte der größte und kostenintensivste sein. Hierfür kann dann die Förderung für das KfW-Effizienzhaus 55 beantragt werden. Eine vorherige Planung aller Sanierungsschritte zeigt außerdem auf, an welchen Stellen es schwierig werden könnte die vorgegebenen Standards zu erreichen und bei welchen anderen Maßnahmen sich dies rechtzeitig mit relativ wenig Aufwand ausgleichen lässt.

Das Beispielgebäude

Ihr Ansprechpartner

Kontakt

Gerhard Krenz

0511-897039 22
gerhard.krenz [at] klimaschutz-niedersachsen.de

powered by webEdition CMS