Förderprogramme für Hauseigentümer

Zuschüsse und Darlehen für energetische Sanierungsmaßnahmen

Für die energetische Sanierung von Gebäuden, den Austausch oder die Optimierung der Heizungsanlage, den Einsatz von erneuerbaren Energien und den Neubau von energieeffizienten Gebäuden gibt es Zuschüsse, Steuervorteile und zinsgünstige Darlehen vom Staat. Wir bieten Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme für Hauseigentümerinnen und -eigentümer.

Aktueller Hinweis

Bundesförderung effiziente Gebäude: Erste Umsetzung seit Januar 2021

Die neue Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) soll als neue Fördersystematik die vielen bestehenden Bundesprogramme zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in Gebäuden zusammenfassen und die Antragstellung erleichtern. Die Förderung gliedert sich zukünftig in nur noch drei Förderrichtlinien: Die BEG Einzelmaßnahmen, die BEG Wohngebäude und die BEG Nichtwohngebäude. Seit dem 02.01.2021 können in einem ersten Umsetzungsschritt Zuschüsse für die BEG Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur BEG.

Fördermöglichkeiten nach Maßnahmen

  • Dämmmaßnahmen, Fenstertausch oder Komplettsanierung

    Für die Dämmung der Gebäudehülle, den Austausch von Fenstern oder Türen oder energetische Komplettsanierungen gibt es Fördermittel und steuerliche Vorteile vom Staat:

    Einzelne Maßnahmen an der Gebäudehülle oder der Fenster- und Türentausch werden über die "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" (BEG-EM) gefördert. Wird nach einem individuellen Sanierungsfahrplan im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude" vorgegangen, erhöhen sich die Fördersätze noch einmal um 5 Prozent. Alternativ können energetische Einzelmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum auch steuerlich geltend gemacht werden: 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, sind steuerlich abzugsfähig.

     

    Umfassende Komplettsanierungen auf einen Effizienzhausstandard werden von der KfW gefördert: derzeit in den Programmen 151 (Kredit) und 430 (Investitionszuschuss), ab dem 01.07.2021 dann als "Bundesförderung für effiziente Gebäude -  Wohngebäude". Dann wird auch die Sanierung zum Effizienzhausstandard 40 gefördert und es gibt extra Boni für einen hohen Einsatz erneuerbarer Energien.


    Im Zusammenhang mit diesen Programmen fördern die KfW und das BAFA auch die vorherige Beratung inklusive der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans und die professionelle Baubegleitung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter "Vor-Ort-Energieberatung, Fachplanung und Baubegleitung" weiter unten.

  • Nutzung erneuerbarer Energien

    Für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Strom- oder Wärmeerzeugung am Haus gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten.

    Photovoltaik:
    Die KfW fördert mit dem Programm 270 "Erneuerbare Energie - Standard" die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen.


    Ladestationen für Elektroautos:
    Die KfW fördert im Programm 440 außerdem den Kauf und Anschluss von Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden. Gefördert wird mit einem pauschalen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt. 


    Batteriespeicher:

    Das Land Niedersachsen hat ein Förderprogramm für Batteriespeicher aufgelegt. Die Zuschussförderung von bis zu 40 Prozent der Netto-Investitionskosten eines Batteriespeichers gilt in Verbindung mit dem Neu- oder Ausbau von PV-Anlagen (mindesten 4 kWp). Zuwendungsempfängerinnen und Zuwendungsempfänger können neben natürlichen Personen auch Unternehmen, juristische Personen, Kommunen und viele weitere sein.
    Zusätzlich zu der Förderung können Boni gewährt werden für E- Ladepunkte, PV-Anlagenüber 10 kWp und die Überdachung von Parkflächen bzw. sonstigen baulichen Anlagen mit aufgeständerten PV-Anlagen.

    Das Förderprogramm ist befristet, Anträge können bis 30.9.2022 gestellt werden.


    Erneuerbare Energien zum Heizen:

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" die Nutzung von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen zu Heizzwecken sowie bestimmte Hybridheizungen mit einem Zuschuss. Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz nochmals um 10 Prozentpunkte.

    Ist der Heizungstausch Maßnahme Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude" geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. Beim Einbau einer Wärmepumpe, die eine Ölheizung ersetzt wäre dann beispielsweise ein Fördersatz von 50 Prozent möglich.

    Von der KfW gibt es hierzu noch bis zum 30.06.2021 einen passenden Ergänzungskredit (Programmnummer 167 "Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit").

    Alternativ kann die Erneuerung der Heizungsanlage in selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich geltend gemacht werden. 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, sind steuerlich abzugsfähig.

    Zu den Förderprogrammen auf den Seiten der Fördermittelgeber:

  • Maßnahmen an der Heizung

    Optimierung von Heizungsanlagen
    Das BAFA fördert im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" den Ersatz von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen sowie den hydraulischen Abgleich am Heizsystem.


    Erneuerbare Energien für die Heizung/Heizungstausch
    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" die Nutzung von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen zu Heizzwecken sowie bestimmte Hybridheizungen mit einem Zuschuss. Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz nochmals um 10 Prozentpunkte.

    Ist der Heizungstausch Maßnahme Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude" geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich. Beim Einbau einer Wärmepumpe, die eine Ölheizung ersetzt wäre dann beispielsweise ein Fördersatz von 50 Prozent möglich.

    Von der KfW gibt es hierzu noch bis zum 30.06.2021 einen passenden Ergänzungskredit (Programmnummer 167 "Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit").

    Alternativ kann die Erneuerung der Heizungsanlage in selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich geltend gemacht werden. 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, sind steuerlich abzugsfähig.

    Zu den Förderprogrammen auf den Seiten der Fördermittelgeber:


    Brennstoffzellen
    Private Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- oder Zweifamilienhäusern können von der KfW eine Förderung für Brennstoffzellensysteme bekommen. Über das Programm 433 "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle" wird ein Investitionszuschuss gewährt.

  • Energieeffiziente Neubauten

    Für Bau oder Ersterwerb eines neuen KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus gibt es über die KfW ein zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss. Das Förderprogramm 153 "Energieeffizient Bauen - Kredit" greift auch bei der Umwidmung unbeheizter Nicht-Wohngebäude (zum Beispiel Scheunen) zu einem Wohngebäude. 

    Ab dem 01.07.2021 erfolgt die Förderung nach der "Bundesförderung für Effiziente Gebäude - Wohngebäude". Für Neubauten mit hohem Einsatz Erneuerbarer Energien oder einem Nachhaltigkeitszertifikat gibt es dann zusätzliche Boni.


    Im Zusammenhang mit diesen Programmen wird auch eine professionelle Baubegleitung gefördert. Mehr Informationen dazu finden Sie unter "Vor-Ort Energieberatung und Baubegleitung".

  • Vor-Ort-Energieberatung, Fachplanung und Baubegleitung

    Auch für die Planung und professionelle Baubegleitung während der energetischen Sanierung oder beim Neubau eines Effizienzhauses gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Zuschuss zu erhalten.

    Vor-Ort-Beratung für die Planung von Sanierungsmaßnahmen
    Bei einer Vor-Ort-Beratung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt ein Energieberater oder eine Energieberaterin vor Ort den energetischen Zustand des Wohngebäudes. Auf dieser Grundlage erstellt er/sie ein passendes Sanierungskonzept. Als Hilfestellung werden zudem Hinweise gegeben, welche Fördermittel beantragt werden können. 

    Die Ergebnisse werden in einem schriftlichen Energieberatungsbericht zusammengefasst. Dieser kann in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) dargestellt werden. Wenn Maßnahmen aus einem solchen iSFP umgesetzt werden, kann dies die mögliche Förderhöhe für die Umsetzung der Maßnahmen nochmals erhöhen.

    Die Beratungen werden mit 80 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars bezuschusst, maximal 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.700 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Die Förderung wird an die EnergieberaterInnen ausgezahlt.


    Baubegleitung bei Verwendung von Fördermitteln aus dem KfW-Programm "Energieeffizient Bauen und Sanieren" und der Bundesförderung für effiziente Gebäude

    Die KfW fördert für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die Fördermitteln aus dem Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren" (mit den Programmnummern 151/152, 430 und 153) in Anspruch nehmen, zusätzlich die Fachplanung und professionelle Baubegleitung während der Sanierung oder des Neubaus.  Aus dem Programm 431 "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung" werden 50 Prozent der Kosten, bis 4.000 Euro pro Vorhaben, übernommen. Ab dem 01.07.2021 geht dann auch diese Förderung in die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" über. 

    Für Fördermittel aus der "Bundesförderung für effiziente Gebäude", kann die Baubegleitung im jeweiligen Teilprogramm mitbeantragt werden, die maximale Förderhöhe hängt vom Teilprogramm ab.

    Alternativ kann für selbstgenutztes Wohneigentum die steuerliche Förderung genutzt werden, 50 Prozent der Kosten sind abzugsfähig.

    Zu den Förderprogrammen:

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Fördersätze im Überblick

Fördersätze für Einzelmaßnahmen der Bundesförderung effiziente Gebäude

Fördersätze der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Komplettsanierungen und Neubauten, Tilgungszuschuss oder direkter Zuschuss (ab 01.07.2021)

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