Förderprogramme für Hauseigentümer

Zuschüsse und Darlehen für energetische Bau- und Sanierungsmaßnahmen

Für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, den Austausch oder die Optimierung der Heizungsanlage, den Einsatz von erneuerbaren Energien und den Neubau von energieeffizienten Häusern gibt es Förderung vom Staat. Teils als Zuschüsse, teils als Steuervorteile oder zinsgünstige Darlehen. Wir bieten Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme.

Fördermöglichkeiten nach Maßnahmen

  • Dämmung, Fenstertausch oder Komplettsanierung

    Für die Dämmung der Gebäudehülle, den Austausch von Fenstern und Türen oder energetische Komplettsanierungen gibt es Fördermittel und steuerliche Vorteile vom Staat:

    Einzelne Maßnahmen an der Gebäudehülle oder der Fenster- und Türentausch werden in der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" (BEG-EM) mit 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben bezuschusst. Wird nach einem individuellen Sanierungsfahrplan aus einer ebenfalls geförderten „Energieberatung für Wohngebäude" vorgegangen, erhöht sich der Fördersatz um weitere 5 Prozentpunkte.

    Alternativ können energetische Einzelmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum auch steuerlich geltend gemacht werden: 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, sind steuerlich abzugsfähig.

     

    Umfassende Komplettsanierungen auf einen Effizienzhausstandard werden von der KfW im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude -  Wohngebäude" gefördert. Die Höhe der Förderung hängt vom erreichten Effizienzhausstandard ab. Die Sanierung zum Effizienzhausstandard 40 ist neu hinzugekommen. Es gibt extra Boni für einen hohen Einsatz erneuerbarer Energien.

     

    Im Zusammenhang mit diesen Programmen fördern die KfW und das BAFA auch die vorherige Beratung inklusive der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans und die professionelle Baubegleitung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter "Vor-Ort-Energieberatung, Fachplanung und Baubegleitung" weiter unten.

  • Photovoltaik und Batteriespeicher

    Für die Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung und -speicherung gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten.

    Batteriespeicher:
    Das Land Niedersachsen hat ein Förderprogramm für Batteriespeicher aufgelegt. Die Zuschussförderung von bis zu 40 Prozent der Netto-Investitionskosten eines Batteriespeichers gilt in Verbindung mit dem Neu- oder Ausbau von PV-Anlagen (mindesten 4 kWp). Zuwendungsempfängerinnen und Zuwendungsempfänger können neben natürlichen Personen auch Unternehmen, juristische Personen, Kommunen und viele weitere sein. Zusätzlich zu der Förderung können Boni gewährt werden für E-Ladepunkte, PV-Anlagen über 10 kWp und die Überdachung von Parkflächen bzw. sonstigen baulichen Anlagen mit aufgeständerten PV-Anlagen.

    Aktueller Hinweis: Seit dem 07.09.2021 ist eine Antragstellung für die Landesförderung nicht mehr möglich. Die bis hierhin eingegangenen Anträge werden weiterhin chronologisch abgearbeitet.


    Photovoltaik-Anlagen:

    Die KfW fördert mit dem Programm 270 "Erneuerbare Energie - Standard" die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen mit einem Förderkredit.


    Ladestationen für Elektroautos:
    Die KfW fördert im Programm 440 außerdem den Kauf und Anschluss von Ladestationen an privat genutzten Stell­plätzen von Wohngebäuden. Gefördert wird dies mit einem pauschalen Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt. Die Förderung ist nicht kombinierbar mit dem Bonus für Ladepunkte in der Landesförderung für Batteriespeicher.

  • Heizung: Einsatz erneuerbarer Energien und Optimierung

    Erneuerbare Energien für die Heizung/Heizungstausch
    Im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" werden die Nutzung von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen zu Heizzwecken sowie bestimmte Hybridheizungen in Bestandsgebäuden gefördert. Die Höhe der Förderung hängt von der eingesetzten Heiztechnik ab. Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz nochmals um 10 Prozentpunkte.

    Ist der Heizungstausch Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans aus einer ebenfalls geförderten „Energieberatung für Wohngebäude", ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozentpunkten möglich. Beim Einbau einer Wärmepumpe, die eine Ölheizung ersetzt, wäre dann beispielsweise ein Fördersatz von bis zu 50 Prozent möglich.

    Alternativ kann die Erneuerung der Heizungsanlage in selbstgenutztem Wohneigentum steuerlich geltend gemacht werden. 20 Prozent der Aufwendungen (max. 40.000 Euro pro Wohnobjekt), verteilt über drei Jahre, sind steuerlich abzugsfähig.

    Zu den Förderprogrammen auf den Seiten der Fördermittelgeber:


    Brennstoffzellen
    Private Eigentümer von selbst genutzten oder vermieteten Ein- oder Zweifamilienhäusern können von der KfW eine Förderung für Brennstoffzellensysteme bekommen. Über das Programm 433 "Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle" wird ein Investitionszuschuss gewährt.


    Optimierung von Heizungsanlagen
    Im Rahmen der "Bundesförderung für effiziente Gebäude - Einzelmaßnahmen" wird außerdem die Optimierung von Heizungsanlagen gefördert. Dazu gehören unter anderem
    - der Ersatz von Heizungspumpen oder Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen,
    - der hydraulischen Abgleich am Heizsystem und
    - neuerdings auch der Einbau von Mess- und Regelungstechnik.

    Eine steuerliche Förderung ist ebenfalls möglich.

    Zu den Förderprogrammen auf den Seiten der Fördermittelgeber:

  • Energieeffiziente Neubauten

    Der Neubau oder Ersterwerb eines Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus wird von der KfW im Rahmen der "Bundesförderung für Effiziente Gebäude - Wohngebäude" gefördert. Für Neubauten mit einem hohen Einsatz erneuerbarer Energien oder einem Nachhaltigkeitszertifikat gibt es zusätzliche Boni.

    Zu den BEG-Förderprogrammen auf der Seite der KfW:


    Im Zusammenhang mit diesen Programmen wird auch eine professionelle Baubegleitung gefördert. Mehr Informationen dazu finden Sie unter "Vor-Ort Energieberatung und Baubegleitung".

  • Vor-Ort-Energieberatung, Fachplanung und Baubegleitung

    Auch für die Planung und professionelle Baubegleitung während der energetischen Sanierung oder beim Neubau eines Effizienzhauses gibt es verschiedene Möglichkeiten einen Zuschuss zu erhalten.

    Energieberatung für Wohngebäude für die Planung von Sanierungsmaßnahmen
    Bei einer Energieberatung für Wohngebäude des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ermittelt ein Energieberater oder eine Energieberaterin vor Ort den energetischen Zustand des Wohngebäudes. Auf dieser Grundlage erstellt er/sie ein passendes Sanierungskonzept. Als Hilfestellung werden zudem Hinweise gegeben, welche Fördermittel beantragt werden können. 

    Die Ergebnisse werden in einem schriftlichen Energieberatungsbericht zusammengefasst. Dieser kann in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) dargestellt werden. Wenn Maßnahmen aus einem solchen iSFP umgesetzt werden, kann dies die mögliche Förderhöhe für die Umsetzung der Maßnahmen nochmals erhöhen.

    Die Beratungen werden mit 80 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars bezuschusst, maximal 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.700 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Die Förderung wird an die EnergieberaterInnen ausgezahlt.


    Fachplanung und Baubegleitung bei der Verwendung von Fördermitteln der Bundesförderung für effiziente Gebäude

    Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die Fördermittel aus dem Programm "Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)" in Anspruch nehmen, können zusätzlich die Fachplanung und professionelle Baubegleitung während der Sanierung oder des Neubaus gefördert bekommen. Es werden 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Die Höchstgrenze der förderfähigen Kosten hängt vom jeweiligen Teilprogramm ab: Für komplexere Vorhaben wie Komplettsanierungen oder Neubauten sind höhere Kosten anrechenbar als für Einzelmaßnahmen.

    Die Baubegleitung wird im jeweiligen Teilprogramm der BEG direkt mitbeantragt. 

    Alternativ kann für selbstgenutztes Wohneigentum die steuerliche Förderung genutzt werden, auch hier sind  50 Prozent der Kosten abzugsfähig.

Bundesförderung für effiziente Gebäude: Fördersätze im Überblick

Fördersätze für Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden der Bundesförderung effiziente Gebäude

Fördersätze für Komplettsanierungen und Neubauten in der Bundesförderung für effiziente Gebäude

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