Förderprogramme für Energieeffizienz und Klimaschutz in Kommunen

Viele kommunale Maßnahmen zur Energieeinsparung, zum Klimaschutz oder zur Anwendung erneuerbarer Energien werden vom Land Niedersachsen, von der EU und insbesondere vom Bund (zum Beispiel über die KfW und das BAFA) gefördert. Die wichtigsten Förderprogramme haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Die Kommunalrichtlinie

Mit der „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld", kurz als „Kommunalrichtlinie" bezeichnet, fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 erfolgreich den Klimaschutz in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Bis Ende 2019 wurden bundesweit rund 16.650 Projekte in mehr als 3.650 Kommunen mit rund 715 Millionen Euro unterstützt. Es wurden so zusätzlich Investitionen in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro ausgelöst. Damit ist die Kommunalrichtlinie das wichtigste Förderprogramm für den kommunalen Klimaschutz.

Die Richtlinie fördert strategische Maßnahmen wie die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Potenzialstudien und die Einstellung von Personal zur Umsetzung der Konzepte. Daneben werden zahlreiche investive Klimaschutzmaßnahmen, unter anderem für klimafreundliche Mobilität und energieeffiziente Straßenbeleuchtung gefördert. Für Anträge, die bis zum 31.12.2021 gestellt werden, gelten in allen Bereichen erhöhte Fördersätze.

Anträge auf Zuwendung können ganzjährig beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden.

Förderschwerpunkte der Kommunalrichtlinie

Downloads

Die komplette Kommunalrichtlinie (PDF)
Hinweisblatt des BMU für investive Förderschwerpunkte (PDF)
Hinweisblatt des BMU für strategische Förderschwerpunkte (PDF)

 

Detaillierte Informationen zu den Förderschwerpunkten der Kommunalrichtlinie finden Sie auf der Seite der nationalen Klimaschutzinitiative.

Bei Fragen rund um die Förderung bietet das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums kostenfreie Beratung an (telefonisch unter 030 39001-170 oder per E-Mail unter skkk@klimaschutz.de).

Im September 2020 hat das Bundesumweltministerium das Beratungsangebot  zur Kommunalrichtlinie nochmals ausgebaut: Antragspatinnen und -paten, Online-Sprechstunden und eine umfangreiche Telefonberatung sollen sicherstellen, dass Kommunen schnell und unkompliziert Fördermittel erhalten können. Zum Beratungsangebot auf der Seite der nationalen Klimachutzinitiative

Der PtJ bietet Beratungen per Telefon (030 20199-577) und in Online-Sprechstunden an. Zum PtJ

Gewusst wie
  • Anträge für Radabstellanlagen nach der Kommunalrichtlinie stellen

    Anträge für die Kommunalrichtlinie sind beim Projektträger Jülich (PtJ) über das Antragssystem easy-online einzureichen. Dieser Musterantrag mit einer beispielhaften Vorhabenbeschreibung (PDF) zeigt Inhalte und Struktur, die von einer antragstellenden Kommune abgefragt werden.

    Das Praxisbeispiel "Förderung von Radabstellanlagen" (PDF) erläutert, welche Schritte der Landkreis Lüneburg und die Klimaschutzregion Altes Land und Horneburg gegangen sind, um die Förderung des Bundes in Anspruch zu nehmen.

    Details zur Förderung

    Die Errichtung von Radabstellanlagen wird je nach Antragsteller und Standort mit unterschiedlichen Fördersätzen vom Bund bezuschusst:

    Die Mindestzuwendung beträgt 5.000 €. Eine Kumulierung mit Drittmitteln, Zuschussförderungen und Förderkrediten anderer Geber als dem Bund ist gemäß KRL 6.4 möglich. Der Eigenanteil beträgt 15 %. Finanzschwache Kommunen müssen mindestens 10 % des Gesamtvolumens der zuwendungsfähigen Ausgaben erbringen.

    Für Anträge, die bis zum 31.12.2021 eingereicht werden, reduziert sich der Eigenanteil auf 5 %, für finanzschwache Kommunen entfällt der Eigenanteil. Der Bewilligungszeitraum beträgt 24 Monate. Bei unterschiedlichen Förderquoten (z.B. ein Teil der geplanten Radabstellanlagen soll an Schulen oder Kindertagesstätten aufgebaut werden) müssen separate Anträge über das easy-online-Formular gestellt werden. Die Unterlagen müssen zudem postalisch beim PtJ eingehen.

    Gefördert werden:

    • Frei zugängliche Radabstellanlagen an öffentlichen Einrichtungen und Knotenpunkte zum öffentlichen Nahverkehr sowie auf grundstückszugehörigen Flächen.
    • Radabstellanlagen, die nur zeitweise frei zugänglich sind, zum Beispiel auf Schulhöfen.
    • Sammelschließanlagen ab zehn Stellplätzen sowie eine integrierte PV-Anlage, sofern der erzeugte Strom dem Eigenverbrauch dient.

    Zuwendungsfähig sind Ausgaben für:

    Weitere Informationen

    Alle Rahmenbedingungen und Details zur Förderung stehen auf der Internetseite des PtJ. Vor der Antragstellung empfehlen wir, unbedingt die spezifischen Informationen in den Hinweisblättern zu lesen, für den Förderschwerpunkt Nachhaltige Mobilität das Hinweisblatt für investive Förderschwerpunkte.

Förderprogramme nach Bereichen

  • Energetische Quartierskonzepte und effiziente Quartiersversorgung

    Energetische Quartierskonzepte:

    Mit dem KfW-Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung" wird die Erarbeitung integrierter Quartierskonzepte sowie deren Umsetzung durch Sanierungsmanager gefördert.

    Das Förderprogramm umfasst:

    • Zuschuss von bis zu 75 Prozent zu den Kosten für die Erstellung integrierter Quartierskonzepte
    • Zuschuss zu den Personal- und Sachkosten des Sanierungsmanagers von bis zu 75 Prozent für fünf Jahre, auch während der Konzepterarbeitung, max. 250.000 Euro

    Zum Förderprogramm auf der Seite der KfW:

     

    Das Land Niedersachsen stellt zusätzliche Fördermittel für Quartierskonzepte zur energetischen Sanierung von Gebäuden zur Verfügung. Die KfW-Förderung wird um 20 Prozent (bis zu maximal 10.000 Euro) aufgestockt. Kommunen können somit insgesamt bis zu 95 Prozent der Kosten gefördert bekommen.

    Die NBank ist die zentrale Anlaufstelle für die Beratung zum Förderprogramm sowie für die Bewilligung der ergänzenden Landesförderung. Informationen zu diesem Programm erhalten interessierte Kommunen bei der Beratung der NBank unter Tel. 0511-30031-333 oder beratung@nbank.de

     

    Quartiersversorgung:

    Mit den KfW-Programmen 201/202 „Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung" vergibt die KfW zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse für Investitionen in eine energieeffiziente Infrastruktur im Quartier: effiziente Wärme-, Kälte-, Wasser- und Abwassersysteme.

    Zu den Förderprogrammen auf der Seite der KfW:

  • Energieberatung und Sanierung für kommunale Liegenschaften

    Sanierungskonzepte und Neubauberatung für Nichtwohngebäude

    Das BAFA fördert die Energieberatung zur Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für Nichtwohngebäude mit einem Zuschuss von bis zu 80 Prozent (abhängig von der Komplexität des Gebäudes bis maximal 8.000 Euro). Zudem wird die Neubauberatung für Nichtwohngebäude gefördert.

    Den Zuschuss erhalten Kommunen und Vereine, wenn sie sich bei der Erstellung energetischer Sanierungskonzepte oder auch zum Neubau von Nichtwohngebäuden von ausgewiesenen Fachleuten beraten lassen. Die beauftragten Fachleute müssen als Energieberater vom BAFA anerkannt sein.

     

    Energieeffizient Bauen und Sanieren:

    Im Rahmen der Bundesförderung für Effiziente Gebäude (BEG) werden energieeffiziente Sanierungen und Neubauten kommunaler Gebäude inklusive der Fachplanung und Baubegleitung gefördert. Bei der Sanierung werden sowohl einzelne energetische Maßnahmen als auch Komplettsanierungen zu einer Effizienzgebäude-Stufe gefördert. Neubauten erhalten eine Förderung für das Erreichen einer Effizienzgebäude-Stufe 55 oder besser. 

    Es ist sowohl eine direkte Zuschussförderung als auch eine Kreditförderung mit Tilgungszuschuss möglich. Die Förderhöhe hängt von den jeweils erreichten Effizienzstandards ab. Für Effizienzgebäude mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude oder mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien gibt es erhöhte Fördersätze.

    Zu den Förderprogrammen auf den Seiten der Fördermittelgeber:

    Netzwerke:

    Im Rahmen der Kommunalrichtlinie (2.5) wird die Gewinnung von Kommunen für die Einrichtung eines Energieeffizienz-Netzwerks sowie die professionell betreute, mehrjährige Netzwerkzusammenarbeit von Kommunen gefördert.

    Zur Steigerung der Energieeffizienz können sich Kommunen zusammenschließen und gemeinsam, mittels Unterstützung durch ein Netzwerkteam, Energieeinsparungen erkennen und generieren.

  • Heizen, Kühlen und Lüften in kommunalen Liegenschaften

    Heizungsmodernisierung, Heizen mit erneuerbaren Energien:

    Im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen" werden die Nutzung von Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen zu Heizzwecken sowie bestimmte Hybridheizungen mit attraktiven Fördersätzen gefördert. Wenn eine Ölheizung ersetzt wird, erhöht sich der Fördersatz nochmals um 10 Prozentpunkte.

    Außerdem wird den Austausch von Heizungspumpen und Warmwasserzirkulationspumpen sowie der hydraulischen Abgleich am Heizsystem gefördert. Ebenfalls förderfähig ist der Einbau von Mess- und Regelungstechnik.

     

    Kraft-Wärme-Kopplung:

    KWK-Anlagen erzeugen Strom und Wärme in einem Prozess. Sie sind eine CO2-arme Kraftwerkstechnologie. Die Neuerrichtung von Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 20 kWel wird vom BAFA mit einem Investitionszuschuss gefördert. KWK-Anlagen mit bis zu 50 kWel erhalten einen Zuschlag je erzeugter kWh Strom. Darüber hinaus werden Wärme- und Kältenetze entsprechend ihrer Nennweite und der verlegten Trassenlänge sowie Wärme- und Kältespeicher pro Kubikmeter Speichervolumen durch Investitionszuschüsse gefördert.

     

    Brennstoffzellenheizungen:

    Wer ein Brennstoff­zellensystem in neue oder bestehende Gebäude einbaut, kann bis zu 28.200 Euro Zuschuss je Brennstoffzellensystem erhalten. Antragsberechtigt sind Kommunen, kommunale Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und weitere Personenkreise.

    Zum Förderprogramm auf der Seite der KfW:


    Kälte- und Klimaanlagen optimieren oder erneuern:

    Das BAFA fördert die Errichtung neuer oder die Sanierung bestehender Kälte- oder Klimaanlagen mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

    Zu dem Förderprogramm auf der Seite des BAFA:

     

    Im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude" werden der Einbau, der Austausch oder die Optimierung von Lüftungs- und Klimaanlagen sowie die Erneuerung oder Optimierung der Wärme-/Kälteerzeugung, -verteilung und –speicherung als Einzelmaßnahmen gefördert.


    Um- und Aufrüstung von stationären raumlufttechnischen Anlagen

    Das BAFA fördert die Corona-gerechte Um- und Aufrüstung an bestehenden stationären raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten. Förderfähige Maßnahmen sind unter anderem der Erwerb und der Einbau von hochwertigen Filtern in bestehende Filterstufen zur Reinigung der Umluft sowie Maßnahmen zur Umluftvermeidung und zur Erhöhung des Frischluftanteils.

    Zu dem Förderprogramm auf der Seite des BAFA:



  • Klimafreundliche Energieversorgung

    Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen:

    Das Land Niedersachsen hat ein Förderprogramm für Batteriespeicher aufgelegt. Die Zuschussförderung von bis zu 40 Prozent der Netto-Investitionskosten eines Batteriespeichers gilt in Verbindung mit dem Neu- oder Ausbau von PV-Anlagen (mindesten 4 kWp). Zuwendungsempfängerinnen und Zuwendungsempfänger können neben natürlichen Personen auch Unternehmen, juristische Personen, Kommunen und viele weitere sein.

    Zusätzlich zu der Förderung können Boni gewährt werden für E- Ladepunkte, PV-Anlagenüber 10 kWp und die Überdachung von Parkflächen bzw. sonstigen baulichen Anlagen mit aufgeständerten PV-Anlagen.

    Das Förderprogramm ist befristet, Anträge können bis 30.9.2022 gestellt werden.

    Zum Förderprogramm auf der Internetseite der NBank

    Wärme aus erneuerbaren Energien

    Die KfW fördert im Rahmen des Marktanreizprogramms „Heizen mit erneuerbaren Energien" Kommunen und Unternehmen bei der Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien. Gefördert werden große Solarthermieanlagen, Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Geothermieprojekte mit über 100 kW Nennwärmeleistung sowie Nahwärmenetze. Die Förderung erfolgt in Form eines Tilgungszuschusses zu einem zinsverbilligten Darlehen über die Programme Erneuerbare Energien "Premium" (Nr. 271 und 272).

    Zu den Förderprogrammen auf der Seite der KfW:

    • KfW 271 (Erneuerbare Energien – Premium)
    • KfW 272 (Erneuerbare Energien – Premium – Tiefengeothermie)

      

    Kraft-Wärme-Kopplung

    KWK-Anlagen erzeugen Strom und Wärme in einem Prozess. Sie sind eine CO2-arme Kraftwerkstechnologie. Die Neuerrichtung von Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 20 kWel wird vom BAFA mit einem Investitionszuschuss gefördert. KWK-Anlagen mit bis zu 50 kWel erhalten einen Zuschlag je erzeugter kWh Strom. Darüber hinaus werden Wärme- und Kältenetze entsprechend ihrer Nennweite und der verlegten Trassenlänge sowie Wärme- und Kältespeicher pro Kubikmeter Speichervolumen durch Investitionszuschüsse gefördert.

     

    Brennstoffzellenheizungen

    Wer ein Brennstoff­zellensystem in neue oder bestehende Gebäude einbaut, kann bis zu 28.200 Euro Zuschuss je Brennstoffzellensystem erhalten. Antragsberechtigt sind Kommunen, kommunale Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen und weitere Personenkreise.

    Zum Förderprogramm auf der Seite der KfW:

  • Mobilitätskonzepte, Fuß- und Fahrradverkehr

    Klimaschutzkonzept Mobilität

    Im Rahmen der Kommunalrichtlinie (2.7.1.c) wird die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für "klimafreundliche Mobilität durch Klimaschutzmanagerinnen oder Klimaschutzmanager" sowie die Umsetzung erster Maßnahmen gefördert.

     

    Mobilitätszentralen, Pendlerkonzepte u. Ä.

    In Niedersachsen werden Maßnahmen von Kommunen und Aufgabenträgern zur Unterstützung einer klimafreundlichen Mobilität mit einem Kostenzuschuss von bis zu 75 Prozent über die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur CO2-Reduktion durch Verbesserung der Stadt/Umlandmobilität im öffentlichen Personennahverkehr" gefördert. Kommunen, die zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes z. B. eine Mobilitätszentrale einrichten und auch entsprechende Berater/innen einstellen wollen, können diesen Zuschuss zu den Sach- und Personalkosten auf Antrag erhalten. Dieser Zuschuss wird auch für andere Maßnahmen wie z. B. die Erstellung von Pendlerkonzepten gewährt.

     

    Für die Errichtung einer Mobilitätszentrale kann zusätzlich zur Landesförderung eine Förderung durch die Kommunalrichtlinie (2.11.1) beantragt werden.

     

    Städtische Logistik: Förderung von Logistikkonzepten sowie konkreten Einzelvorhaben

    Mit der Richtlinie „Städtische Logistik" fördert das BMVI die Erstellung städtischer Logistikkonzepte und Machbarkeitsstudien sowie die Umsetzung konkreter Einzelvorhaben im Bereich der städtischen Logistik. Förderziel ist es, die durch städtischen Lieferverkehr verursachten Luftschadstoffemissionen (NOx), Treibhausgasemissionen (CO2), Feinstaubemissionen (PM) und Lärmemissionen in Landkreisen und Kommunen zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Förderanträge können von Kommunen und Landkreisen bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) gestellt werden. Hierbei sind Antragsfenster zu beachten.

     

    Radverkehr

    Im Rahmen der Kommunalrichtlinie werden investive Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs gefördert (2.11.2).

    Das Bundesumweltministerium fördert außerdem im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) seit 2016 Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur mit dem Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr". Bewerben können sich Kommunen, kommunale Unternehmen und Verbünde mit konkreten Investitionsvorhaben zur Verbesserung der Radinfrastruktur, etwa in Form von Radwegen, Stellplätzen, fahrradfreundlichen Ampelschaltungen oder durch Ladestationen für E-Bikes und Pedelecs. Vom 1. März bis 30. April und vom 1. September bis 31. Oktober können Projektskizzen eingereicht werden. Die KEAN unterstützt die Antragstellung mit der NKI-Antragshilfe.


    Sonderförderprogramm Stadt und Land
    Mit dem Sonderprogramm will das BMVI über die Bundesländer den Aufbau eines sicheren, möglichst lückenlosen Radwegenetzes mit schnellen Verbindungen voranbringen. Gefördert werden beispielsweise der Neu-, Um- und Ausbau von Radwegen einschließlich der Planungsleistungen und des Grunderwerbs. Auch vergleichsweise zügig umsetzbare Maßnahmen wie die Schaffung von Abstellanlagen sind förderfähig. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 80 Prozent (ab 2022: 75 Prozent) und sogar 90 Prozent für finanzschwache Kommunen. Das Programm hat eine Laufzeit bis Ende 2023. In Niedersachsen erfolgt die Abwicklung über die NBank.


    Über das BAFA wird die Anschaffung von E-Lastenfahrrädern und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung für den fahrradgebundenen Lastenverkehr gefördert. Die Förderhöhe beträgt 25 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung, maximal jedoch 2.500 Euro pro Lastenfahrrad, -anhänger oder Gespann. Die BAFA-Förderung schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus (Kumulierungsverbot).

  • Elektromobilität, alternative Antriebe und Öffentlicher Nahverkehr

    Elektromobilität

    Hier finden Sie eine tabellarische Übersicht (PDF) über aktuelle Förderprogramme im Bereich der E-Mobililtät für alle Zielgruppen 

    Förderpgoramme für Kommunen:

    Das Bundesverkehrsministerium fördert mit der Förderrichtlinie Elektromobilität (1.) kommunale und gewerbliche Elektromobilitätskonzepte, (2.) die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und von Ladeinfrastruktur sowie (3.) Forschung und Entwicklung zur Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrofahrzeugen und innovative Konzepte für klimafreundliche Mobilität. Antragsberechtigt sind unter anderem juristische Personen des öffentlichen Rechts bzw. Gebietskörperschaften. Für die einzelnen Schwerpunkte der Richtlinie werden jeweils eigene Förderaufrufe zur Einreichung von Projektskizzen bzw. Förderanträgen zu jeweiligen Stichtagen veröffentlicht. Mit den Aufrufen werden ergänzende Hinweise zur  Förderrichtlinie und die inhaltlichen Anforderungen an die Anträge bekanntgegeben. Die Umsetzung erfolgt über den Projektträger Jülich.

     

    Über das BAFA wird die Anschaffung von E-Lastenfahrrädern und Lastenanhängern mit elektrischer Antriebsunterstützung für den fahrradgebundenen Lastenverkehr gefördert. Die Förderhöhe beträgt 25 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung, maximal jedoch 2.500 Euro pro Lastenfahrrad, -anhänger oder Gespann. Die BAFA-Förderung schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus (Kumulierungsverbot).


    Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms fördert das Bundesumweltministerium (BMU) den Kauf rein batterieelektrischer Neufahrzeuge im Gesundheits- und Sozialwesen. Antragsberechtigt sind alle im Gesundheits- und Sozialwesen tätigen Organisationen und Unternehmen; auch Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindertagesstätten etc. in kommunaler Trägerschaft. Zuwendungsfähig sind die gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch den Elektroantrieb entstehenden Mehrausgaben. Ebenso zuwendungsfähig sind Ausgaben für die Beschaffung der für den Betrieb der Fahrzeuge notwendigen AC-Ladeinfrastruktur. Bis zum 31.03.2021 können Anträge gestellt werden.

     

    Anschaffung brennstoffzellenbetriebener kommunaler Spezialfahrzeuge

    Das Land Niedersachsen fördert die Beschaffung von brennstoffzellenbetriebenen Spezialfahrzeugen oder den Umbau von Spezialfahrzeugen auf Brennstoffzellenantrieb in Kommunen oder kommunalen Unternehmen.


    ÖPNV

    Im Auftrag des Landes Niedersachsen koordiniert und bewilligt die Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) die Fördermittel für den öffentlichen Personennahverkehr. Aufgelegt wurden Förderprogramme u. a. für Bushaltestellen, Umfeldmaßnahmen an Bahnhöfen (Stellplätze für Park + Ride und Bike + Ride, etc.), Omnibusbetriebshöfe, Maßnahmen zur ÖPNV-Beschleunigung und Echtzeitinformation. Für die Erstbeschaffung eines Bürgerbusses kann darüber hinaus ein Zuschuss von 75 Prozent beantragt werden. Die Anträge für die ÖPNV-Förderung sind zum 31. Mai eines Jahres für das nachfolgende Haushaltsjahr zu stellen.


    Das Bundesverkehrsministerium fördert mit einer Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs".  Das Bundesamt für Güterverkehr führt das Förderprogramm als Projektträger und Bewilligungsbehörde durch und veröffentlicht Förderaufrufe für die Antragsteller. 

  • Energieeffizienz in Abwasseranlagen

    Im Rahmen der Kommunalrichtlinie werden investive Maßnahmen für energieeffiziente Verfahrenstechnik in Abwasseranlagen (2.13.5) gefördert.

    Im Rahmen der NKI werden kommunale Klimaschutz-Modellprojekte gefördert. Es können innovative Projekte aus allen Bereichen eingereicht werden, besonders förderwürdig sind unter anderem Projekte aus dem Bereich Abwasserbeseitigung. Die KEAN unterstützt die Antragstellung mit der NKI-Antragshilfe.

     

    Im Rahmen des BAFA - Investitionszuschusses für innovative marktreife Klimaschutzprodukte werden auch "Dezentrale Einheiten zur Wärmerückgewinnung in Gebäuden" gefördert. Der Förderbetrag wird anhand der förderfähigen Investitionskosten und der Anzahl der beantragten Wärmeübertragereinheiten oder der Anzahl der an die Wärmerückgewinnungsanlage angeschlossene Einheiten ermittelt, beträgt maximal jedoch 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Die Förderung nach der Kleinserien-Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus.

  • Innovationen und Modellprojekte

    Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte

    Das Förderprogramm im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative hat zum Ziel, wegweisende investive Modellprojekte im kommunalen Klimaschutz zu ermöglichen. Die geförderten Projekte sollen zu direkten Treibhausgasminderungen führen und durch bundesweite Sichtbarkeit zur Nachahmung und Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte anregen.  Es können Projekte aus allen Bereichen des Klimaschutzes eingereicht werden. Besonders för-derwürdig sind Modellprojekte aus den Bereichen

    • Abfallentsorgung
    • Abwasserbeseitigung
    • Energie- und Ressourceneffizienz
    • Stärkung des Umweltverbunds, grüne City-Logistik und Treibhausgasreduktion imWirtschaftsverkehr
    • Smart-City (Vernetzung, Integration und in-telligente Steuerung verschiedener umwelt-technischer Infrastrukturen).

    Die KEAN unterstützt die Antragstellung mit der NKI-Antragshilfe.

    Zur NKI-Antragshilfe der KEAN (PDF)
    Zum Förderprogramm auf der Seite der NKI

    Innovative Klimaschutzprojekte

    Das Bundesumweltministerium fördert im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative umsetzungsorientierte nicht-investive Projekte zur Entwicklung und Erprobung innovativer Ansätze im Klimaschutz sowie deren bundesweite Verbreitung. Gefördert werden innovative Klimaschutzprojekte in den Bereichen Kommunen, Verbraucher, Wirtschaft und Bildung, die in den vielfältigen, klimarelevanten Handlungsfeldern substanzielle Beiträge zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und eine bundesweite Sichtbarkeit aufweisen. Die Förderung erfolgt in zwei Modulen.

    • Innerhalb des Moduls 1 sollen innovative Projektideen entwickelt und pilothaft erprobt werden.
    • Im Rahmen des Moduls 2 sollen bereits erprobte und erfolgreiche Ansätze verbreitet sowie verstetigt werden.

    Die KEAN unterstützt die Antragstellung mit der NKI-Antragshilfe.

    Zum Förderprogramm auf der Seite der NKI 
    Zur NKI-Antragshilfe der KEAN (PDF)

    Potenzialstudien

    Im Rahmen der Kommunalrichtlinie (2.6) wird die Erstellung von Potenzialstudien gefördert für

    1.) Abfallentsorgung,
    2.) Siedlungsabfalldeponien,
    3.) Abwasserbehandlungsanlagen,
    4.) Trinkwasser,
    5.) Nutzung von Abwärme aus Industrie und Gewerbe,
    6.) Digitalisierung

    Diese dienen in erster Linie der Vorbereitung für die Beantragung der Investiven Förderschwerpunkte in der Kommunalrichtlinie, wie z.B. im Bereich Siedlungsabfalldeponien, dienen. Darüber hinaus können sie aber auch der Entwicklung modellhafte Projekte dienen.

Fragen? Wir helfen gerne weiter

Kontakt

Ruth Drügemöller

0511 89 70 39-27
ruth.druegemoeller [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Kontakt

Anke Kicker

0511 89 70 39-28
anke.kicker [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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