Geld vom Staat

Förderprogramme für Unternehmen

Staatliche Förderprogramme unterstützen Unternehmen bei der Einführung von energieeffizienter Technik, bei der Energieberatung oder der Einführung erneuerbarer Energien. Ob mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen - ein Überblick lohnt sich.

Nicht nur Verbraucher, auch Unternehmen sparen Geld, wenn sie in energieeffiziente Anlagen oder Verfahren investieren. Der Mittelstand profitiert von einer ganzen Bandbreite an Beratungs- und Fördermöglichkeiten in Sachen Energieeffizienz. Ob es um die Förderung von Energiemanagementsystemen, Abwärmevermeidung und -nutzung oder Investitionen in energieeffiziente und klimaschonende Produktionsprozesse geht – oder Zuschüsse für Beratungen im Unternehmen. Der Bund wie auch das Land Niedersachsen stellen eine Vielzahl von Förderprogrammen zur Verfügung.

Förderprogramme des Bundes

BAFA und KfW

  • Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand

    Vor Investitionen in neue Technologien oder betriebliche Gebäude ist eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Energieberatung mit konkreten Vorschlägen für wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu empfehlen. Das BMWi zahlt einen Zuschuss von 80 Prozent der Beratungskosten. Zur aktuellen Förderrichtlinie der „Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand"

  • Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft

    Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Programm „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft" bietet das BMWi Unterstützung für Unternehmen, Freiberufler und kommunale Betriebe, die in neue, energieeffiziente Technologien investieren. Um die unterschiedlichen Finanzierungsbedürfnissen der Unternehmen zu berücksichtigen, haben Unternehmen die Wahl zwischen einem Zuschuss, den sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen können und einem zinsverbilligten Kredit mit Teilschulderlass (Tilgungszuschuss), der über die KfW ausgereicht wird.

    Modul 1: Querschnittstechnologien
    Querschnittstechnologien werden in den unterschiedlichsten Branchen in vielfältiger Weise eingesetzt. Förderanlagen brauchen Druckluft, Lüftungssysteme kühlen Maschinen, Pumpen halten Industrieproduktionen am Laufen. Dabei wird viel Energie verbraucht und zu oft auch verschwendet. Gerade bei den Querschnittstechnologien gibt es zahlreiche bewährte energieeffiziente Alternativen. Um die Verbreitung dieser Technologien voranzutreiben, fördert das BMWi Investitionen zum Ersatz oder zur Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen und Aggregaten für die industrielle und gewerbliche Anwendung. Zum Förderprogramm

    Modul 2: Prozesswärme aus erneuerbaren Energien
    Erneuerbare Energien eignen sich bereits in vielen Branchen und Anwendungsbereichen zur Bereitstellung der nötigen Prozesswärme. Um Unternehmen beim Umstieg auf regenerative Quellen zu unterstützen und die Nutzung erneuerbaren Prozesswärme voran zu treiben, fördert das BMWi die Bereitstellung von Prozesswärme aus Solarthermie-Anlagen, effiziente Wärmepumpen und Biomasseanlagen. Zum Förderprogramm

    Modul 3: Mess-, Steuerungs-, und Reglungstechnik
    Energiemanagement-Systeme sind effektive Werkzeuge, um die Energieeffizienz in Unternehmen zu erhöhen. Dazu müssen die Energieströme systematisch erfasst und gesteuert werden – und dazu ist entsprechende Hard- und Software notwendig. Deshalb unterstützt das BMWi den Erwerb und die Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Sensorik zur Einbindung in ein Energie- oder Umweltmanagementsystem. Zum Förderprogramm

    Modul 4: Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
    Ob im Maschinenbau, im Druckgewerbe oder im Supermarkt: Wer viel Energie verbraucht, kann viel sparen. Um sämtliche Einsparpotentiale zu nutzen, fördert das BMWi unternehmensspezifische, komplexere, d.h. auf den ganzen Produktionsprozess bezogene Effizienzmaßnahmen. Dabei können verschiedenste Effizienzmaßnahmen kombiniert werden. Wichtig ist, dass der Energieverbrauch und damit auch der CO2 Ausstoß sinkt – und das legen Unternehmen in einem Einsparkonzept dar. Zum Förderprogramm

  • Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft - Förderwettbewerb

    Mit einem neuen Wettbewerb für Energieeffizienz stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Unternehmen eine weitere Option für Förderung bereit und komplettiert damit das technologie- und branchenoffene BMWi-Förderpaket „Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft".

    Die Förderung innerhalb des neuen Paketbestandteils verläuft anders als bei den Optionen Kredit und Zuschuss. Sie wird im Rahmen von Wettbewerbsrunden verteilt. Ausschlaggebend ist die so genannte „Fördereffizienz". Gefördert werden die Projekte mit den höchsten jährlichen CO2-Einsparungen pro beantragtem Euro Förderung. Die Unternehmen entscheiden im vorgegebenen Rahmen selbst, wie viel Förderung sie beantragen. Und sie können eine höhere „Förderquote" (förderfähige Investitionskosten im Verhältnis zur Fördersumme) als bei den Optionen Kredit und Zuschuss erhalten. Diese kann bei bis zu 50 Prozent liegen. Die maximale Fördersumme liegt bei 5 Millionen Euro pro Projekt. Zum Förderwettbewerb

  • Bundesförderung für das Pilotprogramm Einsparzähler

    Ziel der Bundesförderung für das Pilotprogramms Einsparzähler ist es, den Trend zur Digitalisierung auch für Energieeffizienz nutzbar zu machen. Hierzu werden Unternehmen, die mit innovativen digitalen Lösungen ihren Endkunden helfen einen oder mehrere der Energieträger Strom, Öl, Gas, Biomasse, Wärme, Kälte bzw. Primärenergie zu sparen, mit bis zu zwei Millionen Euro gefördert. Dabei sollen verschiedene Technologien bei unterschiedlichen Anwendergruppen erprobt und zur Marktreife geführt werden. Zum Förderprogramm

  • Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung

    Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beschreibt die kombinierte Erzeugung von in elektrischen Strom umgesetzter mechanischer Energie und Wärme. Die bei der Verbrennung neben der Antriebsenergie entstehende Abwärme wird über Nah- und Fernwärmenetze zur Beheizung eingesetzt und führt somit zu einem höheren Gesamtnutzungsgrad des Brennstoffs.

    Die Neuerrichtung von Mini-KWK-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 20 kWel wird vom BAFA mit einem Investitionszuschuss gefördert. KWK-Anlagen mit bis zu 50 kWel erhalten einen Zuschlag je erzeugter kWh Strom. Weiter werden Wärme- und Kältenetze entsprechend ihrer Nennweite und der verlegten Trassenlänge sowie Wärme- und Kältespeicher pro Kubikmeter Speichervolumen durch Investitionszuschüsse gefördert. Zum Förderprogramm

  • Abwärmenutzung in Prozessen und Gebäuden

    Vorhaben zur Nutzung von Abwärme werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse gefördert. Investitionsmaßnahmen zur Energieeinsparung in Produktionsanlagen und -prozessen erhalten über das KfW-Energieeffizienzprogramm mit der Nr. 292 Fördermittel.

    Energieeffiziente Neubauten und energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohn- und Nichtwohngebäuden, also z.B. die Wärmerückgewinnung in der Lüftungs- und Klimatechnik, die Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Wärme und Kälte, werden über das KfW-Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren mit der Nr. 276 gefördert.

    Die Bundesanstalt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) den Bau von Wärme- und Kältenetzen, sofern die darin transportierte industrielle Abwärme ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz bereitgestellt wird. Zudem werden mit dem Programm "Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0" Gesamtsysteme gefördert.

    Die KfW fördert über das Programm Erneuerbare Energien – Premium Nr. 271 ebenfalls Wärmenetze und Speicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden.

  • Innovationen und Digitalisierungsmaßnahmen

    Der KfW-Kredit für Wachstum richtet sich an größere mittelständische Unternehmen. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel in den Bereichen Innovation und Digitalisierung. Im Rahmen des Förderprogramms beteiligt sich die KfW zu gleichen Konditionen an einer Fremdkapitalfinanzierung von einer oder mehreren Partnerbanken und übernimmt dabei im Rahmen einer Risikounterbeteiligung bis zu 70 % der Risiken des Vorhabens. Der KfW Risikoanteil soll in der Regel mindestens 7,5 Mio. EUR betragen. Zum Förderprogramm

Förderprogramme in Niedersachsen

Angebote der NBank

Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen - NBank bietet eine umfassende Förderberatung für Klimaschutzvorhaben in Unternehmen. Hierbei werden alle für Ihr Vorhaben in Frage kommenden Fördermöglichkeiten des Landes, des Bundes, der Europäischen Union sowie von Stiftungen betrachtet.

Überblick über alle Energie & Umwelt Förderprogramme der NBank

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