Was heißt »energetisch sanieren« überhaupt?

Bei einer energetischen Sanierung wird ein Gebäude so aufgewertet, dass es mit einem minimalen Energieverbrauch für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung auskommt. Der Wert Ihres Hauses wird gesteigert, seine Nutzungsdauer verlängert. Und Sie fühlen sich darin noch wohler. Anders ist es bei einer reinen Instandhaltung: Nach etwa 5 bis 15 Jahren sollte die Fassade neu gestrichen werden. Nach etwa 50 Jahren muss das Ziegeldach häufig erneuert werden. Mit diesen Arbeiten halten Sie das Haus nur instand und verhindern einen vorzeitigen Wertverlust. Am wirtschaftlichsten ist eine energetische Sanierung, wenn Instandhaltungsmaßnahmen an Dach, Fassade oder Fenstern sowieso notwendig sind. Nutzen Sie die Chance, Ihr Haus dann in einen besseren energetischen Zustand zu versetzen.

Das ganze Haus betrachten

Bevor Sie sich für einen oder mehrere Sanierungsschritte entscheiden, sollte Ihr Haus als Ganzes betrachtet werden. So finden Sie heraus, welche Kombination von Maßnahmen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet. Ein Energieberater kann das beurteilen und ein Sanierungskonzept vorschlagen. Im Mittelpunkt stehen

  • die Gebäudehülle mit Dach, Fenstern und Außenwand
    Ist ein Haus gut gedämmt und dicht, hält es die Wärme im Haus und im Sommer die Hitze draußen. Der Heizbedarf sinkt.
  • die Heizung:
    Eine effiziente, gut geregelte Heizung mit einem großen Anteil an erneuerbaren Energien, wie z.B. Solarwärme, senkt den Bedarf an Gas und Öl erheblich.

Wird das Haus vollständig energetisch saniert, lassen sich gegenüber einem unsanierten Gebäude 50 bis 80 Prozent Energie und Heizkosten sparen.

Mit folgenden Fragen finden Sie heraus, ob  in Ihrem Haus Handlungsbedarf besteht:

  • Zieht es in Ihrem Haus? Sind Fenster und Türen undicht?
  • Strahlen die Wände Kälte ab? Ist der Fußboden zu kalt?
  • Werden die Räume nicht richtig warm, auch wenn Sie heizen?
  • Ist die Heizung sehr alt?
  • Finden sich Schimmelflecken im Haus?
  • Liegt Ihr Jahresverbrauch über 15 Liter Heizöl oder über 15 Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche?
  • Stehen ohnedies Instandhaltungsarbeiten an?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „ja“ beantworten können, dann lohnt es sich zu handeln. Es können einzelne und umfangreichere Arbeiten notwendig sein. Wie Sie am besten anfangen und reibungslos und erfolgreich vorankommen, zeigen wir Ihnen in unserem Leitfaden:

»In 5 Schritten zum Erfolg«


Auf unseren Seiten für Hauseigentümer finden Sie eine Auswahl einzelner Maßnahmen als Überblick. Angefangen von kleinen, kostenfreien oder kostengünstigen Sofortmaßnahmen bis hin zu größeren Bausteinen.

Wie Sie mit kleinen Maßnahmen viel erreichen können

Laut einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena) würden 94 Prozent der Hauseigentümer ihre Wahl der energetischen Maßnahmen an andere Hauseigentümer weiterempfehlen.

Die Grüne Hausnummer

Sie haben Ihr Haus besonders energieeffizient saniert oder gebaut? Dann können Sie sich in verschiedenen Regionen Niedersachsens mit der Grünen Hausnummer auszeichnen lassen.

Mehr erfahren

Hier können Sie mögliche Sanierungsmaßnahmen und ihre Wirtschaftlichkeit selbst durchspielen:

Den Sanierungs- konfigurator starten

Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND hat ein Projekt "Klimaschutz und biologische Vielfalt unter einem Dach". Sie erhalten Informationen, wie Sie bei der Haussanierung auf den Tierschutz achten sollten.

Artenschutz am Bau

Informationsbroschüre