Was wenig kostet und viel bewirkt

Sie können in Ihrem Haus mit kleinen Maßnahmen viel Energie einsparen. Und Sie können sofort damit anfangen, weil diese Arbeiten nicht viel kosten. Manches können Sie sogar selbst erledigen. Am besten, Sie nehmen sich diese Punkte vor und prüfen, ob Handlungsbedarf besteht.

Richtig lüften und einrichten

Wie wir heizen und lüften, wirkt sich unmittelbar auf die Heizkosten aus. Einige Regeln wirken da Wunder - und man kann sich schnell daran gewöhnen. Der Film zeigt, worauf man achten sollte.

Kellerdecke dämmen

Meist relativ kostengünstig und trotzdem effektiv ist die unterseitige Dämmung der Kellerdecke bei unbeheizten Kellerräumen. Nehmen Sie Dämmplatten mit einem möglichst niedrigen Wert bei der Wärmeleitgruppe (WLG 021-026). Ist die Stärke der Dämmung nicht durch die Kopfhöhe begrenzt, gehen Sie von Dämmstärken in Höhe von 10 bis 14 cm bei genannten Wärmeleitgruppen aus. 

Fenster abdichten und Dachgeschoss dämmen

Selbst wenn die Fenster noch nicht ganz alt sind, lohnt es sich zu prüfen, ob sie dicht sind. Mit Gummiabdichtungen aus dem Baumarkt –sorgfältig eingesetzt- lässt sich schnell Abhilfe schaffen. Hilft die Dichtung nicht, muss das Fenster ausgetauscht werden.

Über das Dach geht viel Wärme verloren, denn Wärme steigt bekanntlich nach oben.

Es lohnt sich, die oberste Geschossdecke zu dämmen. die Kosten sind gering. Es ist eine der rentabelsten Sanierungsmaßnahmen.  Mindestens 18 cm dick, besser jedoch 30 cm, wird der Dämmstoff auf dem Dachboden verlegt, ausgerollt oder als Schüttung ausgebracht. Der Dämmstoff wird trittfest belegt, wenn der Raum weiter begehbar bleiben soll. Holen Sie sich vor den Arbeiten einen Rat von Fachleuten, damit kein Kondensat in der Konstruktion entstehen kann.

Im Film sehen Sie eine Anleitung zum Abdichten der Fenster und zum Dämmen des Dachbodens.

Tipp: Denken Sie an die ungedämmte Bodentreppe. Sie sollte gleichzeitig gegen eine wärmegedämmte Bodentreppe ausgetauscht werden. 

Heizungstechnik optimieren

Eine gut abgestimmte Heizungsanlage liefert jedem Raum genau die Wärme, die er benötigt. Häufig sind Anlagen nicht richtig eingestellt. Zudem fehlt meist der hydraulische Abgleich, der dafür sorgt, dass alle Räume mit der richtigen Wärmemenge versorgt werden. Lassen Sie einen Heizungscheck von einem Installateur machen oder nutzen Sie eine Energieberatung. Wenn Sie einen Brennwertkessel betreiben, dann können Sie den Brennwert-Check der niedersächsischen Verbraucherzentrale nutzen.

Einige lokale Energieagenturen bieten ebenfalls Heizungschecks an. Bei allen Beratungen geht es darum, das Heizsystem zu optimieren. 

Der Film erklärt, was wichtig ist.

Heizung entlüften und Ventile austauschen

Überprüfen Sie, ob Sie moderne Thermostatventile an allen Heizkörpern haben. Diese regulieren den Durchlauf und Sie können damit die Raumwärme individuell steuern. Der Austausch von alten Ventilen wird vom Installateur schnell gemacht. Wenn Ihre Heizkörper gluckern, dann sollten Sie diese entlüften.

Der Film zeigt, wie es geht.

clever heizen!

In vielen Regionen Niedersachsens wird mit "clever heizen!" eine spezielle Heizungsberatung angeboten

Mehr erfahren


Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen hat eine umfassende Broschüre zum Thema Heizen veröffentlicht.

clever heizen! als pdf (4MB)

Brennwert-Check

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet eine Überprüfung von Brennwertkesseln durch fachkundige Energieberater an. Die Kosten betragen 30 Euro. Anmeldung unter 0511  91196-0 oder der bei einer Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe.