Zuschüsse für Mobilitätszentralen, für Personal und für Pendlerkonzepte

Eine gute Nachricht für alle Kommunen, die im Bereich klimafreundliche Mobilität aktiv werden wollen: In Niedersachsen werden Maßnahmen von Kommunen und Aufgabenträgern zur Förderung einer klimafreundlichen Mobilität mit einem Kostenzuschuss von 50 bis 75 Prozent gefördert. Kommunen, die zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes z.B. eine Mobilitätszentrale einrichten und auch entsprechende Berater/innen einstellen wollen, können Zuschüsse zu den Sach- und Personalkosten auf Antrag erhalten. Zuschüsse werden auch für andere Maßnahmen wie z.B. die Erstellung von Pendlerkonzepten gewährt. 

Die Richtlinie, aus der sich diese Förderung ergibt, trägt den etwas sperrigen Titel:  „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen zur CO2-Reduktion durch Verbesserung der Stadt/Umlandmobilität im öffentlichen Personennahverkehr“. Dieser Fördererlass speist sich aus dem Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union und unterliegt dem Prinzip der Ko-Finanzierung, d.h. zusätzlich zur EFRE-Förderung müssen stets auch öffentliche Mittel des betreffenden Landes beigesteuert werden.

Der Erlass des  Niedersächsischen Ministeriums für Arbeit, Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung (MW) trat am 23.02.2017 in Kraft und endet am 31.12.2023.

 

Wer ist Zuwendungsempfänger?

Zuwendungsempfänger und Antragsteller sind Kommunen sowie Aufgabenträger i. S. d. § 4 Abs. 1 Nr. 1 oder Nr. 3 NNVG.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Die förderfähigen Maßnahmen werden mit einem Zuschuss in Höhe von 50 bis 75 Prozent der Kosten, maximal 600.000 Euro, über einen Zeitraum von maximal 3 Jahren gefördert.

 

Was wird gefördert?

  • Gefördert werden Sachkosten für die Einrichtung und den Betrieb von Mobilitätszentralen. Mobilitätszentralen sind umfassende Serviceeinrichtungen, die Informationen und Dienstleistungen rund um die Mobilität anbieten und verkehrsmittelübergreifend bündeln, um ein flächendeckendes, übersichtliches und nahtlos nutzbares Mobilitätsangebot zu schaffen.
  • Auch die Personalkosten für eine/n Mobilitätsberater/in in diesen Mobilitätszentralen inkl. der anfallenden Sachkosten können gefördert werden. Die Aufgabe dieser Person ist es z.B. das ÖPNV-Angebot bekannt zu machen. Neben der Kommunikation gehören z.B. auch eine Erreichbarkeitsanalyse von Orten wie Arbeitsstätten, Gesundheitseinrichtungen, etc.  zu den Aufgaben.
  • Die Beratung von größeren Arbeitgebern bzgl. eines betrieblichen Mobilitätsmanagements ist über das Programm ebenso förderfähig.
  • Lokale Maßnahmen, wie die Einrichtung von Bürgerbussen können ebenfalls durch die Mobilitätsberatung fachlich begleitet werden.

 

Kombinierbarkeit mit Mitteln der „Kommunalrichtlinie“

Grundsätzlich kann die Richtlinie mit der Kommunalrichtlinie, ein Förderinstrument des Bundes, kombiniert werden. Die Kommunalrichlinie fördert unter anderem die Erstellung von Klimaschutzteilkonzepten zum Thema Mobilität. Außerdem werden hieraus auch Sachkosten wie die Schaffung von Mobilitätsstationen, der Lückenschluss von Radwegenetzen und deren Ausschilderung sowie Abstellanlagen uvm gefördert. Eine Doppelförderung muss im Einzelfall geprüft werden und setzt eine komplexe Abstimmung zwischen den Bewilligungsstellen voraus.

 

Förderkriterien und Voraussetzungen

Voraussetzung für die Förderung ist die Vorlage eines schlüssigen, nachvollziehbaren Konzeptes mit Angaben zu Zielen und Maßnahmen, Fortführung nach Ende der Förderung, Verlagerungspotenzial, Leistungsspektrum, etc. Die Förderkriterien sind in der Anlage zum Förderprogramm aufgelistet.

 

Wo muss der Antrag gestellt werden?

Bewilligungsstelle ist die NBank in Hannover. Auf der Internetseite (www.nbank.de) bietet die NBank weitere Informationen zu diesem Programm an. Die NBank bietet eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antragstellung an. Ansprechpartner ist Björn Hannker Tel. 0511 30031-635

  

Weitere Informationen

Die Antragstellung erfolgt über die NBank, dort gibt es auch weitere Informationen zur Förderung

Die NBank bietet außerdem eine persönliche Beratung und Hilfestellung bei der Antragstellung an. Ansprechpartner ist
Björn Hannker
Tel. 0511 30031-635