Maßnahmen des kommunalen Energiemanagements

Um die mit dem Energiebericht ermittelten Einsparpotenziale auch zu nutzen, sind praktische Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in kommunalen Liegenschaften nötig. Dazu gehören sowohl nicht- und geringinvestive Maßnahmen wie die Optimierung der Gebäudetechnik und die Förderung des energiesparenden Nutzerverhaltens, als auch investive Maßnahmen wie die Sanierung von Gebäuden und die Erneuerung von technischen Anlagen.

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Nicht- und geringinvestive Maßnahmen

Nicht- und geringinvestive Maßnahmen sollten zu Beginn des kommunalen Energiemanagements umgesetzt werden, denn sie versprechen schnelle Erfolge und bedürfen keiner großen finanziellen Ausstattung. Und schnelle Erfolgserlebnisse tragen zur Motivation aller Beteiligten bei. Allein mit diesen Maßnahmen können bis zu 20 Prozent der Energiekosten eingespart werden. 

     

 

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Investive Maßnahmen

Umfänglicheren Energiespar- und Sanierungsmaßnahmen bedürfen der genaueren Planung. Nach der Bestandaufnahme und Datenauswertung im Energiebericht sollten einzelne Gebäude gezielt analysiert werden, um die anstehenden Investitionen so effektiv wie möglich vornehmen zu können.  

Das Strom-Wärme-Kosten-Diagramm ist eine gute Grundlage für die Entscheidung darüber, in welchen Liegenschaften investive Maßnahmen zuerst notwendig sind. Es stellt den Energie- und Kostenverbrauch von bis zu 20 Liegenschaften auf einen Blick in einer Grafik sehr übersichtlich dar. Es ermöglicht damit auch dem Laien einen Vergleich der verschiedenen Gebäude auf einen Blick. 
Mehr zum Strom-Wärme-Kosten-Diagramm

Tipp:
Das BAFA fördert mit einem eigenen Programm die Energieberatungen für Nichtwohngebäude. Mit Hilfe dieser Förderung können Sanierungsfahrpläne für die einzelnen Liegenschaften entwickelt werden.
Zur Seite Förderprogramme

Energieeinspar-Contracting

Eine weitere Möglichkeit, den Energieverbrauch in den Liegenschaften zu senken, ist das Energieeinspar-Contracting. Dabei wird die Identifizierung von Einsparpotenzialen und der Umsetzung von Maßnahmen an einen Dienstleister (Contractor) übergeben. Vertraglich garantiert der Contractor den Erfolg der Energieeinspar-Maßnahmen über eine feste Laufzeit. Notwendige Investitionen werden aus den Energiekosteneinsparungen finanziert.
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Praxisbeispiel

Dank eines Energiesparprojekts und eines professionellen Energiemanagements konnte der Landkreis Harburg die Energiekosten in seinen Schulen und Sporthallen senken – trotz vergrößerten Raumbedarfs und mehr Technik.

Die Projektbeschreibung "Kostenersparnisse durch transparentes Energiemanagement" als PDF

Sollten Sie in Ihrer Kommune über erfolgreich eingesetzte und umgesetzte Maßnahmen im Bereich des Energiemanagements verfügen, von denen auch andere Kommunen profitieren könnten, würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese Instrumente für eine Veröffentlichung und ggf. zum Download auf unserer Internetseite zur Verfügung stellen würden.