Realisierungshilfe für Energiespar-Kampagnen in Verwaltungen

© shutterstock, Daniel Jedzura

Ein wichtiger Baustein des Kommunalen Energiemanagements ist die Nutzersensibilisierung für mögliche Energieeinsparung in kommunalen Liegenschaften, insbesondere bei Strom und Wärme. Da der Großteil der Gesamtenergiekosten in den Kommunen für Schulen und Sporthallen anfällt, sind Energiespar-Kampagnen und -modelle für die Nutzerinnen und Nutzer der Schulen und Sporthallen besonders wirkungsvoll. Die Durchführung dieser geringinvestiven Maßnahme rechnet sich oft bereits nach wenigen Jahren. Die Umsetzung von Energiesparmodellen in Schulen und Kitas wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) umfangreich gefördert.

Kommunale Verwaltungen können ihrer Vorbildrolle jedoch nur gerecht werden und glaubhaft die Notwendigkeit von Nutzersensibilisierung in den Bildungseinrichtungen vertreten, wenn sie auch die Energieverbräuche in den eigenen Verwaltungsgebäuden senken. Hierfür sind Energiespar-Kampagnen in der Verwaltung geeignet.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen unterstützt niedersächsische Kommunen daher bei der Durchführung von Energiespar-Kampagnen in Kommunalverwaltungen mit einer Realisierungshilfe. Die Kommunen erhalten maximal 2.000 Euro zur Deckung der externen Kosten für die Umsetzung der Kampagne, also zum Beispiel Plakate, Preisgelder, Referentenhonorare etc.

Inhalte der Realisierungshilfe für Energiespar-Kampagnen

  • Für die Umsetzung einer Energiespar-Kampagne in der kommunalen Verwaltung erhalten Kommunen zur Deckung der externen Kosten einmalig 40 Euro je Mitarbeiter/in, der/die mit der Kampagne angesprochen wird, maximal jedoch 2.000 Euro pro Kommune/kommunalem Verbund. Mit dem Betrag können externe Kosten für die Umsetzung von Kampagnenbausteinen, zum Beispiel für die Durchführung einer Aktionswoche (z.B. eFit-Woche), Prämien für einen Mitarbeiterwettbewerb, Plakate, Aufkleber, Referentenhonorare, Multiplikator-Schulungen o.a. finanziert werden.
  • Die teilnehmenden Kommunen erklären sich damit einverstanden, dass die durchgeführte Kampagne als Best-Practice-Beispiel landesweit kommuniziert wird. Hierfür dokumentieren sie die durchgeführten Kampagnenbausteine, z.B. mit Fotos. 

  • Die Kommunen übermitteln zudem den Endenergieverbrauch [kWh/a] für Wärme und Strom des Verwaltungsgebäudes/der Verwaltungsgebäude: a) im Vorjahreszeitraum der Kampagne b) nach dem ersten Projektjahr.

Teilnehmen können Kommunen, Hochschulen, Religionsgemeinschaften sowie 100%-kommunale Betriebe/Unternehmen/Einrichtungen. 

Pro Kalenderjahr können insgesamt bis zu 20.000 Euro für Realisierungshilfen bewilligt werden, die Vergabe erfolgt nach dem Windhund-Prinzip auf der Basis „Datum Kampagnenstart“.

Der Weg zur Realisierungshilfe für Energiespar-Kampagnen

1. Sprechen Sie uns an: 

   Ruth Drügemöller, ruth.druegemoeller@klimaschutz-niedersachsen.de, 0511-897039-27
   Anke Kicker, anke.kicker@klimaschutz-niedersachsen.de oder 0511-897 039-28 

2. Wir senden Ihnen eine Kooperationsvereinbarung zur Unterschrift zu. Als Anlage ist eine    Kampagnenskizze beizufügen. Für die Kampagne ist ein Aktionszeitraum festzulegen und sie muss mindestens die folgenden Bausteine enthalten: 

  •  Erfassung Referenzwerte für Strom- und Wärmeverbrauch (Woche oder Monat); Regelmäßige Kommunikation der Ist-Werte an die Belegschaft. 
  •  Bürorundgang zum Kampagnenauftakt 

3. Umsetzung der Kampagne in den teilnehmenden Verwaltungen.

4. Zum Nachweis der entstandenen externen Kosten reichen Sie uns bitte Rechnungskopien ein. Hieraufhin erfolgt die Auszahlung der Realisierungshilfe in Höhe von bis zu 40 Euro je Mitarbeiter/in, der/die mit der Kampagne angesprochen wird, maximal jedoch 2.000 Euro pro Kommune/kommunalem Verbund.

5. Für die Dokumentation stellt die KEAN ein Feedbackbogen zur Verfügung, der ausgefüllt, bestenfalls ergänzt um Fotos von der Kampagne, an uns zurückgesandt wird. 

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Ruth Drügemöller

0511 89 70 39-27

ruth.druegemoeller [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Anke Kicker

0511 89 70 39-28

anke.kicker [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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