Hintergrundwissen zur klimafreundlichen Mobilität

Bisher ist der deutsche Verkehrssektor seinen Beitrag zum Erreichen der nationalen Klimaziele im Gegensatz zu den anderen Sektoren weitgehend schuldig geblieben. Er verantwortete im Jahr 2016 einen Anteil von etwa 20 % der energiebedingten Treibhausgasemissionen Deutschlands.

Die Bundesregierung hat Ende 2016 mit dem Klimaschutzplan 2050 einen nationalen Rahmen für die künftige Klimapolitik beschlossen. Darin enthalten ist erstmals auch ein Reduktionsziel für den Verkehr: Bis 2030 sollen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um mindestens 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Angesichts der Tatsache, dass die Emissionen aus dem Verkehr im Jahr 2016 knapp über dem Niveau von 1990 lagen, eine große Herausforderung. 

Die Mobilitätsstudie "Mobilität in Deutschland (MiD)"im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums hat im Jahr 2017 untersucht, wie viel, warum und mit welchen Verkehrsmitteln die Deutschen unterwegs sind. Diese Ergebnisse sind mit Zahlen der Umfrage aus den Jahren 2008 und 2002 verglichen worden. Insgesamt zeigt sich, dass das Auto in der Kilometerbilanz Anteile an die anderen Verkehrsträger verliert. Der größte Gewinner ist der öffentliche Verkehr mit Bussen und Bahnen, der Anteil gefahrener Personenkilometer steigt von 15 Prozent auf 19 Prozent. Ursächlich hierfür ist vor allem das Mobilitätsverhalten der Jüngeren sowie der Menschen in den Städten, in ländlichen Räumen spielt das Auto weiterhin eine wichtige Rolle.

Insgesamt bleibt auch das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel, auch in Niedersachsen. Hier entfallen 61 Prozent der Wege auf das Auto, 39 Prozent auf Fußwege, das Fahrrad und Öffentliche Verkehrsmittel.
Zur Studie auf der Seite des Bundesverkehrsministeriums


Entwicklung der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen nach Quellgruppen
Quelle: Umweltbundesamt

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin:

Anke Kicker

0511 89 70 39-28

anke.kicker[at] klimaschutz-niedersachsen.de