Klima-Challenge: Jugendliche erreichen erstes Etappenziel – Umweltminister tritt für den Klimaschutz in die Pedale

Hannover.  Der besondere Einsatz von Jugendlichen für den Klimaschutz wird belohnt: Umweltminister Stefan Wenzel lud gestern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klima-Challenge zum „Fahrradkino“ ein. Hintergrund ist eine Vereinbarung, die der Minister im vergangenen Oktober mit den niedersächsischen Jugendverbänden getroffen hat: Bei der Klima-Challenge sammeln Jugendliche mit unterschiedlichen Klimaschutz-Aktionen gemeinsam Klima-Punkte. Jedes Mal, wenn eine bestimmte Punktezahl erreicht ist, löst der Minister im Gegenzug einen Einsatz ein.

Bereits wenige Monate nach dem Projektstart haben die Jugendlichen das erste Etappenziel erreicht: Durch Maßnahmen wie Klima-Workshops und klimafreundlich gestaltete Seminare, Baumpflanz-Aktionen oder Upcycling-Workshops haben sie 30.000 „Klima-Punkte“ gesammelt. Das entspricht einer Einsparung von etwa 4,5 Tonnen CO2-Äquivalenten.

Im Gegenzug löste Stefan Wenzel jetzt seinen Einsatz ein und trat für die Jugendlichen in die Pedale: Gemeinsam mit einer Gruppe Freiwilliger erzeugte der Minister auf „Energie-Fahrrädern“, die an einen Generator angeschlossen sind, den benötigten Strom für eine Filmvorführung. Zuschauer beim Fahrrad-Kino im „Energie-LAB“ der IGS Mühlenberg sind die an der Klima-Challenge beteiligten Jugendlichen.

„Das Engagement der Jugendlichen für den Klimaschutz ist beeindruckend“, sagte Umweltminister Stefan Wenzel. „Die Aktionen sind wirklich toll und zeigen, dass man mit guten Ideen und Spaß an der Sache viel erreichen kann - jeder kann einen Beitrag leisten. Der beschleunigte Klimawandel und seine Auswirkungen auf Menschen und Ökosysteme müssen gestoppt werden – Energie sparen und reduzierter CO2-Ausstoß sind konkrete Beiträge!“

Mit aufs Rad gesetzt hat sich auch Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die das Projekt koordiniert. Er unterstreicht: „Klimaschutz geht uns alle an, auch und gerade die zukünftigen Generationen. Mit der Klima-Challenge werden Jugendliche sensibilisiert und motiviert – und wir sehen, dass sie schon in kurzer Zeit viel erreicht haben: Mit den eingesparten Treibhausgasen könnte man mit einem Zug rund 40.500 Kilometer fahren, also einmal um die Erde. Ich freue mich schon auf viele neue, kreative Ideen, die sicher in den nächsten Monaten noch folgen werden.“

Jens Risse, Vorstandssprecher des Landesjugendrings, ergänzt: „Wir freuen uns besonders über das breite Spektrum der beteiligten Jugendverbände. Dies zeigt, dass die Themen Umwelt- und Klimaschutz quer durch die Verbandslandschaft eine Rolle spielen. Junge Menschen setzen sich aktiv für ihre Zukunft ein und wollen etwas bewegen."

Treten gemeinsam für den Klimaschutz in die Pedale: Umweltminister Stefan Wenzel, Anna-Maria Besold von Janun und Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (v. l.) zusammen mit einigen jugendlichen Teilnehmern der Klima-Challenge. © Stefan Koch

Hintergrund „Klima-Challenge“:

Die Klima-Challenge motiviert Jugendliche in Niedersachsen zu mehr Engagement im Klimaschutz. Bei der Internationalen Kommunalen Klimakonferenz im Oktober 2015 in Hannover wurde der entsprechende Vertrag von den niedersächsischen Jugendverbänden und Umweltminister Stefan Wenzel unterzeichnet. Die Herausforderung: Jedes Mal, wenn die Jugendlichen eine bestimmte Anzahl an Klimapunkten gesammelt haben, erbringt der Umweltminister eine zuvor vereinbarte Gegenleistung.

Mitmachen kann jede Jugendgruppe in Niedersachsen. Es gilt, durch klimafreundliche Aktionen und Bildungsarbeit „Klima-Punkte“ zu sammeln. Das Punktesystem zur Bewertung der Beiträge wurde vom Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbH (ifu) erstellt.

Die Klima-Challenge ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen Janun, dem Landesjugendring Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die das Projekt koordiniert. Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

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