Pressemitteilung:
Niedersächsische Landespreise Grüne Hausnummer 2019 gehen nach Vielstedt, Hannover, Ritterhude, Hameln und Lüneburg

Die Preisträger und Organisatoren
© Stefan Koch

 

Hannover, 23.11.2018 – Vier vorbildlich sanierte Wohngebäude und ein Neubauprojekt wurden heute in Hannover mit dem „Landespreis Grüne Hausnummer 2019“ ausgezeichnet. Der Preis würdigt besonders herausragende Beispiele der niedersächsischen Auszeichnung „Grüne Hausnummer“ für energieeffizientes Sanieren und Bauen. Überreicht wurden die Preise von der Abteilungsleiterin „Städtebau und Wohnen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Stefanie Nöthel.

Die von der Jury für die Landespreise ausgewählten Gebäude befinden sich in unterschiedlichen Teilen Niedersachsens und stammen aus ganz unterschiedlichen Bauzeitaltern: Den ersten Preis in der Kategorie Sanierung erhielt Familie Pape aus Hude/Vielstedt im Landkreis Oldenburg für die vorbildliche Instandsetzung eines sogenannten Niedersachsenhauses aus dem Jahr 1898, bei der das ursprüngliche Erscheinungsbild erhalten blieb und gleichzeitig ein hoher Energieeffizienzstandard erreicht wurde. Der zweite Preis würdigt die umfassende Sanierung eines Mehrfamilienhauses aus den 1950er Jahren in Hannover durch die Eigentümer Gilbert Apel und Dr. Frank Blecker. Über einen dritten Platz für die Sanierung zweier ganz unterschiedlicher Einfamilienhäuser können sich gleich zwei Preisträger freuen: Cornelia Mutzenbecher und Robert Kern. Frau Mutzenbecher hat ihr unter Denkmalschutz stehendes Hamelner Fachwerkhaus aus dem Jahr 1551 mit mineralischen und pflanzliche Materialien zum KfW-Effizienzhaus saniert, Herr Kern aus Ritterhude hat einen Bungalow aus den 1970er Jahren effizient saniert, mit einer Fassade aus nachwachsenden Rohstoffen versehen und dabei den Wohnraum erweitert und an moderne Bedürfnisse angepasst. Den Neubaupreis „Zukunftshaus“ erhält das Lüneburger Wohnprojekt am Speicherbogen für ein Wohngebäude aus den nachhaltigen Baustoffen Stroh, Lehm und Holz, das über 40 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz für gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen in einem hocheffizienten Gebäude bietet. Die feierliche Verleihung fand vor dem Fachpublikum der elften Niedersächsischen EffizienzTagung Bauen+Modernisieren im HCC in Hannover statt.

 

Für jedes Bauzeitalter geeignete Lösungen

„Die fünf heute ausgezeichneten Beispiele zeigen sehr eindrucksvoll, dass Gebäude unterschiedlichster Baujahre energetisch saniert und zukunftsfähig gemacht werden können – sei es der Bungalow aus den 70ern, das Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert oder das Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert. Dank unterschiedlicher Materialien, Techniken und Dämmverfahren gibt es für fast jede Besonderheit eine Lösung.“ erläutert Stefanie Nöthel. Sie freue sich als Vertreterin des für Klimaschutz und Bauen zuständigen Ministeriums insbesondere über die gelungene Verbindung von Energieeffizienz und Erhaltung der baukulturellen Besonderheiten. Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die seit 2015 die Grüne Hausnummer verleiht, fügt hinzu: „Uns ist es besonders wichtig mit der Auszeichnung diejenigen in den Mittelpunkt zu stellen, die den Klimaschutz im Gebäudebereich letztlich umsetzen, und das sind die Eigentümerinnen und Eigentümer, die mit guten Beispiel vorangehen und die Energiewende vor Ort gestalten.“ Für ihn seien die Erfahrungen der Bauherren wertvolle Hinweise darauf, wie die Energiewende im Gebäudebereich gelingen könne und wo noch Unterstützung nötig sei.

 

Hintergrund: über 800 Grüne Hausnummern in Niedersachsen

Die Grüne Hausnummer ist eine Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und ihrer regionalen Partner. Sie zeichnet Hauseigentümer aus, deren Neubau mindestens dem Standard „KfW-Effizienzhaus 55“ entspricht oder die ihren Altbau besonders energieeffizient saniert haben und damit die gesetzlichen Anforderungen übertreffen. Erfolgreiche Bewerber erhalten eine hochwertige Grüne Hausnummer für die Hausfassade sowie eine Urkunde. Inzwischen gibt es die Auszeichnung in 18 Regionen Niedersachsens. Über 800 Hausnummern wurden bereits vergeben. Einmal jährlich wird an herausragende Projekte der „Landespreis Grüne Hausnummer“ verliehen. Aus den teilnehmenden Regionen werden Vorschläge eingereicht, die Auswahl trifft eine Fachjury.

 

Die Mitglieder der Jury:

  • Dirk Bolze, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz
  • Stefan Kahl, KfW
  • Prof. Heiner Lippe, Architektenkammer Niedersachsen
  • Florian Lörincz, Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen
  • Lothar Nolte, Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
  • Dr. Nadine Walikewitz, co2online gemeinnützige GmbH

 

Die Preisträger und Preise:

Sanierung:

  • 1. Preis: Dörte und Henning Pape aus Hude/Vielstedt(1.500 Euro)
  • 2. Preis: Gilbert Apel und Dr. Frank Blecker aus Hannover (1.000 Euro)
  • 3. Preis: Cornelia Mutzenbecher aus Hameln (500 Euro)
  • 3. Preis: Robert Kern aus Ritterhude (500 Euro)

Neubau:

  • Preis Zukunftshaus: Wohnprojekt am Speicherbogen (1.500 Euro)

 

Nähere Informationen zu den Preisträgern und ihren Gebäuden finden Sie in der Anlage „Die Landespreisträger 2019 der Grünen Hausnummer“

Weiter Informationen zur Grünen Hausnummer unter www.klimaschutz-niedersachsen.de/gruenehausnummer

 

Pressekontakt
Mareike Korte
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH
Osterstr. 60, 30159 Hannover
Tel: 0511 897039-36
mareike.korte@klimaschutz-niedersachsen.de

Downloads für die Presse

Anlage: Die Preisträger und Preise als PDF

Die Pressemitteilung als PDF

Fotos:

Alle Preisträger:

Alle Preisträger mit Lothar Nolte (KEAN) und den regionalen Organisatoren bei der Preisverleihung, ©Stefan Koch

1. Preis Sanierung

Dörte und Henning Pape (1. Preis Sanierung) bei der Preisübergabe mit Lothar Nolte (KEAN), Manuela Schöne (Landkreis Oldenburg) und Stefanie Nöthel (Niedersächsisches Umweltministerium) ©Stefan Koch

Gebäude Dörte und Henning Pape, ©Stefan Koch

2. Preis Sanierung

Dr. Frank Blecker und Gilbert Apel (2. Preis Sanierung) bei der Preisübergabe, mit Lothar Nolte (KEAN), Vanessa Kohlmeier (Klimaschutzagentur Region Hannover) und Stefanie Nöthel (Niedersächsisches Umweltministerium) ©Stefan Koch

Gebäude Blecker/Apel, © G. Apel

3. Preis Sanierung (2 Preisträger)

Robert Kern und Stephan Kahlisch als Planer stellvertretend für Cornelia Mutzenbecher (jeweils 3. Preis Sanierung) bei der Preisübergabe mit Lothar Nolte (KEAN), Patrick Bienstein (Klimaschutzagentur Weserbergland) und Stefanie Nöthel (Niedersächsisches Umweltministerium), ©Stefan Koch

Gebäude Mutzenbecher, © Stephan Kahlisch

Gebäude Kern, © Robert Kern

Neubaupreis Zukunftshaus:

Wiebke Kröger und Stephan Claus-Kröger aus dem Wohnprojekt "Am Speicherbogen" (Neubaupreis Zukunftshaus) bei der Preisübergabe mit ihren Architekten, Tobias Winkemmann (Klimaschutzleitstelle Lüneburg), Lothar Nolte (KEAN) und Stefanie Nöthel (Niedersächsisches Umweltministerium), ©Stefan Koch

Gebäude "Wohnprojekt am Speicherbogen, ©Stefan Koch

 

Weitere Fotos von den Gebäuden stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung

Pressekontakt:
Mareike Korte
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH
Osterstr. 60, 30159 Hannover
Tel: 0511 897039-36
mareike.korte@klimaschutz-niedersachsen.de