Netz lokaler Energieagenturen wächst stetig
Bürgernahe Information und Beratung zu allen Fragen rund um Energieeinsparung und Klimaschutz
Land unterstützt Standorte in Peine, Osterode und Meppen

Hannover, den 11.10.2017  - Das Erfolgsmodell zur Beratung von Hauseigentümern, Kommunen und Unternehmen in allen Fragen der Energieeinsparung und Energieeffizienz wird ausgeweitet: drei lokale Energieagenturen vergrößern in diesen Tagen ihre Wirkungskreise. Das niedersächsische Umweltministerium fördert die Einrichtungen mit einer Starthilfe, die Landesenergieagentur unterstützt die lokalen Partner mit Beratungskonzepten.

Die Vermeidung von klimaschädlichen Gasen und die Nutzung erneuerbarer Energien werfen viele Fragen bei Hauseigentümern, Kommunen und Unternehmen auf. Ein Netz lokaler Energieagenturen leistet in Niedersachsen hierbei wertvolle Arbeit. In Peine und Osterode werden in diesen Tagen neue Büros eröffnet, um ortsnahe Beratung sicherzustellen. In Meppen weitet die dortige Agentur ihr Aufgabenfeld aus. Anlässlich der Eröffnung des neuen Büros der Energieagentur Göttingen in Osterode wies Umweltminister Stefan Wenzel heute auf die Bedeutung der Einrichtungen hin:

„Die Bürgerinnen und Bürger brauchen flächendeckend Anlaufstellen, um sich über dieMöglichkeiten des eigenen Beitrages zur Energiewende informieren zu können“, sagte er in Osterode. Dies sei hier nun mit der finanziellen Unterstützung des Landes Niedersachsen gelungen. Gleichermaßen gelte das für die neue Dependance der Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine in Peine und für die Vergrößerung der Energieeffizienzagentur Emsland in Meppen.

Weiter fügte der Minister hinzu: “Über unsere Landesagentur KEAN fördert das Umweltministerium in ganz Niedersachsen Neugründungen und Erweiterungen von Energieagenturen. Wir brauchen für ganz Niedersachsen vor Ort kompetente Ansprechpartner, die über Energieeinsparung, energetische Gebäudemodernisierung und erneuerbare Energien informieren.“   

Lothar Nolte, Geschäftsführer der KEAN ergänzte: “Die lokalen Energieagenturen sind ein  Aktivposten für den Klimaschutz, da sie mit Projekten und konkreten Angeboten auf Bürger, Kommunen und Unternehmen zugehen.“ Von Seiten der Landesagentur habe man in den letzten Jahren ein breites Beratungsangebot gemeinsam mit den lokalen Agenturen umsetzen können. „Allein die Heizungs- und Solarberatungen haben bis Ende 2016  Gesamtinvestitionen von rund 20 Millionen Euro ausgelöst. Dem gegenüber steht ein Einsatz von Landesmitteln deutlich unter 600.000 Euro.“

Investitionen in den Klimaschutz wie die Dämmung von Gebäuden, der Austausch von Fenstern und Heizungsanlagen kämen immer dem örtlichen Handwerk zugute. Klimaschutz sei nicht nur zwingend notwendig im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, sondern mit vielen Vorteilen für alle Beteiligten verbunden.

Minister Wenzel lobte das gute Zusammenspiel von Landesagentur und lokalen Agenturen. Die Resonanz auf die nunmehr seit mehr als drei Jahren laufende Klimaschutz- und Informationsarbeit sei „großartig", sagte der Minister. „Seit Gründung der KEAN haben sich die für Niedersachsens Kommunen eingeworbenen Fördermittel vom Bund um 50 Prozent auf durchschnittlich 15 Millionen Euro pro Jahr erhöht. Das ist nicht nur gut für den Klimaschutz und die Energiewende in unserem Bundesland, sondern es belebt die heimische Wirtschaft und sorgt für die Entlastung der kommunalen Haushalte.“

 

Hintergrund: Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) ist seit 2014 das Kompetenzzentrum des Landes für Energieeinsparung und Energieeffizienz. Sie entwickelt Beratungskampagnen, unterstützt Kooperationspartner fachlich, qualifiziert Berater, berät Kommunen und Unternehmen im Energiemanagement und holt Fördermittel des Bundes nach Niedersachsen.

Auf lokaler und regionaler Ebene sind 10 Agenturen tätig, die in 17 Landkreisen und kreisfreien Städten vor Ort Ansprechpartner sind. Sie erreichen etwa die Hälfte der niedersächsischen Bevölkerung mit ihren Angeboten.

  

Pressekontakt:
Barbara Mussack
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen
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Barbara.Mussack@klimaschutz-niedersachsen.de