Jugendverbände fordern Umweltminister mit „Klima-Challenge“ heraus

Hannover, - Jugendverbände treffen mit dem Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel  eine besondere Vereinbarung. Sie wollen demonstrieren, wie einfach erfolgreicher Klimaschutz geht – und damit der Politik einen Fingerzeig geben. Wenn es den teilnehmenden Jugendgruppen gelingt, mit Aktionen für den Klimaschutz 30.000 Klima-Punkte zu sammeln, muss der Minister seinen Einsatz einlösen.

 „Es ist gut, dass sich Jugendliche so engagiert einsetzen und den Klimaschutz selbst anpacken. Wir brauchen mehr solcher Beispiele und dafür gehe ich gern die Verabredung ein, mich zu Aktivitäten zu verpflichten, die für mich nicht alltäglich sind. Die Klima-Challenge motiviert und informiert und soll zugleich auch zeigen, dass der Einsatz für den Klimaschutz tatsächlich mit Vergnügen verbunden sein kann“, sagte Minister Stefan Wenzel. 

In der Begleitveranstaltung zur Internationalen Kommunalen Klimakonferenz in Hannover unterzeichneten heute der Minister und Vertreterinnen und Vertreter des Landesjugendrings und des Jugendumweltnetzwertes JANUN einen entsprechenden Vertrag.

„Wir – die Jugendverbände in Niedersachsen – wollen zeigen, dass wirksame Maßnahmen zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs lokal und auch schon mit kleinen Aktionen möglich sind – und wir es gemeinsam schaffen können, etwas zu bewegen!“ erklärte  Torsten Beckmann-Loeks, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings.

„Wir wollen mit guten Ideen vorangehen und die Politik herausfordern; von Umweltminister Wenzel wünschen wir uns dafür persönliche Wetteinsätze“, ergänzt Regina Gehlisch, Vorstandsmitglied von JANUN. „Und gleichzeitig aktivieren wir die vielen engagierten Jugendlichen ihre eigene Zukunft positiv zu gestalten.“

Mitmachen und Punkte sammeln kann jede Jugendgruppe in Niedersachsen, unabhängig davon, wie sie organisiert ist. Punkte bringt alles, was das Klima schützt: Ob Klima-Seminare, Möbelbau aus alten Paletten, Kleidertauschpartys, klimafreundliche Zeltlager oder eine neue Solaranlage auf dem Vereinsdach. Auf der Website www.klimachallenge.de gibt es Ideen und Anregungen.

Mit Aktionen, Seminaren und Veranstaltungen werden sich die Jugendlichen zum Schutz des Klimas engagieren. Ihre Taten werden in „Klimapunkten“ gemessen. Die Punkte repräsentieren dabei die Menge an klimaschädlichen Treibhausgasen, die durch das Handeln eingespart wird. Sie werden in einem gemeinsamen Punktekonto online erfasst. Wenn eine bestimmte Punktezahl erreicht wird, erbringt der Umweltminister seine zuvor vereinbarte Leistung – in der ersten Etappe ist dies eine mit reiner Muskelkraft betriebene Kinovorführung:  Der Minister erzeugt per Fahrrad-Ökotrainer gemeinsam mit einer Gruppe Freiwilliger den nötigen Strom für eine öffentliche Filmvorführung – Popcorn und veganes Eis gibt’s gratis dazu.

Die Klima-Challenge ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen, dem Landesjugendring Niedersachsen, dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU) und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die das Projekt koordiniert.

  

Pressekontakt:
Barbara Mussack
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH
Osterstr. 60, 30159 Hannover
Tel: 0511 897039-14

barbara.mussack@klimaschutz-niedersachsen.de

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