“30% unseres Stroms holen wir vom Dach”
Von der Beratung zur Solaranlage - Hauseigentümer berichten

Bovenden: Verena und Wolfgang Gieße stehen vor ihrem Haus und zeigen auf ihre Photovoltaik-
Anlage. “An so einem sonnigen Tag läuft die Anlage auf Hochtouren. Jetzt produziert sie gerade 2,5
Kilowatt pro Stunde.”, erklärt Wolfgang Gieße stolz. Die Gießes haben die Anlage vor 3 Jahren
bauen lassen. Zuvor haben sie sich von der Energieagentur Region Göttingen e.V. beraten lassen.
Mit dem unabhängigen Beratungsangebot “Solar-Check plus” richtet sich die gemeinnützige
Energieagentur Region Göttingen auch diesen Sommer wieder an Hauseigentümer. Bei dem
Besuch von einem Energieberater der Verbraucherzentrale wird geprüft, ob und wie sich das
Gebäude für Solarstrom oder Solarwärme eignet. Bei der Familie Gieße hat die Beratung ergeben,
dass eine 4,25 kWp Anlage etwa 30 % ihres jährlichen Strombedarfs decken kann. Damit liegt die
Familie Gieße im derzeitigen Trend, so viel wie möglich des produzierten Stroms selbst zu nutzen.


“Die häufigsten in den Solar-Beratungen gestellten Fragen basieren auf Vorurteilen. Diese lassen
sich leicht mit Fakten auflösen”, berichtet der Physiker André Heider, der zu den für die
Verbraucherzentrale beratenden Energieberatern gehört. „Mit dem Solar-Check plus zeigen wir wie
sich eine eigene Solaranlage umsetzen lässt. In den meisten Fällen lohnt es sich!“, erklärt Doreen
Fragel, Geschäftsführerin der Energieagentur Region Göttingen e.V.


Worauf die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik basiert erläutert Barbara Mussack von der
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Solarstrom lasse sich heute für ca. 12 Cent pro
Kilowattstunde auf dem eigenen Dach erzeugen. Der Strom aus dem Netz müsse dagegen mit
durchschnittlich 28 Cent pro Kilowattstunde eingekauft werden. Das Motto heiße also, möglichst
viel Solarstrom selbst verbrauchen und möglichst wenig Fremdstrom einkaufen. Bis zu 30 Prozent
Eigenverbrauch seien ohne Heimspeicher möglich. Eigenverbrauch sowie die Einspeisevergütung
für den überschüssigen Solarstrom ergeben bei einer Anlagenlaufzeit von 20 Jahren eine Rendite
von drei bis fünf Prozent. „Das ist doch zumindest eine Überlegung wert“, hält Mussack fest.


Die Kampagne läuft noch bis Ende September. Die „Solar-Checks“ haben einen Wert von jeweils
285 Euro. Davon wird der größte Teil im Rahmen der Energieberatung der Verbraucherzentrale
vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert, Der Eigenanteil für Hauseigentümer
beträgt 40 €.


Anmeldungen sind unter www.earg.de/solarcheck oder unter der Telefonnummer 0551/3842310 möglich.


“Solar-Check plus” ist ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentrale Niedersachsen, der
Energieagentur Region Göttingen e.V. und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.


Pressekontakt:
Léa Georges
Energieagentur Region Göttingen e.V.
0551 – 38 42 13 12
georges@energieagentur-goettingen.de

von links: Barbara Mussack (Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen), Wolfgang Gieße, Verena Gieße, Doreen Fragel (Energieagnetur Region Göttingen) vor der Solaranlage der Gießes, © Energieagentur Region Göttingen