Weihnachten kommt - Kommunen rüsten um!

Energiesparen und Klimaschutz mit LED-Weihnachtsbeleuchtung

Hannover, 22.10.2018 – Alle Jahre wieder – beginnen im Herbst die Planungen für die Weihnachtszeit. Für Städte und Gemeinden in Niedersachsen bedeutet das erhöhte Stromkosten durch Weihnachtsbeleuchtung auf Märkten und Straßen. Wer auf LED umrüstet kann bis zu 60 Prozent Strom und einige Tonnen CO2 einsparen. Bei einer kleinen Gemeinde sind das schnell zwischen 500 und 1.000 Euro pro Jahr bzw. drei bis fünf Tonnen CO2.

 

„Die Einsparpotenziale von LED-Beleuchtungen beim Weihnachtsschmuck werden nicht selten unterschätzt“, sagt Ruth Drügemöller, Expertin für kommunalen Klimaschutz von der KEAN. „Die tägliche Brenndauer von Weihnachtsbeleuchtung liegt bei mindestens 8 Stunden am Tag – und das an ca. 40 Tagen im November und Dezember. Da kommen mit alten Glühlampen schon mal schnell 3.000 bis 4.000 kWh Stromverbrauch bei einer kleinen Gemeinde zusammen.“

 

Gutes Beispiel: Gemeinde Bockhorn

Dass es auch sparsamer geht, hat die Gemeinde Bockhorn im Landkreis Friesland erfahren. Vor ein paar Jahren entschied sich die Gemeinde, den Weihnachtsbaum auf dem Markt statt mit 135 herkömmlichen Glühbirnen à 75 Watt mit einer LED Lichterkette zu schmücken. Die LED-Lichterkette mit immerhin 2.500 Leuchtpunkten à 1,5 Watt kostete 2013 in der Anschaffung 750 Euro. Eine Investition, die sich sehr schnell amortisieren sollte, denn die Stromeinsparung war signifikant.

Die Kämmerin aus der Gemeinde Bockhorn, Katja Lorenz erinnert sich: „Mitte Januar kam der Leiter des Bauhofs zu mir und meinte, dass der Zähler für die Beleuchtung wohl defekt sei, es fehlten nämlich 2.200 kWh. Wir haben dann mal flott gerechnet und kamen genau auf diese Energieeinsparung für die LED’s.“

Bei einem Preis von ca. 25 Cent je kWh ergibt sich somit eine jährliche Kosteneinsparung von 550 Euro. Die Investition von 750 Euro für die LED Beleuchtung hat sich also bereits im zweiten Jahr mehr als amortisiert. „Seitdem verwenden wir für alle Weihnachtsbäume im Ort nur noch LED. Die sind nicht nur leichter zu montieren, sie haben auch eine längere Lebensdauer und sehen besser aus!“ freut sich die Kämmerin aus Bockhorn.

 

Niedersachsen spart jährlich ca. 10.000 Tonnen CO2

Der positive Effekt für das Klima lässt sich auch bemessen. Denn in CO2 ausgedrückt, werden allein bei drei Weihnachtsbäumen in der Gemeinde Bockhorn jedes Jahr 3 Tonnen CO2 eingespart. Rechnet man dies auf die rund 950 Gemeinden (davon ca. 160 Städte) in Niedersachsen hoch, kommen schnell 5.000 bis 10.000 Tonnen CO2-Einsparung zusammen – und das nur für die Weihnachtsbeleuchtung!

 

Nicht nur zur Weihnachtszeit: BMU-Förderprogramm LED

Niedersächsische Kommunen sollten – so sie es noch nicht getan haben – ihre gesamte öffentliche Beleuchtung auf LED umstellen. Dazu gibt es im Rahmen der so genannten Kommunalrichtlinie, dem zentralen Förderprogramm des Bundesumweltministeriums für Kommunen, zwei relevante Förderschwerpunkte: „Außen-, Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen“ sowie „Beleuchtung Innen und Halle“ – Weihnachtsbeleuchtung gehört leider nicht dazu.

Die Kommunalrichtlinie ist jüngst umfassend überarbeitet worden und tritt für das kommende Antragsfenster ab dem 1. Januar 2019 in Kraft. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen hat die wichtigsten Änderungen gegenüber der vorigen Fassung zusammengefasst und auf ihrer Internetseite veröffentlicht unter: www.klimaschutz-niedersachsen.de/kommunalrichtlinie

 

Pressekontakt:
Christoph Linden
Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH
Osterstr. 60, 30159 Hannover
Tel: 0511 897039-17
christoph.linden@klimaschutz-niedersachsen.de

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Foto: Gemeinde Bockhorn

Bildunterschrift: Weihnachtsmarkt in Bockhorn mit LED-Beleuchtung

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