Effizienzstandards im Neubau

Die KfW legt für Gebäude verschiedene Effizienzstandards fest. Ein KfW-Effizienzhaus 100 entsprach bis 2016 den gesetzlichen Mindestanforderung an einen Neubau laut Energieeinsparverordnung (EnEV). Inzwischen muss der Energiebedarf von Neubauten 25 Prozent darunter liegen. Es ist aber schon heute möglich, wesentlich energieeffizientere Gebäude zu bauen: so benötigt ein KfW-Effizienzhaus 40 nur 40 Prozent der Energie eines KfW-Effizienzhauses 100. Das wird möglich durch eine gute Wärmedämmung, moderne Haustechnik, die Nutzung verschiedener erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung und von Photovoltaik zur Stromerzeugung.

Es ist also sinnvoll, seinen Neubau als KfW-Effizienzhaus 55, KfW-Effizienzhaus 40, KfW-Effizienzhaus 40plus oder Passivhaus zu errichten. Auch bei der Vermietung von Wohnungen oder für einen späteren Verkauf wird der Effizienzstandard ein immer wichtigerer Faktor, der über einen Energieausweis nachgewiesen werden muss.

Informationen zu den geförderten Effizienzstandards für Neubauten auf der Seite der KfW.

Skala der Energieeffizienzklassen gemäß EnEV 2014, Anlage 10 in kWh pro m² und Jahr (Bewertungs-schema des Gebäudeenergieausweises)

Heizen mit erneuerbaren Energien

Für die Wärmeversorgung von Neubauten ist es möglich, komplett auf fossile Brennstoffe wie Öl und Gas zu verzichten. Aufgrund ihrer guten Wärmedämmung brauchen sie für ihre Beheizung nur niedrige Betriebstemperaturen und relativ wenig Energie. Die Wärmeversorgung und Trinkwarmwasserbereitung mit Wärmepumpen, Solarwärme, Biomasse oder durch den Anschluss an ein erneuerbar versorgtes Wärmenetz ist also problemlos möglich. Je besser das Gebäude gedämmt ist, desto kleiner wird der Wärmebedarf für die Heizung und dementsprechend einfacher die Versorgung mit erneuerbarer Wärme.

Bauen mit nachhaltigen Materialien

Für die Gesamt-Klimabilanz eines Gebäudes ist hauptsächlich seine Energieeffizienz während der Nutzung entscheidend. Wenn man den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet – vom Bau über die Nutzung bis hin zum Rückbau - spielen auch andere Aspekte eine Rolle. Etwa der Flächenverbrauch oder die verwendeten Baumaterialien. Die Herstellung z. B. von Zement benötigt sehr viel Energie und Rohstoffe. Natürliche Baustoffe wie Holz, Lehm, Stroh etc. benötigen wenig Energie, kommen zum Teil aus der Region und können umweltfreundlicher entsorgt werden.

Weitere Informationen zum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen finden Sie auf der Seite des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie.

Geplantes Vorgehen schützt vor unangenehmen Überraschungen

Die Errichtung eines energieeffizienten Neubaus ist ein komplexes Vorhaben. Damit das Ergebnis auch den Erwartungen entspricht und später keine Mängel aufteten, ist eine professionelle Planung und Baubegleitung nötig. Sie ist außerdem Voraussetzung für die Inanspruchnahme vieler Förderprogramme für energieeffizientes Bauen.
Die KfW fördert die Fachplanung und qualifizierte Baubegleitung durch einen externen, unabhängigen Experten für Energieeffizienz.

 

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