Bei einer energetischen Sanierung wird ein Gebäude so aufgewertet, dass es mit einem minimalen Energieverbrauch für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung auskommt. In privaten Haushalten beispielsweise werden rund 84 Prozent des Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasser benötigt. Das Einsparpotenzial durch Sanierung der Gebäudehülle und -technik ist also hoch, die Bandbreite der möglichen Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle entsprechend groß.

Sanierungsmaßnahmen und Vorgehen

Bevor Eigentümerinnen oder Eigentümer sich für einen oder mehrere Sanierungsschritte entscheiden, sollte das Gebäude als Ganzes betrachtet werden. Nur so lässt sich herausfinden, welche Kombination von Maßnahmen das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bietet. Eine Energieberaterin oder ein Energieberater kann das beurteilen und ein Sanierungskonzept vorschlagen.

Die folgenden Maßnahmen können die Energieeffizienz von Gebäuden erheblich verbessern:

Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke

Da warme Luft auch in unseren Häusern nach oben steigt, ist es besonders wichtig, ein gut gedämmtes Dach oder alternativ eine gut gedämmte oberste Geschossdecke zu haben. Es gibt viele Möglichkeiten, Dächer oder Decken zu dämmen und so Heizenergie zu sparen.

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Dämmung der Kellerdecke

Meist relativ kostengünstig und trotzdem effektiv ist die unterseitige Dämmung der Kellerdecke bei unbeheizten Kellerräumen. So bleibt auch im Erdgeschoss der Boden angenehm warm.

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Dämmung der Außenwände

Eine Fassadendämmung ist ein wesentlicher Baustein zu einem energie­effizienten Haus. Bei jeder Sanierung ist es aber wichtig, das Gebäude als Ganzes zu betrachten. Gerade bei der Dämmung der Außenwände müssen z. B. frühzeitig die Fenster in die Planung mit einbezogen werden, damit nicht unnötige Kosten entstehen. Energie­effizienz-Experten helfen dabei, die Arbeiten aufeinander abzustimmen. Auch bei Gebäuden, deren äußeres Erscheinungsbild nicht verändert werden soll, wie zum Beispiel Fachwerk- oder Backsteinhäuser, ist eine Sanierung der Fassade  durch Innen- oder Kerndämmung möglich.
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Wahl der Dämmmaterialien

Bei der Dämmung der Gebäudeteile können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Der gängigste Dämmstoff für die Fassadendämmung ist Polystyrol-Hartschaum. Es ist kostengünstig, sehr leicht zu verarbeiten und hat ausgezeichnete Dämmeigenschaften. Die aktuell auf dem Markt erhältlichen Dämmstoffplatten kommen ohne das Flammschutzmittel HBCD aus, erfüllen selbstverständlich den Brandschutz und können entsprechend unproblematisch entsorgt werden. Aber auch für ältere Platten, die noch HBCD enthalten, gibt es seit August 2017 Regelungen zur fachgerechten Entsorgung. Daneben gibt es auf dem Markt auch eine Reihe von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Naturdämmstoffe reduzieren das Treibhausgas CO2 nicht allein durch ihre Dämmwirkung, sondern zusätzlich wird das beim Wachstum der Pflanze aufgenommene CO2 über die Nutzungsdauer des Dämmstoffes festgelegt.

Fenster und Türen austauschen

Alte Fenster sind oft große Schwachstellen im Altbau. Durch sie kann viel Wärme verloren gehen, ein Fenstertausch lohnt sich häufig. Hierbei ist es besonders wichtig, das ganze Gebäude zu betrachten. Neue Fenster sollten mit der Außenwanddämmung geplant werden, um Kosten zu sparen und Wärmebrücken vorzubeugen. Auch ist zu berücksichtigen, dass die neuen Fenster dichter als die bestehenden sind.
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Heizung optimieren oder erneuern

Eine effiziente Heizung sorgt für angenehme Wärme, senkt die Heizkosten im Vergleich zu alten Anlagen und entlastet das Klima. Nach Sanierungen der Gebäudehülle muss das Heizungssystem meist an die neuen Gegebenheiten angepasst oder sogar ganz erneuert werden. Bei Einbau eines neuen Systems sollten möglichst nur noch erneuerbare Energien verwendet werden. Die Kombination mit einer hocheffizienten Gas-Brennwertheizung gilt heute als eine Übergangslösung für die nächsten 20 Jahre. In gut gedämmten Gebäuden können erneuerbare Energien optimal eingesetzt werden.
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Effizienzstandards von Gebäuden

Wer ein Gebäude sanieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Je nach Zustand des Gebäudes und den vorgenommenen Maßnahmen können mit der Sanierung unterschiedliche Effizienzstandards erreicht werden.

Die KfW ist die Förderinstitution des Bundes für energieeffiziente Gebäude. Sie unterscheidet auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben verschiedene Effizienzstufen. Für Sanierungen von Wohngebäuden gibt es die Stufen 40, 55, 70 und 85. Je kleiner die Effizienzstufe ist, desto geringer ist der Energiebedarf der Immobilie. Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es einen eigenen Standard.
Bei Nichtwohngebäuden werden Sanierungen zum KfW-Effizienzhausstandard 40, 55, 70 und Denkmal gefördert.

Zur Erläuterung der Effizienzhausstandards auf der Seite der KfW

Fördermöglichkeiten für

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gerhard.krenz [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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