Serielles Sanieren für die Sozialwirtschaft

Das Potenzial Serieller Sanierung für soziale Einrichtungen

Viele Träger und Verbände der Sozialwirtschaft stehen vor der großen Herausforderung, ihren Gebäudebestand energetisch zu ertüchtigen. Steigende Energiepreise, strengere gesetzliche Anforderung und der Anspruch, den vulnerablen Bewohnerinnen und Bewohnern ein komfortables Umfeld zu gewähren, erhöhen diesen Handlungsdruck weiter. Ein möglicher Lösungsansatz kann das serielle Sanieren sein.

Das serielle Sanieren ist eine innovative Methode, mit der Fassaden und technische Anlagen innerhalb einer relativ kurzen Bauzeit ertüchtig werden können. Diese Methode setzt auf eine industrielle Vorfertigung der Elemente und verschiebt somit den Großteil der Sanierungsarbeiten von der Baustelle vor Ort in die Fabrikhalle. Die Module werden in der Regel in Holzbauweise gefertigt. Genau genommen liegt jedoch keine serielle Fertigung vor, da Gebäudemaße und Gegebenheiten in der Regel stark variieren und somit eine individuelle Maßanfertigung benötigen. Seriell sind somit eher die standardisierten und automatisierten Prozesse. Die Bauteile selbst sind hingegen zugeschnittene Unikate.  

Gebäude der Sozialwirtschaft – insbesondere Pflegeheime – besitzen oft Eigenschaften, die sie ideal für eine serielle Sanierung machen: Sie weisen meist eine einfache Kubatur ohne viele Vor- und Rücksprünge auf, stammen überwiegend aus den Baujahren 1960 bis 1980 und haben einen hohen Energieverbrauch. Die serielle Sanierung punktet vor allem durch einen störungsarmen Bauprozess im laufenden Betrieb, eine schnelle Steigerung des Wohnkomforts sowie eine signifikante Reduzierung der Betriebskosten.

Förderung 

Neben den technischen bietet die serielle Sanierung auch finanzielle Vorteile. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Einrichtungen Fördermittel oder zinsgünstige Kredite über das BAFA oder die KfW für ihr Sanierungsvorhaben beantragen. Zum 21. Juli 2026 wurde die BEG reformiert: Der bislang nur für Wohngebäude gewährte Bonus für serielles Sanieren wird künftig auch für Nichtwohngebäude eingeführt, wodurch nun auch Träger mit Kitas oder Verwaltungsgebäuden profitieren können. Zugleich wird der Bonus erstmals auch für Sanierungen auf den Effizienzhaus-Standard 70 EE gewährt, sodass nicht mehr zwingend die anspruchsvolleren Stufen 40 oder 55 erreicht werden müssen. Die Beantragung dieser neuen Boni wird voraussichtlich ab Ende September 2026 möglich sein.

Mehr Informationen finden Sie HIER und auf den folgenden Seiten:

dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren/ Energiesprong DE

Factsheet serielles Sanieren von Nichtwohngebäuden

Projekte in Deutschland

Veranstaltungen

Kontakt

Laith Amarat

0171 921 347 7
laith.amarat [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Newsletter
abonnieren