Wie funktioniert die Klimawaage?
Grundlage ist eine Balkenwaage mit zwei Waagschalen. Dazu gibt es eine Reihe von Dosen, die unterschiedlich schwer befüllt sind. Jede Dose steht für eine bestimmte Handlung aus einem von fünf Themenbereichen: Ernährung, Mobilität, Strom, Wohnen und bewusster Konsum. Das Gewicht der Dosen entspricht der Menge an CO₂, die durch unterschiedliche Alltagshandlungen eingespart werden kann.
Beim Spielen können beispielsweise zwei Dosen miteinander verglichen werden. Wer wissen möchte, ob „Sparduschkopf einbauen“ oder „vorwiegend regionale und saisonale Ernährung“ einen größeren Effekt hat, legt beide Dosen auf die Waage. Die Seite, die stärker nach unten sinkt, zeigt die größere CO₂-Einsparung. So lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Alltagsgewohnheiten besonders klimafreundlich sind. Dabei beziehen sich alle Berechnungen auf eine durchschnittliche Person und auf den Zeitraum eines Jahres. Zudem sind die einzelnen Handlungen in zwei Kategorien eingeteilt: Sie zeigen, ob man durch eine Maßnahme den eigenen CO₂-Fußabdruck verkleinert oder den ökologischen Handabdruck vergrößert.
Fuß- und Handabdruck: Zwei Seiten des eigenen Handelns
Der Begriff des ökologischen Fußabdrucks ist vielen bekannt: Er beschreibt die Summe der Emissionen, die man selbst verursacht. Der Handabdruck ergänzt dieses Bild um eine wichtige weitere Dimension: Er steht für Handlungen, mit denen man Einfluss auf andere nimmt und gemeinsames Handeln anstößt. Wenn sich beispielsweise eine Person dafür entscheidet, sich nachhaltiger zu ernähren oder Energie zu sparen und andere dazu anregt, das Gleiche zu tun, kann der Beitrag eine viel größere Wirkung entfalten. Die Klimawaage macht diese Zusammenhänge deutlich: Sie zeigt, dass klimafreundliches Verhalten nicht nur den eigenen Fußabdruck verbessert, sondern durch Engagement und das Teilen von Ideen auch die CO₂-Bilanz anderer Menschen positiv beeinflusst werden kann.
Konzentration auf die „Big Points“
Tipps, wie man nachhaltiger leben kann, gibt es viele. Aber nicht alle Maßnahmen haben denselben Effekt. Da Zeit und Budget begrenzt sind, ist es sinnvoll, den Blick auf die sogenannten „Big Points“ zu lenken. Diese besonders wirkungsvollen Hebel machen einen großen Unterschied beim Einsparen von Treibhausgasen. Schon wenige dieser großen Schritte genügen, um den CO₂-Fußabdruck deutlich zu verkleinern. Die Klimawaage kann dabei helfen, genau dies zu erkennen und zu priorisieren: Welche Entscheidungen bringen tatsächlich etwas und wo darf man guten Gewissens kleinere Schritte gehen? So steht neben dem spielerischen Lernen also auch die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensstil im Mittelpunkt.
Weitere Informationen und Materialien finden sich auf den Webseiten von KNK und UBA.