Schulen

Klimabildung für eine nachhaltige Zukunft

Die Herausforderungen des Klimawandels liegen offen zutage – und nicht zuletzt durch die Fridays for Future Bewegung ist das gesellschaftliche Bewusstsein für dieses Offensichtliche deutlich gestiegen. Aber reicht das? Klimabildung bringt das Wissen, Können und Wollen so zusammen, dass daraus ein gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Welt wird.

Angebote, Initiativen und Projekte für Schulen


Um Klimaschutz-Themen fächerübergreifend in Projektwochen oder Arbeitsgruppen in Schulen zu bearbeiten, sind passende Methoden und Unterrichtsmaterialien notwendig. Es gibt eine Vielzahl von Angeboten unterschiedlichster Träger und Initiativen, die in diesem Zusammenhang genannt werden können. Aus diesegem Grund haben wir die interessantesten Angebote verschiedenster Organisationen aufgelistet und stellen darüber hinaus eigene Projekte näher vor. 

Schule

Grundschulmaterialien

Für Grundschulen hat die KEAN gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde Unterrichtsmaterialien zu Klimawandel und Klimaschutz erstellt. Diese enthalten neben Hintergrundwissen für die Lehrkräfte 16 Unterrichtseinheiten mit Kopiervorlagen und Experimenten für den Einsatz im Sachkundeunterricht der Klassen 3 bis 5. Ebenfalls für Lehrkräfte an Grundschulen wurden in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde Unterrichtsmaterialien für sichere und klimafreundliche Mobilität auf dem Schulweg entwickelt.

Schülerinnen und Schüler präsentieren die Unterrichtsmaterialien für eine klimafreundliche Mobilität auf dem Schulweg

Anregungen, Methoden und Materialien für den Unterricht

Es gibt eine Vielzahl interessanter Angebote, die Unterrichtsmaterialien, Methoden oder Themenvorschläge im Bereich der Klimabildung zur Verfügung stellen: 

  • Die Plattform „SAME World / Edu-Kit" bietet eine Vielzahl frei verfügbarer Materialien zu Umweltgerechtigkeit, Klimawandel und Umweltmigration für Lehrer, Erzieher und Eltern.

  • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und seine nachgeordneten Behörden informieren im BMU-Bildungsservice über aktuelle Themen und Angebote zu Umwelt- und Naturschutz für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte und stellt Unterrichtsvorschläge und Handreichungen bereit.

  • Praxis Umweltbildung ist ein Service für Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Umweltbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Projektbeispielen und Anleitungen für die eigene Praxis zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Fußball, Kleidung, Landart, Handy, Wasser, Kosmetik, Klima, Mobilität und Regenwald.

  • Der Informationsdienst Umweltschulen bietet Anregungen, Methoden, Materialien oder Partner für die Umweltbildung sowie Tipps zur Verbesserung der Qualität ihrer Schule und zur Orientierung am Leitbild der Nachhaltigkeit.

  • Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat bereits eine Vielzahl von Publikationen wie Bücher, Zeitschriften, Bildungsmaterialien, Papern und Stellungsnahmen zu umweltrelevanten Themen veröffentlicht.

  • Das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung e. V. (PIK) betreibt ein Klimabildungsportal mit Materialien für Lehrkräfte.

  • Der Niedersächsische Bildungsserver (NiBiS) ist das Bildungsportal des Landes Niedersachsen im Schulbereich und bündelt Informationen zur allgemeinen und beruflichen Bildung, den curricularen Vorgaben sowie zu Bildungsthemen und Zielgruppen.

  • Beim „Klima-Wecker" finden Schüler Informationen, Medien und Links, um in und außerhalb der Schule in die Themen Energie und Klimaschutz einzusteigen. Für Lehrkräfte werden zum selben Themenfeld Filme, Materialien und Unterrichtsideen bereitgestellt, die flexibel kombinierbar sind.

  • BildungsCent e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2003 mit unterschiedlichen Programmen und Projekten für neue und nachhaltige Lehr- und Lernkultur fördert. 

  • JANUN e. V. ist ein landesweites Netzwerk von Jugendgruppen im Natur- und Umweltschutz in Niedersachsen, das Jugendliche für ökologische und soziale Themen sensibilisiert und Handlungsmöglichkeiten auf politischer wie individueller Ebene aufzeigt. 
  • Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) ist der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland. Neben einer bundesweiten Übersicht zu Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder/Familien, Pädagogen/Lehrer, Multiplikatoren und Netzwerkpartner finden sich auf der Seite auch eine bundesweite Datenbanksuche für Umweltzentren und Referenten.

Die Balance halten - Theorie und Praxis miteinander verbinden

Schulen als Vorbilder

Schulen selbst können einen großen Einfluss auf ihre Schülerinnen und Schüler nehmen, indem sie als Vorbild vorangehen und einen klimafreundlichen Weg auf verschiedenen Ebenen aufzeigen. Für ihr Engagement können Schulen auch ausgezeichnet werden, bspw. mit dem Siegel "Umweltschule in Europa" oder der Auszeichnung zur "Klimaneutralen Schule".

 

  • Die Initiative „Klimaneutrale Schule" wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert und über ingesamt drei Projektjahre in Niedersachsen durchgeführt. Initiator und Koordinator ist der Verein „Wasser für Kenia e. V.". Im Fokus steht der Ansatz, dass die Energiewende nur durch klimabewusste Städte und Kommunen erreicht werden kann. Da Schulen zu den wesentlichen CO2-Emittenten in Kommunen gehören, sollen Schulen zur weitestmöglichen Senkung ihrer Energieverbräuche angeregt werden. Unter dem Motto "Erfassen - Mindern - Kompensieren - Bewerben" werden zunächst Energieverbräuche und Emissionen bestimmt, anschließend Maßnahmen zur Emissionsminderung umgesetzt und die nicht vermeidbaren Emission kompensiert. Abschließend können sich die Schulen für ein Siegel bewerben, welches für zwei Jahre verliehen wird. 

 

                                                                                         

Die Auszeichnung als „Klimaneutrale Schule" ist eine anspruchsvolle Herausforderung und wird den erfolgreichen Schulen hohe gesellschaftliche Anerkennung einbringen. Die fachlichen Grundlagen für die Berechnung der Energieverbräuche bzw. Treibhausgasemissionen durch die Schulen in den vier Bereichen Strom, Wärme, Schulverpflegung und Mobilität werden vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU) erarbeitet. Die KEAN unterstützt die Initiative ideell und beratend seit ihrer Gründung 2019.

 

Ausstellungen

Wanderausstellung "Klima-Macher"

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Alle müssen gemeinsam aktiv werden, um dieser Herausforderung effizient entgegenzuwirken. Dazu bedarf es der Motivation aller Menschen, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu Themen für das eigene Handeln zu machen. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die wie keine andere Generation die Folgen des Klimawandels erleben werden.

Voraussetzung für die Bereitschaft zum aktiven Handeln ist Wissen über die Zusammenhänge von Klima und Klimawandel. Vor diesem Hintergrund hat die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen mit Unterstützung vom niedersächsichen Umweltministerium und RENN.nord die Wanderausstellung „Klima-Macher" entwickelt: An insgesamt sieben Exponaten erfahren die Besucherinnen und Besucher, welche Auswirkungen ihr tägliches Verhalten auf das Klima hat und was jede und jeder für mehr Klimaschutz tun kann. Denn: Wir alle können unseren CO2-Fußabdruck beeinflussen, indem wir bewusster konsumieren und den eigenen Lebensstil überdenken und ändern!

Mehr erfahren zur Wanderausstellung "Klima-Macher"

Unser tägliches Handeln und seine Folgen fürs Klima aufzeigen: Die Ausstellung informiert zu konkreten Handlungsmöglichkeiten für mehr Klimaschutz im Alltag.

Umweltzentren

Außerschulische Lernstandorte

Das Niedersächsische Kultusministerium (MK) bündelt nicht nur alle Informationen zur Bildung in allgemein bildenden Schulen und Berufsschulen sowie im Bereich frühkindliche Bildung, sondern bietet auch eine Übersicht der außerschulischen BNE-Lernstandorte – inklusive der regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) – und weiterer BNE-Angebote in Niedersachsen. Direkter Link zu den außerschulischen Lernorten.

Was kommt nach der Schule?

Bildung und Beruf

Das Netzwerk Grüne Arbeitswelt will Jugendliche für "grüne" Jobs begeistern und so den Grundstein für eine klimafreundliche Wirtschaft legen. Es bündelt Online-Materialien und Angebote zur Berufsorientierung und bringt Akteure aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen.

Ein bundesweiter Tag zur Berufsorientierung findet einmal im Jahr statt, in der Regel am 12. November - der so genannte „Green Day". Beim „Green Day" lernen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klasse Ausbildungsberufe und Studiengänge in den Bereichen Umweltschutz, grüne Technologien und Klimaschutzforschung kennen. Dazu besuchen sie Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort, die ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz vorstellen.

Auf dem #Zukunftsberufe-Blog geht es um Nachhaltigkeit im Beruf und darum, was jede/r Einzelne für mehr Nachhaltigkeit im Job-Alltag tun kann. Eine Jugendredaktion beleuchtet dafür ganz unterschiedliche Berufsfelder in Blogbeiträgen und interaktiven Infogrammen. Es ist ein Online-Angebot von Jugendlichen für Jugendliche, das alle Interessierten dazu einlädt, am Blog mitzuwirken.

Der gemeinnützige Verein Germanwatch e. V. stellt LehrerInnen und Bildungsakteuren auf seiner Homepage Arbeitsblätter zu verschiedenen Aspekten des globalen Klimawandels für den Schulunterricht zur Verfügung. Einige davon sind auch in englischer Sprache verfügbar. Der Einsatz ist ab Sekundarstufe II geeignet.

Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) bietet verschiedene Informationen zu den Themen Klima im Beruf und im Studium, u. a. entsprechende Stellenangebote, Studiengänge, eine Bildungsdatenbank sowie gemeinsam mit der Naturschutzorganisation WWF einen interdisziplinären Massive Open Online Course (MOOC) zum Klimawandel und seinen Folgen. 

StartGreen@School ist ein bundesweites Projekt mit dem Ziel, Gründungen von nachhaltigen Schülerfirmen zu fördern. Weitere Informationen und Materialien zu nachhaltigen Schülerfirmen bietet das Netzwerk „NaSch-Community".

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) ist seit den achtziger Jahren die niedersächsische Bildungseinrichtung für haupt- und ehrenamtlich Tätige im Naturschutz. Die NNA ist seit 2003 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und hat eine entsprechende Datenbank mit den Einsatzstellen in Niedersachsen.

Junge Menschen bei der Berufsfindung unterstützen - ein FÖJ kann ein guter Einstieg in das Berufsleben sein

E-Learning

Spielerische Angebote

Das Spiel "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" stellt erneuerbare Energien in den Vordergrund und soll Mädchen neugierig auf eine technische Ausbildung machen, vor allem im Umweltbereich. Das Abenteuerspiel wurde für 12- bis 16-Jährige entwickelt und ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar.

„KEEP COOL mobil" ist ein mobiles Multiplayer-Planspiel zu Klimawandel und Klimapolitik für (Lern-)Gruppen bis zu 50 Spielern ab 14 Jahren: Als Bürgermeister einer großen Metropole bestimmen die Teilnehmer ihre Strategie für wirtschaftliches Wachstum und sammeln dabei Siegpunkte. Vor großen Klimakonferenzen nehmen die Spieler Einfluss auf ihre Regierungen und somit auf die internationale Klimapolitik. KEEP COOL mobil ist spielbar an Desktop, Tablet oder Smartphone. Begleitende Unterrichtsideen und -materialien sind beim Unterrichtsportal Lehrer-Online kostenfrei erhältlich.

Spezielle Corona-Online-Angebote

Das Bundesumweltministerium hat themenübergreifendes Material zum „Online lernen und unterrichten" zusammengestellt. Schon veröffentlichte Themen und Materialien für Grundschule und Sekundarstufe wurden für Online-Aufgabenstellungen überarbeitet.

Damit Lernen in der Covid-19-Zeit bestmöglich gewährleistet bleibt – wenn auch aus der Ferne – stellt das BNE-Portal eine Auswahl dieser Angebote für die verschiedenen Bildungsbereiche vor.

Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" hat ihr Angebot an Online-Fortbildungen im Campus ausgebaut. Dadurch können Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte die Zeit der Corona-Pandemie auch für Fortbildungen nutzen.

Das BUNDjugend-Projekt „Klasse Klima – Her mit der coolen Zukunft!" bringt Klimaschutz deutschlandweit an Schulen. Das Angebot gibt es jetzt auch digital mit Videos und Arbeitsblättern zum Download. Schulklassen können Online-Projekttage buchen. Für die Multiplikatoren wird zudem ein Webinar-Programm angeboten.

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat eine Methode entwickelt, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Klimaschutz zu beleuchten: Verschiedene Medien zu diesem Thema wurden für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse zusammengestellt.

Greenpeace hat die Web-App "Konsumsparen" entwickelt, in der digitale Unterrichtsmaterialen zu aktuellen Umweltthemen im Bereich Konsum angeboten werden. Im Vordergrund stehen Fragen wie: Wie verändern wir mit unserem Konsum die Welt? Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften? Und wie können wir positive Spuren hinterlassen? Kurz: Wie geht Klimaschutz im Alltag?

Ansprechpartnerin

Kontakt

Ruth Märtin

0511-89703937
ruth.maertin [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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