Klima im Wandel

Klimabildung für eine nachhaltige Zukunft

Die Herausforderungen des Klimawandels liegen offen zutage – und nicht zuletzt durch die Fridays for Future Bewegung ist das gesellschaftliche Bewusstsein für dieses Offensichtliche deutlich gestiegen. Aber reicht das? Klimabildung bringt das Wissen, Können und Wollen so zusammen, dass daraus ein gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Welt wird.

Oftmals ist es nicht der Mangel an Informationen oder gutem Willen, der den Klimaschutz an manchen Stellen nicht vorankommen lässt. Für viele steht vielmehr die Frage im Raum: Was kann ich konkret tun? Und: Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf die Umwelt und das Klima? Um Bildungsakteure in Kitas, Schulen und der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, bietet die KEAN Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher, Unterrichtsmaterial für Schulen sowie Aktionen, Projekte und Ausstellungen für alle, die Wissen und Haltung für mehr Klimaschutz vermitteln – ergänzt durch Angebote Dritter mit aktuellen Links.

Kindergarten und Kindertagesstätte

Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher

Kinder in der Altersgruppe von vier bis sechs Jahren sind nicht nur die Konsumenten und Entscheider von morgen, sondern auch Forscher und Entdecker, die sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander setzen. Mit Blick auf den Klimawandel ergeben sich Fragen und Erklärungsbedarf, zu dem auch in Kindertagesstätten Antworten gefunden werden sollten. Aber wie kann Bildungsarbeit im Elementarbereich zu den Themen Energiesparen, Nachhaltigkeit, nachhaltige Mobilität und Klimaschutz aussehen? Und wo bieten sich konkrete Anknüpfungspunkte im Kita-Alltag?

  • Grundlagenfortbildung „Energiesparen und Klimaschutz“

    Damit Erzieherinnen und Erzieher Themen des Klimaschutzes aufgreifen und bearbeiten können, hat die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen die Grundlagenfortbildung „Energiesparen und Klimaschutz für Erzieherinnen und Erzieher" entwickelt. Ziel ist es, Hintergrundwissen zu Klimawandel und Klimaschutz sowie Impulse für praktische pädagogische Arbeit im Elementarbereich zu vermitteln und damit das Thema dauerhaft in den Einrichtungen zu verankern. Dabei stehen Interaktion, praktische Anwendung (teilweise in Gruppenarbeit) und der Austausch untereinander im Mittelpunkt.

    Die Teilnehmenden erhalten die beiden Handbücher „Ein Königreich für die Zukunft – Energie erleben durch das Kindergartenjahr" und „Kleiner Daumen – große Wirkung. Klimaschutz im Kindergarten", auf deren Inhalte auch in der Fortbildung eingegangen wird. Die Bücher enthalten viele Praxistipps wie Aktionen, Spiele, Experimente, Geschichten und Lieder. Damit haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Inhalte im Nachgang zu vertiefen und anzuwenden – von kleinen Einzelaktionen bis hin zum Jahresprojekt.

  • Vertiefungsseminar „Nachhaltiges Handeln ist kinderleicht“

    Beim Vertiefungsseminar „Weniger – besser – anders: Nachhaltiges Handeln ist kinderleicht" steht zu Beginn ein theoretischer Input zu Konsummustern und deren Auswirkungen auf das Klima sowie zu Suffizienz als Nachhaltigkeitsstrategie. Suffizienz meint ein Prinzip des rechten Maßes und das Bemühen um einen möglichst geringen Energie- und Ressourcenverbrauch. Dazu gibt es viele Praxisbeispiele für den Alltag in der Kita und einen methodischen Teil zum Thema "Philosophieren und nachdenkliche Gespräche mit Kindern".

    In der praktischen Umsetzung geht es dann an vier Lernstationen um die Themen Plastikmüll und Müllvermeidung, nachhaltiges Spielzeug, nachhaltiger Papier- und Kleiderkonsum sowie um die Frage, wie das Erlernte in die Kita-Praxis übertragen werden kann.

  • Vertiefungsseminar „Nachhaltige Mobilität in der Kita"

    Kinder lieben Bewegung – und brauchen sie auch für eine gesunde Entwicklung. Doch unsere immer stärker motorisierte Gesellschaft engt dabei die kindliche Erfahrungswelt stark ein: "Elterntaxis" verursachen bereits im Kleinkindalter einen massiven Bewegungsmangel. Lernen die Kinder von Anfang an, Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, ist das gut für ihre Gesundheit und für unsere Umwelt. Gleichzeitig verringert sich das Verkehrsaufkommen, was mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und einen Beitrag zum Klimaschutz bedeutet.

    Das spätere Verhalten wird bereits in der frühen Kindheit geprägt, so auch bei unserer Mobilität. Dabei nehmen der Kindergarten als Ort des sozialen Lernens sowie pädagogische Fachkräfte und Eltern als Vorbilder eine wichtige Rolle ein. Doch wie lässt sich nachhaltige Mobilität in der pädagogischen Arbeit im Kita-Alltag aufgreifen? Welche Anregungen für eine klimafreundlichere Mobilität sind in der Kita umsetzbar? Welche Maßnahmen haben sich in anderen Einrichtungen bereits bewährt?

    Neues KEAN-Seminar „Vorfahrt für den Klimaschutz – nachhaltige Mobilität in der Kita"

    Zu diesen Fragen hat die KEAN 2021 ein neues Angebot entwickelt, das die bereits bestehenden Seminare „Energiesparen und Klimaschutz in der Kita" und „Weniger – besser – anders: Nachhaltiges Handeln ist kinderleicht" ergänzt. Bei der Durchführung kooperiert die KEAN auch bei dem neuen Format mit einem regionalen Partner, z. B. einer regionalen Energieagentur, einer Klimaschutzmanagerin oder auch einer Bildungseinrichtung.

    Die Premierenveranstaltung fand im März 2021 in Kooperation mit Stadt und Landkreis Osnabrück als Online-Seminar statt. In einer Nachlese wurden die wichtigsten Inhalte des Seminars dargestellt. Zur Nachlese

    Weitere Interessenten für Online- oder Präsenzveranstaltungen können sich gerne bei Dorothee Crönert melden!

  • Organisation, Kontakt und weitere Informationen

    Beide Kita-Seminare werden als KEAN-Angebote niedersachsenweit und jeweils in Kooperation mit lokalen Partnern wie regionalen Energieagenturen, Kommunen oder Bildungsträgern durchgeführt.

    Die nächsten Termine für unsere Kita-Seminare finden Sie hier.

    Mit einer guten gemeinsamen Vorbereitung und der strikten Einhaltung eines Hygienekonzeptes ist es möglich, die Kita-Seminare auch in Zeiten der Corona-Pandemie als Präsenzfortbildung auszurichten - vorbehaltlich der jeweils aktuellen Vorgaben. Wichtig ist ein abgestimmtes Hygienekonzept am Veranstaltungsort, ausreichend Platz zum Einhalten der Mindestabstände sowie Desinfektions- und Belüftungsmöglichkeiten.

    Interessierte Bildungseinrichtungen, Klimaschutzmanagerinnen und -agenturen oder weitere Akteure, die als Kooperationspartner Seminare in ihrer Region anbieten möchten, wenden sich bitte direkt an Dorothee Crönert.

    Weitere Informationen zum Thema liefert der Flyer "Klimaschutz in der Kita".

Schule

Grundschulmaterialien

Für Grundschulen hat die KEAN Unterrichtsmaterialien zu Klimawandel und Klimaschutz erstellt. Diese enthalten neben Hintergrundwissen für die Lehrkräfte 16 Unterrichtseinheiten mit Kopiervorlagen und Experimenten für den Einsatz im Sachkundeunterricht der Klassen 3 bis 5. Die Kopiervorlagen der Arbeitsblätter für die Schülerinnen und Schüler finden Sie hier.

Ebenfalls für Lehrkräfte an Grundschulen wurden Unterrichtsmaterialien für sichere und klimafreundliche Mobilität auf dem Schulweg entwickelt. Beide Broschüren wurden in Zusammenarbeit mit der Fachberatung BNE der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (vormals Niedersächsische Landesschulbehörde) erstellt. 

Weitere Angebote, Initiativen und Projekte

  • Kindertagesstätte und Grundschule

    Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich für die Förderung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik (MINT). Gemeinsam mit lokalen Netzwerkpartnern bietet die Stiftung bundesweit Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Grundschulen an - auch als Online-Seminare. Seit 2016 wurde das Angebot um das Thema Nachhaltigkeit und BNE erweitert und entsprechende Fortbildungen für Kita-Leitungen ins Programm aufgenommen.

  • Schule

    Um Klimaschutz-Themen fächerübergreifend oder in Projektwochen sowie Arbeitsgruppen in Schulen zu bearbeiten, gibt es eine Vielzahl von Angeboten unterschiedlichster Träger und Initiativen.

    • Da wäre zum einen das Portal "Globales Lernen", das Bildungsmaterialien zusammenstellt und Initiativen und Aktionen vorstellt.

     

     

    • Die Plattform „SAME World / Edu-Kit" bietet eine Vielzahl frei verfügbarer Materialien zu Umweltgerechtigkeit, Klimawandel und Umweltmigration für Lehrer, Erzieher und Eltern.

     

    • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und seine nachgeordneten Behörden informieren im BMU-Bildungsservice über aktuelle Themen und Angebote zu Umwelt- und Naturschutz für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte, stellen Unterrichtsvorschläge und Handreichungen bereit.

     

    • Praxis Umweltbildung ist ein Service für Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Umweltbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Projektbeispielen und Anleitungen für die eigene Praxis zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Fußball, Kleidung, Landart, Handy, Wasser, Kosmetik, Klima, Mobilität und Regenwald.

     

    • Der Informationsdienst Umweltschulen bietet Anregungen, Methoden, Materialien oder Partner für die Umweltbildung sowie Tipps zur Verbesserung der Qualität ihrer Schule und zur Orientierung am Leitbild der Nachhaltigkeit.

     

     

     

    • Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) bietet verschiedene Informationen zu den Themen Klima im Beruf und im Studium, u. a. entsprechende Stellenangebote, Studiengänge, eine Bildungsdatenbank sowie gemeinsam mit der Naturschutzorganisation WWF einen interdisziplinären Massive Open Online Course (MOOC) zum Klimawandel und seinen Folgen.

     

    • Das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung e. V. (PIK) betreibt ein Klimabildungsportal mit Materialien für Lehrkräfte.

     

    • Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) ist der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland. Neben einer bundesweiten Übersicht zu Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder/Familien, Pädagogen/Lehrer, Multiplikatoren und Netzwerkpartner finden sich auf der Seite auch eine bundesweite Datenbanksuche für Umweltzentren und Referenten.

     

    • Im Bildungsportal Niedersachsen  sollen zukünftig die schulfachlichen Inhalte der Internetauftritte des Kultusministeriums, des niedersächsischen Bildungsservers NiBiS, des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) sowie der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung rund um das Thema Schule und Kita unter einer Adresse zusammengeführt werden. Bereits verankert sind hier z. B. hilfreiche Hinweise zur Unterstützung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher sowie Links zu allen wichtigen Internetauftritten im Bereich Schule und Bildung in Niedersachsen.

     

    • Beim „Klima-Wecker" finden Schüler Informationen, Medien und Links, um in und außerhalb der Schule in die Themen Energie und Klimaschutz einzusteigen. Für Lehrkräfte werden zum selben Themenfeld Filme, Materialien und Unterrichtsideen bereitgestellt, die flexibel kombinierbar sind.

     

    • StartGreen@School ist ein bundesweites Projekt mit dem Ziel, Gründungen von nachhaltigen Schülerfirmen zu fördern. Weitere Informationen und Materialien zu nachhaltigen Schülerfirmen bietet das Netzwerk „NaSch-Community".

     

    • BildungsCent e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2003 mit unterschiedlichen Programmen und Projekten für neue und nachhaltige Lehr- und Lernkultur fördert.

     

    • Eine neue Initiative hat sich unter "Klimaneutrale Schule" in Niedersachsen gebildet. Schulen sollen ermuntert werden, ihre Energieverbräuche zu erfassen, zu mindern und zu kompensieren. Haben sie das erfolgreich getan, können sie sich um das Siegel "Klimaneutrale Schule" bewerben. Die KEAN unterstützt die Initative "Klimaneutrale Schule" in Niedersachsen.

     

    • Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt "Global Ideas" der Deutschen Welle (DW) hat sieben Lernpakete zu Umwelt- und Klimaschutzthemen veröffentlicht (weitere folgen regelmäßig). Die Materialien richten sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 16 Jahren und sind sowohl für den Präsenzunterricht als auch für das Homeschooling geeignet. 

     

     

    Filme zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz für den Einsatz in Schulen:

    • „Filme für die Erde" bietet neben kostenlosen Filmangeboten zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz auch aufbereitetes Material für Lehrkräfte an. Das Portal wurde von der UNESCO ausgezeichnet.

     

    • Darüber hinaus gibt es in jedem Bundesland Schulkinowochen, bei denen auch BNE-relevante Filme angeboten werden. Mehr Infos und die aktuellen Termine der Schulkinowochen in Niedersachsen finden Sie hier.

     

    • In Niedersachsen gibt es für Lehrkräfte das Onlineportal für digitale Medien „Merlin". Gibt man in der Suche „Klimaschutz" ein, werden zahlreiche Filmvorschläge angezeigt.
  • Außerschulische Lernstandorte - Umweltzentren
  • Jugendgruppen
    • JANUN e. V. ist ein landesweites Netzwerk von Jugendgruppen im Natur- und Umweltschutz in Niedersachsen, das Jugendliche für ökologische und soziale Themen sensibilisiert und Handlungsmöglichkeiten auf politischer wie individueller Ebene aufzeigt.

     

    • Im Portal „Planet A – Umwelt im Internet" bietet das Bundesumweltministerium (BMU) Wissen zu Umweltthemen, Aktionen für junge Menschen und Informationen zur Finanzierung von Umweltprojekten an. In den Rubriken "Wissen", "Machen" und "Geld" werden Informationen und Hintergründe aufgezeigt sowie Angebote des BMU für und mit Jugendlichen dargestellt. Unter "Geld" werden Fördermöglichkeiten wie der für Anfang 2021 geplante Jugendklimafonds vorgestellt: Dieser Fonds soll auf unbürokratische Weise Projekte von jungen Menschen zum Klimaschutz mit bis zu 2000 € fördern. Zusätzlich soll der Jugendklimafonds zukünftig Klimaschutzstipendien ermöglichen.
  • Bildung und Beruf
    • Das Netzwerk Grüne Arbeitswelt will Jugendliche für "grüne" Jobs begeistern und so den Grundstein für eine klimafreundliche Wirtschaft legen. Es bündelt Online-Materialien und Angebote zur Berufsorientierung und bringt Akteure aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen.

     

    • Ein bundesweiter Tag zur Berufsorientierung findet einmal im Jahr statt, in der Regel am 12. November - der so genannte „Green Day". Beim „Green Day" lernen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klasse Ausbildungsberufe und Studiengänge in den Bereichen Umweltschutz, grüne Technologien und Klimaschutzforschung kennen. Dazu besuchen sie Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort, die ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz vorstellen.

     

    • Auf dem #Zukunftsberufe-Blog geht es um Nachhaltigkeit im Beruf und darum, was jede/r Einzelne für mehr Nachhaltigkeit im Job-Alltag tun kann. Eine Jugendredaktion beleuchtet dafür ganz unterschiedliche Berufsfelder in Blogbeiträgen und interaktiven Infogrammen. Es ist ein Online-Angebot von Jugendlichen für Jugendliche, das alle Interessierten dazu einlädt, am Blog mitzuwirken.

     

    • Der gemeinnützige Verein Germanwatch e. V. stellt LehrerInnen und Bildungsakteuren auf seiner Homepage Arbeitsblätter zu verschiedenen Aspekten des globalen Klimawandels für den Schulunterricht zur Verfügung. Einige davon sind auch in englischer Sprache verfügbar. Der Einsatz ist ab Sekundarstufe II geeignet.

     

    • Die Webseite „Planet A – Umwelt im Internet" vom BMU ist vor allem für junge Menschen gedacht und unterteilt sich in die drei Rubriken „Wissen", „Machen" und „Geld". Die beiden ersten Rubriken bieten Informationen und Hintergründe zu Umweltthemen und verweisen auf Angebote, Projekte und Veranstaltungen des BMU zum Thema. Unter dem Stichwort „Geld" wird der für 2021 geplante Jugendklimafonds für Klimaschutzprojekte und Klimastipendien vorgestellt.
  • Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

    Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) ist seit den achtziger Jahren die niedersächsische Bildungseinrichtung für haupt- und ehrenamtlich Tätige im Naturschutz. Die NNA ist seit 2003 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und hat eine entsprechende Datenbank mit den Einsatzstellen in Niedersachsen.

  • Spielerische Angebote
    • Unter der Schirmherrschaft vom Präsidenten des Umweltbundesamts Prof. Dirk Messner und mit einer Vielzahl von Partnern ist die „Klimawette" gestartet. Der Trägerverein „3 Fürs Klima" will mindestens 1 Million Menschen erreichen, um gemeinsam ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzten. Mit einer Spende von 25 Euro können Klimaschutzprojekte im In- und Ausland unterstützt und damit mindestens eine Tonne CO2 eingespart werden. Dazu gibt es Tipps und Challenges, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verbessern und im Freundeskreis weitere Menschen fürs Mitmachen zu begeistern.

     

    • Das Spiel "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" stellt erneuerbare Energien in den Vordergrund und soll Mädchen neugierig auf eine technische Ausbildung machen, vor allem im Umweltbereich. Das Abenteuerspiel wurde für 12- bis 16-Jährige entwickelt und ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar.

     

    • „KEEP COOL mobil" ist ein mobiles Multiplayer-Planspiel zu Klimawandel und Klimapolitik für (Lern-)Gruppen bis zu 50 Spielern ab 14 Jahren: Als Bürgermeister einer großen Metropole bestimmen die Teilnehmer ihre Strategie für wirtschaftliches Wachstum und sammeln dabei Siegpunkte. Vor großen Klimakonferenzen nehmen die Spieler Einfluss auf ihre Regierungen und somit auf die internationale Klimapolitik. KEEP COOL mobil ist spielbar an Desktop, Tablet oder Smartphone. Begleitende Unterrichtsideen und -materialien sind beim Unterrichtsportal Lehrer-Online kostenfrei erhältlich.

     

    • Eine vom MCC geleitete Studie hat die Debatte um wirksamen Klimaschutz und die Gegenargumente analysiert: Demnach gibt es vier gängige Argumentationslinien, mit denen Klimaschutz-Maßnahmen verzögert werden. Ein Klima-Quiz von klimafakten.de schärft den Blick und hilft, adäquat zu reagieren. 
  • Hinweise und Online-Angebote für Schulen in der Corona-Pandemie
    • In der Handreichung "Lüften in Schulen" informiert das Umweltbundesamt zum richtigen Lüften in Schulen und gibt Hinweise zu Luftaustausch
      und effizientem Lüften zur Reduzierung des Infektionsrisikos
      durch Aerosole in Schulen.

     

    • Das Bundesumweltministerium hat themenübergreifendes Material zum „Online lernen und unterrichten" zusammengestellt. Schon veröffentlichte Themen und Materialien für Grundschule und Sekundarstufe wurden für Online-Aufgabenstellungen überarbeitet. 

     

    • Damit Lernen in der Covid-19-Zeit bestmöglich gewährleistet bleibt – wenn auch aus der Ferne – stellt das BNE-Portal eine Auswahl dieser Angebote für die verschiedenen Bildungsbereiche vor.

     

    • Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" hat ihr Angebot an Online-Fortbildungen im Campus ausgebaut. Dadurch können Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte die Zeit der Corona-Pandemie auch für Fortbildungen nutzen.

     

    • Das BUNDjugend-Projekt „Klasse Klima – Her mit der coolen Zukunft!" bringt Klimaschutz deutschlandweit an Schulen. Das Angebot gibt es jetzt auch digital mit Videos und Arbeitsblättern zum Download. Schulklassen können Online-Projekttage buchen. Für die Multiplikatoren wird zudem ein Webinar-Programm angeboten.

     

    • Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat eine Methode entwickelt, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Klimaschutz zu beleuchten: Verschiedene Medien zu diesem Thema wurden für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse zusammengestellt.

     

    • Greenpeace hat die Web-App "Konsumsparen" entwickelt, in der digitale Unterrichtsmaterialen zu aktuellen Umweltthemen im Bereich Konsum angeboten werden. Im Vordergrund stehen Fragen wie: Wie verändern wir mit unserem Konsum die Welt? Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften? Und wie können wir positive Spuren hinterlassen? Kurz: Wie geht Klimaschutz im Alltag?

     

    • Der gemeinnützige Förderverein Das macht Schule e. V. gibt mit seiner „Nachhaltigkeits-Challenge für zuhause" Anregungen und praktische Tipps, wie Schülerinnen und Schüler trotz strenger Hygienekonzepte und Abstandsregeln das Bewusstsein für Klimaschutz und Nachhaltigkeit schärfen können. Dazu gehören z. B. Müllsammel-, Upcycling- und Plastikfasten-Aktionen.

     

    • Das Institut equalita e. V. erstellt Quizze zu den einzelnen UN-Nachhaltigkeitszielen (SGDs) in drei Schwierigkeitsstufen – für Anfänger (Einstieg für Unter-/Mittelstufe), Fortgeschrittene (Mittel-/Oberstufe) und Experten (Oberstufe, Erwachsene). Auch zum Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz" gibt es Quizze. Diese bestehen jeweils aus 12 Fragen, am Ende gibt es Erläuterungen und weiterführendes Material zu jeder Frage.

     

    • Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt "Global Ideas" der Deutschen Welle (DW) hat sieben Lernpakete zu Umwelt- und Klimaschutzthemen veröffentlicht (weitere folgen regelmäßig). Die Materialien richten sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 16 Jahren und sind sowohl für den Präsenzunterricht als auch für das Homeschooling geeignet.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

  • Politische Rahmenbedingungen

    International

    2015 haben die Vereinten Nationen internationale Ziele nachhaltiger Entwicklung verabschiedet, die so genannten Sustainable Development Goals (SDGs), und in der Folge den „Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030" aufgestellt. Dieser definiert konkrete Maßnahmen und Strategien zur Förderung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) in fünf Handlungsfeldern: Politische Unterstützung/Integration; ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen; Kompetenzentwicklung bei Lehrkräften und Multiplikatoren; Stärkung und Mobilisierung der Jugend sowie die Förderung auf lokaler Ebene (Städte, Gemeinden, Regionen).

     

    Deutschland

    Auf Bundesebene existiert die beim Bundesumweltministerium (BMU) angesiedelte „Nationale Klimaschutzinitiative" (NKI). In der NKI ist die Unterstützung der Klimabildung in Deutschland festgelegt. In dem Lenkungsgremium "Nationale Plattform" treffen sich Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft halbjährlich zum „Agendakongress BNE".

    Im Juni 2017 hat die Nationale Plattform unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Deutschland den „Nationalen Aktionsplan" verabschiedet. Mit 130 Zielen und 349 konkreten Handlungsempfehlungen soll er in den einzelnen Bildungsbereichen dazu führen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird.

    Auf der Arbeitsebene existieren sechs „Fachforen" (Frühkindliche Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Non-formales und informelles Lernen, Jugend und Kommunen) als beratende Arbeitsgremien, in die zehn Partnernetzwerke als Impulsgeber eingebunden sind.

    Eine erste Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan BNE zeigt auf, in welchen Bereichen die Verankerung bereits erfolgt ist und wo es noch weiterer Anstrengungen bedarf. Zudem soll sie als Orientierungshilfe dienen, um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans in den nächsten Jahren weiter gezielt voranzutreiben.

    2019 endete das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015 – 2019). Der Start des neuen internationalen UNESCO-Programms für BNE „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (kurz „ESD for 2030") wurde von der UNESCO-Generalversammlung beschlossen. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, angelehnt an die Agenda 2030. Mit der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans unterstützen die Mitglieder der Nationalen Plattform BNE diesen Prozess.

     

    Niedersachsen

    Zum 01.06.2021 tritt in Niedersachsen der Erlass „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an öffentlichen allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Schulen in freier Trägerschaft" in Kraft. Der Erlass sieht vor, dass die nachhaltige Entwicklung in der Kooperation mit dem Schulträger auch in die bauliche Gestaltung und die Ausstattung der Schule sowie in die nachhaltige Bewirtschaftung der Schule hineinwirken kann. Zudem benennt die Schulleitung eine Lehrkraft als BNE-Ansprechpartnerin oder -Ansprechpartner. Auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Akteuren wird ausdrücklich genannt und damit gestärkt.

    Den Erlass und weitere Informationen zu BNE in Niedersachsen finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Kultusministeriums. Weitere rechtliche und politische Rahmenbedingungen zum Klimaschutz in Niedersachsen haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

  • Veröffentlichungen
    • Eine Umfrage der forsa zum Thema „Sicherer Schulweg" fragte nach Gründen, weshalb Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Bequemlichkeit und das Verbinden mehrerer Wege sind nach Einschätzung der Befragten die wichtigsten Gründe für die Verwendung von PKW. Laut der Umfrage steht insbesondere die fehlende Infrastruktur einem Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln entgegen. Herausgeber: Deutsches Kinderhilfswerk, Verkehrsclub VCD, Verband Bildung und Erziehung (VBE), August 2020

     

    • Das Naturbewusstsein in Deutschland wächst. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Naturbewusstseinsstudie 2019. Eine große Mehrheit der Deutschen findet darüber hinaus Schutzgebiete wichtig, um die Natur für nachfolgende Generationen zu erhalten. Sie unterstützen daher deren Stärkung - national wie international. Herausgeber: BMU, August 2020

     

    • Die SINUS-Jugendstudie „Wie ticken Jugendliche?" untersucht alle vier Jahre die Lebenswelten 14- bis 17-jähriger Teenager in Deutschland. Die diesjährige Studie stellte Fragen wie: Welche Themen sind der Jugendgeneration wichtig? Wie blicken die jungen Menschen in die Zukunft? Und nicht zuletzt: Wie kommen die Jugendlichen in der Ausnahmesituation der Corona-Krise zurecht? Herausgaber: SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, Juli 2020

     

     

    • Wissenschaftliche Schriftenreihe: Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung. Regelmäßig veröffentlicht die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher" die Ergebnisse abgeschlossener Studien von renommierten Expertinnen und Experten. Der zuletzt erschienene Band beschäftigt sich mit der Frage, was es braucht, um Bildung für nachhaltige Entwicklung erfolgreich in Kitas, Horten und Grundschulen, zu verankern. Herausgeber: Stiftung Haus der kleinen Forscher, 2019

     

    • Im Projekt "LeKoKli"(Lernfeld Kommune für Klimaschutz) wurde die Verknüpfung von Bildungs- und kommunalen Klimaschutzprozessen betrachtet. Die Ergebnisse mit konkreten Anregungen und Hinweisen für Mitarbeitende in Kommunen, Schulen und außerschulischen Lernorten sind in einer Broschüre zusammengefasst. Das Projekt wurde im Oktober 2019 beendet. Herausgeber: Energie- und Umweltzentraum am Deister e. V.

     

     

  • Literaturdatenbank
    • Die Literaturdatenbank BNELIT vom Verein für Ökologie und Umweltbildung Osnabrück e. V. bietet Literatur und Materialien rund um das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung. Aktuell umfasst die Datenbank über 48.000 Literaturtitel und bietet detaillierte Recherchemöglichkeiten.

Förderangebote

Für Bildungsangebote und -projekte im Bereich von Klimaschutz und Nachhaltigkeit gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten. Wir haben die wichtigsten Förderangebote und Stiftungen zusammengetragen, die Projekte im Bildungsbereich finanziell unterstützen.   

Zu den Fördermöglichkeiten

Ansprechpartnerin

Kontakt

Ruth Märtin

0511-89703937
ruth.maertin [at] klimaschutz-niedersachsen.de

Kontakt

Dorothee Crönert

0511 89 70 39-0
dorothee.croenert [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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