Klima im Wandel

Klimabildung für eine nachhaltige Zukunft

Die Herausforderungen des Klimawandels liegen offen zutage – und nicht zuletzt durch die Fridays for Future Bewegung ist das gesellschaftliche Bewusstsein für dieses Offensichtliche deutlich gestiegen. Aber reicht das? Klimabildung bringt das Wissen, Können und Wollen so zusammen, dass daraus ein gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Welt wird.

Oftmals ist es nicht der Mangel an Informationen oder gutem Willen, der den Klimaschutz an manchen Stellen nicht vorankommen lässt. Für viele steht vielmehr die Frage im Raum: Was kann ich konkret tun? Und: Welche Auswirkungen hat mein Handeln auf die Umwelt und das Klima? Um Bildungsakteure in Kitas, Schulen und der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, bietet die KEAN Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher, Unterrichtsmaterial für Schulen, eine Ausstellung für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Aktionen für alle, die Wissen und Haltung für mehr Klimaschutz vermitteln – ergänzt durch Angebote Dritter mit aktuellen Links.

Kindergarten und Kindertagesstätte

Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher

Kinder in der Altersgruppe von vier bis sechs Jahren sind nicht nur die Konsumenten und Entscheider von morgen, sondern auch Forscher und Entdecker, die sich aktiv mit ihrer Umwelt auseinander setzen. Mit Blick auf den Klimawandel ergeben sich Fragen und Erklärungsbedarf, zu dem auch in Kindertagesstätten Antworten gefunden werden sollten. Aber wie kann Bildungsarbeit im Elementarbereich zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz aussehen? Und wo bieten sich konkrete Anknüpfungspunkte im Kita-Alltag?

  • Grundlagenfortbildung „Energiesparen und Klimaschutz“

    Damit Erzieherinnen und Erzieher Themen des Klimaschutzes aufgreifen und bearbeiten können, hat die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen die Grundlagenfortbildung „Energiesparen und Klimaschutz für Erzieherinnen und Erzieher" entwickelt. Ziel ist es, Hintergrundwissen zu Klimawandel und Klimaschutz sowie Impulse für praktische pädagogische Arbeit im Elementarbereich zu vermitteln und damit das Thema dauerhaft in den Einrichtungen zu verankern. Dabei stehen Interaktion, praktische Anwendung (teilweise in Gruppenarbeit) und der Austausch untereinander im Mittelpunkt.

    Die Teilnehmenden erhalten die beiden Handbücher „Ein Königreich für die Zukunft – Energie erleben durch das Kindergartenjahr" und „Kleiner Daumen – große Wirkung. Klimaschutz im Kindergarten", auf deren Inhalte auch in der Fortbildung eingegangen wird. Die Bücher enthalten viele Praxistipps wie Aktionen, Spiele, Experimente, Geschichten und Lieder. Damit haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Inhalte im Nachgang zu vertiefen und anzuwenden – von kleinen Einzelaktionen bis hin zum Jahresprojekt.

  • Vertiefungsseminar „Nachhaltiges Handeln ist kinderleicht“

    Beim Vertiefungsseminar „Weniger – besser – anders: Nachhaltiges Handeln ist kinderleicht" steht zu Beginn ein theoretischer Input zu Konsummustern und deren Auswirkungen auf das Klima sowie zu Suffizienz als Nachhaltigkeitsstrategie. Suffizienz meint ein Prinzip des rechten Maßes und das Bemühen um einen möglichst geringen Energie- und Ressourcenverbrauch. Dazu gibt es viele Praxisbeispiele für den Alltag in der Kita und einen methodischen Teil zum Thema "Philosophieren und nachdenkliche Gespräche mit Kindern".

    In der praktischen Umsetzung geht es dann an vier Lernstationen um die Themen Plastikmüll und Müllvermeidung, nachhaltiges Spielzeug, nachhaltiger Papier- und Kleiderkonsum sowie um die Frage, wie das Erlernte in die Kita-Praxis übertragen werden kann.

  • Kontakt und weitere Informationen

    Beide Kita-Seminare werden als KEAN-Angebote niedersachsenweit und jeweils in Kooperation mit lokalen Partnern wie regionalen Energieagenturen, Kommunen oder Bildungsträgern durchgeführt.

    Interessierte Bildungseinrichtungen, KlimaschutzmanagerInnen und -agenturen oder weitere Akteure, die als Kooperationspartner Seminare in ihrer Region anbieten möchten, wenden sich bitte direkt an die KEAN.

    Weitere Informationen zum Thema liefert der Flyer "Klimaschutz in der Kita".

Schule

Grundschulmaterialien

Für Grundschulen hat die KEAN gemeinsam mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde Unterrichtsmaterialien zu Klimawandel und Klimaschutz erstellt. Diese enthalten neben Hintergrundwissen für die Lehrkräfte 16 Unterrichtseinheiten mit Kopiervorlagen und Experimenten für den Einsatz im Sachkundeunterricht der Klassen 3 bis 5. Ebenfalls für Lehrkräfte an Grundschulen wurden in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde Unterrichtsmaterialien für sichere und klimafreundliche Mobilität auf dem Schulweg entwickelt.

Weitere Angebote, Initiativen und Projekte

  • Kindergarten

    Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" engagiert sich für die Förderung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Mathematik, Informatik Naturwissenschaften und Technik (MINT). Gemeinsam mit lokalen Netzwerkpartnern bietet die Stiftung bundesweit Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Grundschulen an - auch als Online-Seminare. Seit 2016 wurde das Angebot um das Thema Nachhaltigkeit und BNE erweitert und entsprechende Fortbildungen für Kita-Leitungen ins Programm aufgenommen.

  • Schule

    Um Klimaschutz-Themen fächerübergreifend oder in Projektwochen sowie Arbeitsgruppen in Schulen zu bearbeiten, gibt es eine Vielzahl von Angeboten unterschiedlichster Träger und Initiativen.

    Da wäre zum einen das Portal "Globales Lernen", das Bildungsmaterialien zusammenstellt und Initiativen und Aktionen vorstellt. Das Portal des UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) bietet Informationen zu den fünf verschiedenen Bildungsbereichen (frühkindliche Bildung, Schule, berufliche Bildung, Hochschule, non-formale und informelle Bildung) an. Die Plattform „SAME World / Edu-Kit" bietet eine Vielzahl frei verfügbarer Materialien zu Umweltgerechtigkeit, Klimawandel und Umweltmigration für Lehrer, Erzieher und Eltern.

    Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) und seine nachgeordneten Behörden informieren im BMU-Bildungsservice über aktuelle Themen und Angebote zu Umwelt- und Naturschutz für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte, stellen Unterrichtsvorschläge und Handreichungen bereit.

    Praxis Umweltbildung ist ein Service für Lehrkräfte und Multiplikatoren aus Umweltbildung, Kinder- und Jugendarbeit mit Projektbeispielen und Anleitungen für die eigene Praxis zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Fußball, Kleidung, Landart, Handy, Wasser, Kosmetik, Klima, Mobilität und Regenwald.

    Der Informationsdienst Umweltschulen bietet Anregungen, Methoden, Materialien oder Partner für die Umweltbildung sowie Tipps zur Verbesserung der Qualität ihrer Schule und zur Orientierung am Leitbild der Nachhaltigkeit. Der gemeinnützige Förderverein Umweltschule in Europa Niedersachsen e. V. hat es sich zum Ziel gemacht, alle Aktivitäten, die der Entwicklung und Verbreitung des Projekts „Umweltschule in Europa" dienen, ideell und finanziell zu fördern.

    Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat bereits eine Vielzahl von Publikationen wie Bücher, Zeitschriften, Bildungsmaterialien, Papern und Stellungsnahmen zu umweltrelevanten Themen veröffentlicht.

    Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) bietet verschiedene Informationen zu den Themen Klima im Beruf und im Studium, u. a. entsprechende Stellenangebote, Studiengänge, eine Bildungsdatenbank sowie gemeinsam mit der Naturschutzorganisation WWF einen interdisziplinären Massive Open Online Course (MOOC) zum Klimawandel und seinen Folgen. Das Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung e. V. (PIK) betreibt ein Klimabildungsportal mit Materialien für Lehrkräfte.

    Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) ist der Dachverband der Umweltbildungseinrichtungen in Deutschland. Neben einer bundesweiten Übersicht zu Fortbildungsmöglichkeiten für Kinder/Familien, Pädagogen/Lehrer, Multiplikatoren und Netzwerkpartner finden sich auf der Seite auch eine bundesweite Datenbanksuche für Umweltzentren und Referenten.

    Der Niedersächsische Bildungsserver (NiBiS) ist das Bildungsportal des Landes Niedersachsen im Schulbereich und bündelt Informationen zur allgemeinen und beruflichen Bildung, den curricularen Vorgaben sowie zu Bildungsthemen und Zielgruppen.

    Beim „Klima-Wecker" finden Schüler Informationen, Medien und Links, um in und außerhalb der Schule in die Themen Energie und Klimaschutz einzusteigen. Für Lehrkräfte werden zum selben Themenfeld Filme, Materialien und Unterrichtsideen bereitgestellt, die flexibel kombinierbar sind.

    StartGreen@School ist ein bundesweites Projekt mit dem Ziel, Gründungen von nachhaltigen Schülerfirmen zu fördern. Weitere Informationen und Materialien zu nachhaltigen Schülerfirmen bietet das Netzwerk „NaSch-Community".

    BildungsCent e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2003 mit unterschiedlichen Programmen und Projekten für neue und nachhaltige Lehr- und Lernkultur fördert.

    Eine neue Initiative hat sich unter "Klimaneutrale Schule" in Niedersachsen gebildet. Schulen sollen ermuntert werden, ihre Energieverbräuche zu erfassen, zu mindern und zu kompensieren. Haben sie das erfolgreich getan, können sie sich um das Siegel "Klimaneutrale Schule" bewerben.

  • Außerschulische Lernstandorte - Umweltzentren

    Das Niedersächsische Kultusministerium (MK) bündelt nicht nur alle Informationen zur Bildung in allgemein bildenden Schulen und Berufsschulen sowie im Bereich frühkindliche Bildung, sondern bietet auch eine Übersicht der außerschulischen BNE-Lernstandorte – inklusive der regionalen Umweltbildungszentren (RUZ) – und weiterer BNE-Angebote in Niedersachsen. Direkter Link zu den außerschulischen Lernorten.

    JANUN e. V. ist ein landesweites Netzwerk von Jugendgruppen im Natur- und Umweltschutz in Niedersachsen, das Jugendliche für ökologische und soziale Themen sensibilisiert und Handlungsmöglichkeiten auf politischer wie individueller Ebene aufzeigt.

  • Bildung und Beruf

    Das Netzwerk Grüne Arbeitswelt will Jugendliche für "grüne" Jobs begeistern und so den Grundstein für eine klimafreundliche Wirtschaft legen. Es bündelt Online-Materialien und Angebote zur Berufsorientierung und bringt Akteure aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammen.

    Ein bundesweiter Tag zur Berufsorientierung findet einmal im Jahr statt, in der Regel am 12. November - der so genannte „Green Day". Beim „Green Day" lernen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 13. Klasse Ausbildungsberufe und Studiengänge in den Bereichen Umweltschutz, grüne Technologien und Klimaschutzforschung kennen. Dazu besuchen sie Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Ort, die ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz vorstellen.

    Auf dem #Zukunftsberufe-Blog geht es um Nachhaltigkeit im Beruf und darum, was jede/r Einzelne für mehr Nachhaltigkeit im Job-Alltag tun kann. Eine Jugendredaktion beleuchtet dafür ganz unterschiedliche Berufsfelder in Blogbeiträgen und interaktiven Infogrammen. Es ist ein Online-Angebot von Jugendlichen für Jugendliche, das alle Interessierten dazu einlädt, am Blog mitzuwirken.

    Der gemeinnützige Verein Germanwatch e. V. stellt LehrerInnen und Bildungsakteuren auf seiner Homepage Arbeitsblätter zu verschiedenen Aspekten des globalen Klimawandels für den Schulunterricht zur Verfügung. Einige davon sind auch in englischer Sprache verfügbar. Der Einsatz ist ab Sekundarstufe II geeignet.

  • Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

    Die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) ist seit den achtziger Jahren die niedersächsische Bildungseinrichtung für haupt- und ehrenamtlich Tätige im Naturschutz. Die NNA ist seit 2003 Träger des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und hat eine entsprechende Datenbank mit den Einsatzstellen in Niedersachsen.

  • Spielerische Angebote

    Das Spiel "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" stellt erneuerbare Energien in den Vordergrund und soll Mädchen neugierig auf eine technische Ausbildung machen, vor allem im Umweltbereich. Das Abenteuerspiel wurde für 12- bis 16-Jährige entwickelt und ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar.

    „KEEP COOL mobil" ist ein mobiles Multiplayer-Planspiel zu Klimawandel und Klimapolitik für (Lern-)Gruppen bis zu 50 Spielern ab 14 Jahren: Als Bürgermeister einer großen Metropole bestimmen die Teilnehmer ihre Strategie für wirtschaftliches Wachstum und sammeln dabei Siegpunkte. Vor großen Klimakonferenzen nehmen die Spieler Einfluss auf ihre Regierungen und somit auf die internationale Klimapolitik. KEEP COOL mobil ist spielbar an Desktop, Tablet oder Smartphone. Begleitende Unterrichtsideen und -materialien sind beim Unterrichtsportal Lehrer-Online kostenfrei erhältlich.

  • Spezielle Corona-Online-Angebote

    Das Bundesumweltministerium hat themenübergreifendes Material zum „Online lernen und unterrichten" zusammengestellt. Schon veröffentlichte Themen und Materialien für Grundschule und Sekundarstufe wurden für Online-Aufgabenstellungen überarbeitet.

    Damit Lernen in der Covid-19-Zeit bestmöglich gewährleistet bleibt – wenn auch aus der Ferne – stellt das BNE-Portal eine Auswahl dieser Angebote für die verschiedenen Bildungsbereiche vor.

    Die gemeinnützige Stiftung "Haus der kleinen Forscher" hat ihr Angebot an Online-Fortbildungen im Campus ausgebaut. Dadurch können Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte die Zeit der Corona-Pandemie auch für Fortbildungen nutzen.

    Das BUNDjugend-Projekt „Klasse Klima – Her mit der coolen Zukunft!" bringt Klimaschutz deutschlandweit an Schulen. Das Angebot gibt es jetzt auch digital mit Videos und Arbeitsblättern zum Download. Schulklassen können Online-Projekttage buchen. Für die Multiplikatoren wird zudem ein Webinar-Programm angeboten.

    Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) hat eine Methode entwickelt, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Klimaschutz zu beleuchten: Verschiedene Medien zu diesem Thema wurden für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse zusammengestellt.

    Greenpeace hat die Web-App "Konsumsparen" entwickelt, in der digitale Unterrichtsmaterialen zu aktuellen Umweltthemen im Bereich Konsum angeboten werden. Im Vordergrund stehen Fragen wie: Wie verändern wir mit unserem Konsum die Welt? Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften? Und wie können wir positive Spuren hinterlassen? Kurz: Wie geht Klimaschutz im Alltag?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

  • Politische Rahmenbedingungen

    International

    2015 haben die Vereinten Nationen internationale Ziele nachhaltiger Entwicklung verabschiedet, die so genannten Sustainable Development Goals (SDGs), und in der Folge den „Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030" aufgestellt. Dieser definiert konkrete Maßnahmen und Strategien zur Förderung von „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) in fünf Handlungsfeldern: Politische Unterstützung/Integration; ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen; Kompetenzentwicklung bei Lehrkräften und Multiplikatoren; Stärkung und Mobilisierung der Jugend sowie die Förderung auf lokaler Ebene (Städte, Gemeinden, Regionen).

     

    Deutschland

    Auf Bundesebene existiert die beim Bundesumweltministerium (BMU) angesiedelte „Nationale Klimaschutzinitiative" (NKI). In der NKI ist die Unterstützung der Klimabildung in Deutschland festgelegt. In dem Lenkungsgremium "Nationale Plattform" treffen sich Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft halbjährlich zum „Agendakongress BNE".

    Im Juni 2017 hat die Nationale Plattform unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für Deutschland den „Nationalen Aktionsplan" verabschiedet. Mit 130 Zielen und 349 konkreten Handlungsempfehlungen soll er in den einzelnen Bildungsbereichen dazu führen, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell in der deutschen Bildungslandschaft verankert wird.

    Auf der Arbeitsebene existieren sechs „Fachforen" (Frühkindliche Bildung, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Non-formales und informelles Lernen, Jugend und Kommunen) als beratende Arbeitsgremien, in die zehn Partnernetzwerke als Impulsgeber eingebunden sind.

    Eine erste Zwischenbilanz zum Nationalen Aktionsplan BNE zeigt auf, in welchen Bereichen die Verankerung bereits erfolgt ist und wo es noch weiterer Anstrengungen bedarf. Zudem soll sie als Orientierungshilfe dienen, um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans in den nächsten Jahren weiter gezielt voranzutreiben.

    2019 endete das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015 – 2019). Der Start des neuen internationalen UNESCO-Programms für BNE „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs" (kurz „ESD for 2030") wurde von der UNESCO-Generalversammlung beschlossen. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, angelehnt an die Agenda 2030. Mit der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans unterstützen die Mitglieder der Nationalen Plattform BNE diesen Prozess.

     

  • Veröffentlichungen

    "Zukunft? Jugend fragen! Umwelt, Klima, Politik, Engagement – Was junge Menschen bewegt", Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Umweltbundesamt, Januar 2020

    Im Projekt "LeKoKli"(Lernfeld Kommune für Klimaschutz) wurde die Verknüpfung von Bildungs- und kommunalen Klimaschutzprozessen betrachtet. Die Ergebnisse mit konkreten Anregungen und Hinweisen für Mitarbeitende in Kommunen, Schulen und außerschulischen Lernorten sind in einer Broschüre zusammengefasst. Das Projekt wurde im Oktober 2019 beendet.

    "Was denken junge Menschen über Klimaschutz und Fridays for Future? Ergebisse einer Sinus-Studie unter 14- bis 24-Jährigen", Herausgeber: SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, Juli 2019

    "Studie zur Umsetzung der SDG im deutschen Bildungssystem", Herausgeber: Georg Müller-Christ, Bror Giesenbauer, Merle Katrin Tegeler - Universität Bremen, November 2017

RENN.nord

Akteure vernetzen - Impulse setzen

Die RENN.nord hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Akteure in den norddeutschen Bundesländern stärker zu vernetzen und Impulse für mehr Nachhaltigkeit zu setzen. Bestehende Strukturen und Netzwerke werden gefördert und der Austausch der handelnden Personen und Einrichtungen vertieft. 

Grundlage der Arbeit ist die UN-Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen, den so genannten Sustainables Development Goals (SDG), die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes sowie die Strategien der Länder.

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Ansprechpartnerin

Kontakt

Ruth Märtin

0511-89703937
ruth.maertin [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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