Um die Klimschutzziele im Verkehrssektor zu erreichen, ist eine deutliche Verlagerung des Personenverkehrs in öffentliche Verkehrsmittel notwendig. Die Möglichkeiten in ländlichen Räumen unterscheidet sich dabei deutlich von denen einer großen Stadt. Für eine erfolgreiche Verkehrswende sind Veränderungen in allen Bereichen notwendig, die geeigneten Maßnahmen sind je nach Raumstruktur unterschiedlich.  

Kommunen können sich aktiv für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in ihrem Gebiet einsetzen. Gerade im ländlichen Raum fehlt es vielfach an attraktiven Angeboten für den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Wie sich das ändern lässt, zeigt ein Beispiel aus dem Landkreis Vechta. Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, einen attraktiven ÖPNV für seine Einwohner anzubieten. 

Innerhalb weniger Jahre ist es gelungen, die Fahrgastzahlen im ÖPNV zu vervielfachen. Elemente dieser Erfolgsstrategie sind u.a. wohnortnahe Haltestellen, die regelmäßige Taktung der Busse, ein niedriger Preis, die Ausrichtung auf andere öffentliche Verkehrsangebote wie die Bahn und ein niedrigschwelliger Zugang zum ÖPNV Angebot mit einer bürgernahen Beratung in der extra eingerichteten Mobilitätszentrale. Der kleine Film moobil + aus dem Landkreis Vechta zeigt, wie ein attraktiver ÖPNV im ländlichen Raum aussehen kann.

Beispiel moobil+ im Landkreis Vechta

Landesförderung und Beratung

Die Landesverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) vergibt Fördermittel für den öffentlichen Personennahverkehr. Es gibt Förderprogramme u. a. für Bushaltestellen, Umfeldmaßnahmen an Bahnhöfen (Stellplätze für Park + Ride und Bike + Ride, etc.), Omnibusbetriebshöfe, Maßnahmen zur ÖPNV-Beschleunigung und Echtzeitinformation. Die Beratungseinheit des LNVG, die MOBILOTSIN, unterstützt Kommunen bei der Planung ihrer Mobilitätsangebote und informiert über Fördermittel.

Kontakt

Anke Kicker

0511 89 70 39-28
anke.kicker [at] klimaschutz-niedersachsen.de

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